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	<title>boschblog.de &#187; Feuilleton</title>
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	<description>Weblog für angewandte Alltagskultur und Unzulänglichkeiten menschlichen Daseins</description>
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		<title>Rettung</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 15:34:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Holzfällen]]></category>
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		<description><![CDATA[Um uns aus einer Notsituation zu erretten, denke ich, sind wir selbst genauso verlogen wie die, denen wir diese Verlogenheit andauernd vorwerfen und derentwegen wir alle diese Leute fortwährend in den Schmutz ziehen und verachten, das ist die Wahrheit; wir &#8230; <a href="http://boschblog.de/2012/02/04/rettung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2012/02/zwanglos.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8926];player=img;" title="zwanglos"><img class="alignnone  wp-image-8927" title="zwanglos" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2012/02/zwanglos-640x640.jpg" alt="" width="480" height="480" /></a></p>
<blockquote><p>Um uns aus einer Notsituation zu erretten, denke ich, sind wir selbst genauso verlogen wie die, denen wir diese Verlogenheit andauernd vorwerfen und derentwegen wir alle diese Leute fortwährend in den Schmutz ziehen und verachten, das ist die Wahrheit; wir sind überhaupt um nichts besser, als diese Leute, die wir andauernd nur als unerträgliche und widerliche Leute empfinden, als abstoßende Menschen, mit welchen wir möglichst wenig zu tun haben wollen, während wir doch, wenn wir ehrlich sind, andauernd mit ihnen zu tun haben und genauso sind wie sie.</p></blockquote>
<blockquote><p>Thomas Bernhard, Holzfällen</p></blockquote>
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		<title>Transmedialer Elektrozaun</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 12:09:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ben Woodeson]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist wieder einmal so weit: In der Schwangeren Auster wird Medienkunst gezeigt. Die Eingangshalle durchzieht ein Elektrozaun. Health &#38; Safety Violation #36 heißt das von Ben Woodeson geschaffene Kunstwerk. Es wirkt etwas bedrohlich. Sicherheitspersonal achtet darauf, dass ihm niemand zu &#8230; <a href="http://boschblog.de/2012/02/02/transmedialer-elektrozaun/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8893" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2012/02/elektrozaun_20120131_IMG_3557.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8891];player=img;" title="elektrozaun_20120131_IMG_3557"><img class=" wp-image-8893" title="elektrozaun_20120131_IMG_3557" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2012/02/elektrozaun_20120131_IMG_3557-640x640.jpg" alt="" width="480" height="480" /></a><p class="wp-caption-text">Health &amp; Safety Violation #36, Ben Woodeson</p></div>
<p>Es ist wieder einmal so weit: In der <a href="http://boschblog.de/2011/02/05/schwangere-auster/">Schwangeren Auster</a> wird Medienkunst gezeigt. Die Eingangshalle durchzieht ein Elektrozaun. <em>Health &amp; Safety Violation #36</em> heißt das von Ben Woodeson geschaffene Kunstwerk. Es wirkt etwas bedrohlich. Sicherheitspersonal achtet darauf, dass ihm niemand zu nahe kommt, der nicht die <a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2012/02/Haftungserklaerung_tm12.jpeg" rel="shadowbox[sbpost-8891];player=img;">Haftungserklärung</a> unterschrieben  hat, die den Künstler von allen Schadensersatzansprüchen freistellt.</p>
<p>Ich beobachte das Spektakel eine Weile, traue mich aber zunächst nicht, mir einen Stromstoß versetzen zu lassen. Es sind nur wenige Milliampere, die im Abstand von wenigen Sekunden durch den Zaun gejagt werden; etwa so viel wie durch einen Weidenzaun. Die Mutigen, die Plus- und Minuspol berühren, schreien zumeist kurz auf. Obowohl man weiß, dass etwas passieren wird, ist der Schreck enorm. Die meisten lachen, nachdem sie sich davon erholt haben. Eine junge Frau fällt zu Boden, was aber eher dem Schreck als der Stärke des Stromstoßes geschuldet ist.</p>
