7 Antworten

  • 2 weitere Fragen fallen mir dazu ein – der Zenmeister Rinzai hat oft, um die Aufmerksamkeit seiner Schüler von der Zeit wegzulenken, den Finger erhoben und langsam gefragt: „Was fehlt in diesem Moment?“ Eine kraftvolle Frage, die keine Antwort von der Ebene des Verstandes braucht. Sie ist dazu bestimmt, deine Aufmerksamkeit tief ins Jetzt zu bringen. Eine ähnliche Frage in der Zen-Tradition ist: „Wenn nicht jetzt, wann?“

  • Bonjour tristesse… diese Treppe ins Nirgendwo erinnert mich irgendwie an den lost place unweit des Winterhuder Marktplatzes. Durch einen Spalt im Zaun gequetscht, gelangt mensch da auf ein Feld voller Ödnis, aber mit interessanten Einblicken auf die Hinterköpfe der dortigen Häuser. Und ganz hinten dann diese brüchige Treppe aus Metall, halb zugewuchert, erklommen öffnet sie den Blick auf ein ausnahmsweise nicht verbautes Stück Hamburg, eine große klaffende Wunde, ein Feld, ein Loch voller grauer Dinge.
    Laut gelacht habe ich übrigens beim Anblick deines ersten Fotos zum City-Nord-Spaziergang, na eigentlich muss es ja spazierenstehen und nicht gehen heißen… Die abgebildete Wiese vor’m Vattenfall-Klotz, massive dunkle Bänke stehen da in geometrischen Mustern, offenbar zur Beherbergung mittagspausender Vattenfaller. Auf einer ließ ich mich an einem Sonntag Nachmittag zwecks unauffälliger Suche eines kleines Caches, der unter einer der Bänke versteckt sein sollte, nieder. Meine Verrenkungen gaben einem dort postierten Wachmenschen scheinbar Anlass zur Sorge, denn er eilte herbei und fragte, ob mir nicht gut sei und ich Hilfe bräuchte…soviel zur Unauffälligkeit.
    Und Bauwagen sind great, die werden nur noch durch altertümliche Zirkuswagen in Wahrsagerinnenwagenoptik getoppt :-)

    • @Paulita: Danke für Deinen langen Kommtar. Wo ist denn das Ödnisfeld? Habe da in der Nähe ja lange gewohnt, aber es ist mir leider unentdeckt geblieben. Schade.

      • Das befindet sich eingeschlossen von Ohlsdorfer-, Himmelstraße und Lattenkamp. Der Zugang ist (oder war?…ist nun auch schon etwa ein Dreivierteljahr her…) ist quasi schräg gegenüber von dem Zooladen, da war früher – glaub‘ ich – mal ein Auto- oder Reifenhändler.

  • Ha, auch schön…! Sieht aber anders aus. Der Zaun ist recht lang, so ein verzinktes Metalldings, mensch kann hindurchsehen. Und sich wie gesagt recht unkompliziert hindurchquetschen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.