Das Jahr im Blog 1/2017: Mit den Füßen zuerst

Auf dem Weg von der U-Bahn zur Wohnung. Rechts im Dunkel, aus einem Hauseingang kommend, zwei Männer, die eine Bahre tragen. Die Männer sind dunkel gekleidet, Anzüge mit Krawatte. Vor dem Haus erkenne ich einen Peterwagen, das Blaulicht blinkend, auf der Bahre ein Etwas in einem schwarzen Sack. Auch nicht schön, so ins neue Jahr zu starten, denke ich.

Ein Blog wird ja erst zu einem Blog, wenn man ab und zu etwas hineinschreibt. Im vergangenen Jahr 2016 habe ich dies gerade sieben Mal geschafft. Das ist nicht viel; zumal es sich um ein Jubiliäumsjahr – 10 Jahre boschblog.de – handelte. Immerhin bietet der Jahreswechsel stets Anlass für gute Vorsätze. Meiner ist die Serie „Das Jahr im Blog“: Zumindest einmal in der Woche möchte ich an dieser Stelle ein Foto samt ein paar Zeilen veröffentlichen. Mal sehen, wann dieses Vorhaben mit den Füßen zuerst herausgetragen wird.

12 Antworten

  • Das Schöne an Blogs im Unterschied zu „Journalismus“ ist ja, dass man nur etwas schreiben muss, wenn man auch was zu sagen hat. Und RSS-Feeds sind geduldig. Ich entferne Blogger nicht aus meinen Lesegewohnheiten weil sie zu wenig schreiben, sondern wenn, dann, weil sie zu viel (Uninteressantes) schreiben. Ausserdem habe ich für mich selbst im Laufe der Jahre gelernt, dass „Druck“ und quantifizierte Ziele beim Bloggen für mich nicht funktionieren. Erst als ich mit selber den Druck rausgenommen hatte bekam das Ganze eine Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit, wie Morgenszähneputzen.

    Das alles vorab nur so als andere Perspektive vielleicht, will ich aber eigentlich sagen: Ich freue mich latürnich auch, hier mehr zu lesen, weil es bisher immer sehr schön geschrieben und interessant war.

    • @ben_sagt: Vielen Dank für Deinen Kommentar. Beruhigend, dass noch ein paar RSS-Leser dabei sind.

      Eigentlich sind wir nah beieinander. Es ist im letzten Jahr gar nicht so gewesen, dass ich nichts zu bloggen gehabt hätte (schließlich lebt mein Blog ja von Alltagsbeobachtungen), das Bloggen an sich ist nur etwas aus meinem Blickfeld gerutscht. Ich schreibe schon recht viel in meinem Job, aber ich möchte auch wieder etwas mehr Routine in Sachen erfreulichere Fingerübungen bekommen.

    • @Dirk: Danke. Schön, dass hier doch noch ein paar Leute mitlesen. Bin jetzt doch ein bißchen gerührt ob der positiven Resonanz. Man denkt ja doch immer: Es wartet ja niemand darauf, dass ich einen Blogartikel schreibe etc. Aber vielleicht ja doch. Zumindest ein bißchen.

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