<p>Was der Künstler uns damit sagen will? Man weiß es nicht, niemand erklärt es. Der Reiz, es ausprobieren zu wollen, wird dennoch stärker. Ein paar Biere später werde ich mutig: ich unterschreibe, dass ich zur Mitwirkung an diesem Kunstwerk bereit bin, meinen Tod in Kauf zu nehmen, und erhalte im Gegenzug einen <a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2012/02/stempel_ctm12.jpeg" rel="shadowbox[sbpost-8891];player=img;">Stempel</a> auf das Handgelenk, der mich für den Zutritt zum Elektrozaun berechtigt. Die Bekannte zieht mit (eigentlich hat sie mich überredet) und wir entscheiden uns für die Romantikvariante. Wir halten einander an den Händen, sie berührt den Minuspol, ich den Pluspol. (Vermutlich aber umgekehrt.) Dann passiert es: es funkt zwischen uns beiden. – Zeitgleich durchfährt unsere Körper ein kleiner Stromstoß. Es ist nicht so, dass man die Zaunstangen ununterbrochen festhalten möchte, aber auch nicht so schlimm wie erwartet. Wir machen es noch zwei weitere Male und fühlen uns den Rest des Abends wie Superhelden, die ein Medienkunstwerk bezwungen haben.</p>
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		<title>Schönebergtristesse</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 14:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[Berlin-Schöneberg.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2012/01/telekom_20120114_IMG_3952.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8731];player=img;" title="telekom_20120114_IMG_3952"><img class="alignnone size-medium wp-image-8732" title="telekom_20120114_IMG_3952" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2012/01/telekom_20120114_IMG_3952-640x426.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a></p>
<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2012/01/hinterhof2_20120115_IMG_3958.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8731];player=img;" title="hinterhof2_20120115_IMG_3958"><img class="alignnone size-medium wp-image-8737" title="hinterhof2_20120115_IMG_3958" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2012/01/hinterhof2_20120115_IMG_3958-640x426.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a></p>
<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2012/01/myll_20120115_IMG_3959.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8731];player=img;" title="myll_20120115_IMG_3959"><img class="alignnone size-medium wp-image-8733" title="myll_20120115_IMG_3959" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2012/01/myll_20120115_IMG_3959-640x426.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a></p>
<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2012/01/hinterhof_20120115_IMG_3956.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8731];player=img;" title="hinterhof_20120115_IMG_3956"><img class="alignnone size-medium wp-image-8734" title="hinterhof_20120115_IMG_3956" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2012/01/hinterhof_20120115_IMG_3956-640x426.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a></p>
<p><a title="Wikipedia: Berlin-Schöneberg" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Sch%C3%B6neberg">Berlin-Schöneberg.</a></p>
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		<title>Crying in the Rain</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 12:54:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[A-ha]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk von Lowtzow]]></category>
		<category><![CDATA[Finn]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[The Everly Brothers]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil&#8217;s gerade regnet und auch sonst gut passt, hier das herzzerreißende Cover von finn. &#38; Dirk von Lowtzow. (Man denkt ja bei diesem Lied immer an die schlimmen 90er Jahre und die Version von A-ha. Dabei wurde es ursprünglich bereits &#8230; <a href="http://boschblog.de/2012/01/16/crying-in-the-rain/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/rZIWMzes710?rel=0" frameborder="0" width="580" height="325"></iframe></p>
<p>Weil&#8217;s gerade <a title="Rain" href="http://boschblog.de/2009/03/12/regen/">regnet</a> und auch sonst gut passt, hier das herzzerreißende Cover von finn. &amp; Dirk von Lowtzow.</p>
<p>(Man denkt ja bei diesem <a title="Wikipedia: Crying in the Rain" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Crying_in_the_Rain">Lied</a> immer an die schlimmen 90er Jahre und die Version von A-ha. Dabei wurde es ursprünglich bereits 1962 von den Everly Brothers aufgenommen.)</p>
