München

München
München, 7. August 2010

München, ehemals Weltstadt mit Herz. Mal auf den Spuren König Ludwigs I., mal im Jüdischen Museum. Worte, die ich hier immer wieder sage, weil sie gut klingen, meine jeweilige Begleitung aber fast in den Wahnsinn treiben: mal Hacker-Pschorr, mal Oachkatzlschwoaf. Immer Sonnenschein, Surfer auf der Eisbachwelle und Bier im Englischen Garten etc.

Ich denke, dass alles immer so weitergehen müsse, aber das tut es naturgemäß nicht.

5 Antworten

  • Was früher mal angeblich „mit Herz“ war, ist doch heute nur noch eine riesige Euro-Melkstation. Erst wurden die arglosen „Zugroasten“ bis aufs Blut geschröpft und jetzt ziehen sich die Aborigines gegenseitig die Lederhosen aus. Familie? Vergiß es.

    Bei dem Pitch zum neuen Stadtslogan habe ich als damaliger Praktikantendepp meiner neunmalklugen Agenturchefin verzweifelt zu erklären versucht, daß ihr Geistesblitz „Munich moves“ vielleicht doch nicht so toll sei. Warum, warum? Ich bat Sie, den „Claim“ zu übersetzen. „,München bewegt‘, is doch supa!“, kreischte sie mir ins Ohr. „Wie wär’s mit Hauptstadt der Bewegung“, fragte ich zurück. Es hat lange gedauert, bis der Groschen fiel. Der Rest der Agentur glotzte verständnislos drein. Werbung ist halt nix für Historiker…

  • Wenn Sie mit Hacker-Pschorr und Oachkatzlschwoaf durch sind, empfehle ich einen Besuch auf dem alten Südfriedhof: Ganz viele Familiennamen und Berufsbezeichnungen mit mindestens ebenso viel Umpf stehen da auf den umfallenden Grabsteinen.
    (War das nicht die Münchner Kapelle, die den musikalischen Übergang von Neuer Deutscher Welle zu Goth markierte? „Umfallene Grabsteine“?)

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