Ex-Sofa (Platz 12)

Drei Tage war ich weg und nun das. Nicht nur, dass die mir verhassten IKEA-Haferkekse heimlich wieder eingeführt wurden; auf dem Platz, an dem einst mein geliebtes Sofa stand, das natürlich nicht mein Sofa war, weil es auch nicht mein Café ist, obwohl ich es gern als solches bezeichne, steht nun ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen.

Mehr Sitzgelegenheiten für Frühstücker sind zwar unter ökonomischen Gesichtspunkten durchaus erstrebenswert, aber Platz 12 ist nun für mich sozusagen „durch“. Wo soll ich denn hin, wenn auf der 2 die Weizenbiertrinker sitzen und Platz 7 vom bastelnden oder buchhaltenden Zauberer okupiert werden? Wo bleibt der Charme des roten Ledersofas frage ich, während mir der Cafébetreiber rät, es doch im Keller, auf dem Gang vor den sanitären Örtlichkeiten, zu besuchen.

Nächste Woche werde ich Unterschriften sammeln — damit das Sofa wieder auf die 12 kommt. Falls das nicht hilft, trete ich in den Sitzstreik (auf dem ehemaligen Lieblingssofa vor der Toilette).

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