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		<title>Der verlorene Satz</title>
		<link>http://boschblog.de/2012/01/15/der-verlorene-satz/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 21:14:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Schriftsteller brachte noch nie auch nur ein einziges Wort zu Papier. Stattdessen war er unablässig Verstört vom Unvermögen der Bernhardschen Romanfiguren. Irgendwann, als er wieder einmal von seiner andauernden Schlaflosigkeit heimgesucht wurde, kam ihm der erste Satz in den Sinn. Es &#8230; <a href="http://boschblog.de/2012/01/15/der-verlorene-satz/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schriftsteller brachte <a title="Haben Sie schonmal einen Roman geschrieben?" href="http://boschblog.de/2007/05/28/haben-sie-schonmal-einen-roman-geschrieben/">noch nie</a> auch nur ein einziges Wort zu Papier. Stattdessen war er unablässig Verstört vom Unvermögen der Bernhardschen Romanfiguren. Irgendwann, als er wieder einmal von seiner andauernden Schlaflosigkeit heimgesucht wurde, kam ihm der erste Satz in den Sinn. Es war der perfekte Beginn für seinen Roman. Ein Satz, bei dem selbst Ilsebill das Nachsalzen vorübergehend stoppte. Normalerweise lagen für diesen Fall, den der Schriftsteller so lange schon herbeisehnte, Papier und Bleistift direkt neben ihm auf dem Nachttisch. Heute jedoch, da er sein Schreibzeug das erste Mal brauchte, lag es nicht dort. Als er endlich, an einem ganz anderen Ort, sein Schreibzeug gefunden hatte, stand im der Schweiß auf der Stirn. Der Satz, der alles ändern sollte, war ihm entfallen. So sehr er sich auch bemühte, die Worte kamen ihm nicht mehr in den Sinn. Fortan befiel ihn die Obsession, dass ihm jemand seinen Satz gestohlen haben könnte. Zwanghaft schlug er seitdem in Buchhandlungen und Bibliotheken sämtliche Bücher auf, nur um auf deren erste Seite nach seinem Satz zu suchen. Der Satz war für immer verloren.</p>
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		<title>Klaus Lemke: Rocker</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 12:05:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Lemke]]></category>
		<category><![CDATA[Rocker]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Du flachst mich nicht, Torte.&#8221; – aus Rocker, 1972 Vor vielen Jahren ein bierseliger Abend mit Freunden. Uns kommt spontan die Idee, ins Kino zu gehen. Gezeigt wird Klaus Lemke – Rocker aus dem Jahre 1972. Ich hatte bislang noch nie von diesem gehört &#8230; <a href="http://boschblog.de/2012/01/15/klaus-lemke-rocker/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object id="VideoPlayback" style="width: 580px; height: 472px;" width="320" height="240" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://video.google.de/googleplayer.swf?docid=-4938149661450476092&amp;hl=de&amp;fs=true" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed id="VideoPlayback" style="width: 580px; height: 472px;" width="320" height="240" type="application/x-shockwave-flash" src="http://video.google.de/googleplayer.swf?docid=-4938149661450476092&amp;hl=de&amp;fs=true" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p style="text-align: right;"><small>&#8220;Du flachst mich nicht, Torte.&#8221;<br />
– aus Rocker, 1972</small></p>
<p>Vor vielen Jahren ein bierseliger Abend mit Freunden. Uns kommt spontan die Idee, ins Kino zu gehen. Gezeigt wird <a title="Wikipedia: Klaus Lemke" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Lemke">Klaus Lemke </a>– <a title="Wikipedia: Rocker (Film)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rocker_(Film)">Rocker</a> aus dem Jahre 1972. Ich hatte bislang noch nie von diesem gehört und während ich in der ersten Reihe ganz außen sitze, wundere mich über die vielen Menschen, die plötzlich diesen alten Schinken sehen wollen. Ja ja, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rocker_(Film)#Kultstatus">Kulstatus</a> sagt man immer so leicht dahin, aber dieser Film hat ihn wirklich – zumindest in Hamburg, wo sich alles abspielt. &#8220;Ja, gucken und gucken, da kommt ja nichts.“</p>
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		<title>Dieter Hildebrandt: Herbst</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 11:06:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Baum]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Hildebrandt]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Schlesischer Jahreszeiten-Zyklus]]></category>

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		<description><![CDATA[Herbst Wenn du und das Laub wird älter, und du merkst, die Luft wird kälter, und du fiehlst, daß du bald sterbst, dann is Herbst. (Dieter Hildebrandt, aus &#8220;Schlesischer Jahreszeiten-Zyklus&#8221;)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/11/herbstbaum_IMG_4972_2009-11-08.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8324];player=img;" title="herbstbaum_IMG_4972_2009-11-08"><img class="alignnone size-medium wp-image-8325" title="herbstbaum_IMG_4972_2009-11-08" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/11/herbstbaum_IMG_4972_2009-11-08-426x640.jpg" alt="Baum im Herbst" width="320" height="480" /></a></p>
<h2>Herbst</h2>
<p>Wenn du und das Laub wird älter,<br />
und du merkst, die Luft wird kälter,<br />
und du fiehlst, daß du bald sterbst,<br />
dann is Herbst.</p>
<p>(Dieter Hildebrandt, aus &#8220;Schlesischer Jahreszeiten-Zyklus&#8221;)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rolf Dieter Brinkmann: Schreiben, realistisch gesehen</title>
		<link>http://boschblog.de/2011/11/13/rolf-dieter-brinkmann-schreiben-realistisch-gesehen/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 16:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliches Licht]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Meer]]></category>
		<category><![CDATA[Rolf Dieter Brinkmann]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Standphotos]]></category>

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		<description><![CDATA[Schreiben, realistisch gesehen. Worüber kann ich noch schreiben vielleicht ein Gedicht über zerschlagene Waschmaschinen über Straßenbau oder junge Ehen man rät mir viel man korrigiert mich man meint, es sei überflüssig man trinkt und raucht man geht fort wenn ich &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/11/13/rolf-dieter-brinkmann-schreiben-realistisch-gesehen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/11/sylt2_1_20100813.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8307];player=img;" title="sylt2_1_20100813"><img class="alignnone size-medium wp-image-8308" title="sylt2_1_20100813" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/11/sylt2_1_20100813-640x280.jpg" alt="Sylt" width="640" height="280" /></a></p>
<h2>Schreiben, realistisch gesehen.</h2>
<p>Worüber<br />
kann ich noch schreiben<br />
vielleicht ein Gedicht<br />
über zerschlagene Waschmaschinen<br />
über Straßenbau oder<br />
junge Ehen</p>
<p>man rät mir viel<br />
man korrigiert mich<br />
man meint, es sei überflüssig<br />
man trinkt und raucht<br />
man geht fort</p>
<p>wenn ich am Schreibtisch sitze<br />
vor einem weißen Blatt Papier<br />
weiß ich nichts mehr -<br />
die hydrographischen<br />
Angaben von heute<br />
mittag zwölf Uhr<br />
in Meereshöhe<br />
sind schöner, ich glaub es gern</p>
<p>denn<br />
ach, das <a title="La Mer" href="http://boschblog.de/2011/02/13/la-mer/">Meer</a><br />
das ich noch nie gesehen habe<br />
mein geheimer Unwille<br />
meine große Müdigkeit<br />
das Meer, das Meer<br />
das zerstört<br />
werden wird<br />
in einem anderen Gedicht!</p>
<p>(Rolf Dieter Brinkmann, aus &#8220;Standphotos&#8221;)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Aufzeichnungen aus dem Kellerloch</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 14:56:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aufzeichnungen aus dem Kellerloch]]></category>
		<category><![CDATA[Fjodor M. Dostojewski]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ein kranker Mensch … Ich bin ein böser Mensch. Ein abstoßender Mensch bin ich. Ich glaube, meine Leber ist krank. Übrigens habe ich keinen blassen Dunst von meiner Krankheit und weiß gar nicht mit Sicherheit, was an mir &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/10/13/aufzeichnungen-aus-dem-kellerloch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/10/dammtor_IMG_6483_2010-02-03.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8122];player=img;" title="dammtor_IMG_6483_2010-02-03"><img class="alignnone size-medium wp-image-8123" title="dammtor_IMG_6483_2010-02-03" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/10/dammtor_IMG_6483_2010-02-03-640x426.jpg" alt="Bahnhof Dammtor, Hamburg" width="640" height="426" /></a></p>
<blockquote><p>Ich bin ein kranker Mensch … Ich bin ein böser Mensch.<br />
Ein abstoßender Mensch bin ich. Ich glaube, meine Leber<br />
ist krank. Übrigens habe ich keinen blassen Dunst von meiner<br />
Krankheit und weiß gar nicht mit Sicherheit, was an mir<br />
krank ist. Für meine Gesundheit tue ich nichts und habe<br />
auch nie etwas dafür getan, obwohl ich vor der Medizin und<br />
den Ärzten alle Achtung habe. Zudem bin ich noch äußerst<br />
abergläubisch, so weit z.B., daß ich vor der Medizin<br />
alle Achtung habe. (Ich bin gebildet genug, um nicht abergläubisch<br />
zu sein, aber ich bin abergläubisch.) Nein, meine Herrschaften,<br />
wenn ich für meine Gesundheit nichts tue, so geschieht das<br />
nur aus Bosheit. Sie werden sicher nicht geneigt sein, das zu<br />
verstehen. Nun, meine Herrschaften, ich verstehe es aber. Ich<br />
kann Ihnen natürlich nicht klarmachen, wen ich mit meiner<br />
Bosheit ärgern will, ich weiß auch ganz genau, daß<br />
ich nicht einmal den Ärzten dadurch schaden kann, daß<br />
ich mich nicht von ihnen behandeln lasse; ich weiß am allerbesten,<br />
daß ich damit einzig und allein mir selbst schade und niemandem<br />
sonst.</p>
<p>(<a title="Wikipedia: Fjodor M. Dostojewski" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fjodor_Michailowitsch_Dostojewski">Fjodor M. Dostojewski</a>, aus <a title="Wikipedia: Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aufzeichnungen_aus_dem_Kellerloch">Aufzeichnungen aus dem Kellerloch</a>)</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Kapitulation</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 16:29:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitulation]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Tocotronic]]></category>

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		<description><![CDATA[Fuck it all.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="585" height="352" src="http://www.youtube.com/embed/NYW6mgIN6Pk?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Fuck it all.</p>
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		<title>Lenz</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 22:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Georg Büchner]]></category>
		<category><![CDATA[Lenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Er schien ganz vernünftig, sprach mit den Leuten; er tat Alles wie es die Anderen taten, es war aber eine entsetzliche Leere in ihm, er fühlte keine Angst mehr, kein Verlangen; sein Dasein war ihm eine notwendige Last – So &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/10/10/lenz-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/10/haus_1_20110611.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8066];player=img;" title="haus_1_20110611"><img class="alignnone size-medium wp-image-8070" title="haus_1_20110611" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/10/haus_1_20110611-640x426.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a></p>
<blockquote><p>Er schien ganz vernünftig, sprach mit den Leuten; er tat Alles wie es die Anderen taten, es war aber eine entsetzliche Leere in ihm, er fühlte keine Angst mehr, kein Verlangen; sein Dasein war ihm eine notwendige Last – So lebte er hin.</p>
<p>(<a title="Wikipedia: Georg Büchner" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_B%C3%BCchner">Georg Büchner</a>,  aus <a title="Wikipedia: Lenz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lenz_(Erz%C3%A4hlung)">Lenz</a>)</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Erdmöbel – Retrospektive-Tour</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 11:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Erdmöbel]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Lido]]></category>
		<category><![CDATA[Retrospektive]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie schon im Vorjahr die Tour in Berlin starten. Nach 16 Jahren zurückblicken, aber trotzdem keine Routine aufkommen lassen. Vor dem Konzert noch immer ein bißchen aufgeregt im Backstageraum auf und ab gehen und dabei Cola trinken, während im Saal &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/10/01/erdmoebel-retrospektive-tour/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7990" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/10/erdmoebel_1_20110930.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7989];player=img;" title="erdmoebel_1_20110930"><img class="size-medium wp-image-7990" title="erdmoebel_1_20110930" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/10/erdmoebel_1_20110930-640x426.jpg" alt="Erdmöbel" width="640" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">Erdmöbel im Lido, Berlin, 30.09.2011</p></div>
<p>Wie schon im Vorjahr die Tour in Berlin <a href="http://boschblog.de/2010/09/20/erdmoebel-17-09-2010-im-lido-ein-hauch-von-petersilie/">starten</a>. Nach 16 Jahren zurückblicken, aber trotzdem keine Routine aufkommen lassen. Vor dem Konzert noch immer ein bißchen aufgeregt im Backstageraum auf und ab gehen und dabei Cola trinken, während im Saal das Vorprogramm läuft. <a title="Erdmöbel - Retrospektive" href="http://www.erdmoebel.de/info/retrospektive.html">Retrospektive</a>-Tour: 18 alte Lieder und ein neues. Dreierbahn fahren und Songs spielen, die in einer besseren Welt alle Hits geworden wären. Jippie! Zwei Stunden mit Schiffsschaukelbremsern, Polarlicht von Palermo, Russischbrot und Küsse. Alles hineinlegen in die Musik, alles hineinlegen in den Text. Die Worte bleiben oft rätselhaft, das dem Best-of-Album beigelegte Textbuch bereitet Freude. Zugabe, Zugabe, Zugabe. &#8220;Es klopft und niemand da, außer der ganzen Welt. Ich geh aus dem Zimmer, abgeholt und nicht bestellt.&#8221; <a title="Erdmöbel - Die Krähen" href="http://www.erdmoebel.de/promo/single.html">Die Krähen.</a> Dann Platten signieren, Instrumente und Verstärker in den Tourbus tragen. Ein paar Freunde fassen mit an, damit es schneller geht, dann Bier trinken. Morgen <a title="Erdmöbel live" href="http://www.erdmoebel.de/info/live.html">weiterfahren</a> etc.</p>
<p>Danke.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>So You Want To Write A Fugue?</title>
		<link>http://boschblog.de/2011/09/20/so-you-want-to-write-a-fugue/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 07:44:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Anita Darian]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Bressler]]></category>
		<category><![CDATA[Die Kunst der Fuge]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Gramm]]></category>
		<category><![CDATA[Elizabeth Benson-Guy]]></category>
		<category><![CDATA[Glenn Gould]]></category>
		<category><![CDATA[Juilliard String Quartet]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Prokrastination]]></category>

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		<description><![CDATA[So You Want To Write A Fuge? – Ein Gesangsstück für vier Stimmen und Begleitung. Glenn Gould komponierte es als Schlussstück einer kanadischen Fernsehsendung. Prokrastination trifft Komposition: Erst im Schlussakkord ringt man sich dazu durch, mit dem Schreiben der Fuge &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/09/20/so-you-want-to-write-a-fugue/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/29025438?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="585" height="329"></iframe></p>
<p><a title="Wikipedia: So You Want To Write A Fuge" href="http://de.wikipedia.org/wiki/So_You_Want_to_Write_a_Fugue%3F">So You Want To Write A Fuge?</a> – Ein Gesangsstück für vier Stimmen und Begleitung. <a href="http://boschblog.de/2011/07/04/gould-spielt-bach-goldberg-variationen/">Glenn Gould</a> komponierte es als Schlussstück einer kanadischen Fernsehsendung.</p>
<p>Prokrastination trifft Komposition: Erst im Schlussakkord ringt man sich dazu durch, mit dem Schreiben der <a href="http://boschblog.de/2010/07/10/die-kunst-der-fuge/">Fuge</a> zu beginnen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wilhelms Sprung</title>
		<link>http://boschblog.de/2011/09/11/wilhelms-sprung/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 14:28:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Billie's Bounce]]></category>
		<category><![CDATA[Blues]]></category>
		<category><![CDATA[Eberhard Weber]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Gulda]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz]]></category>
		<category><![CDATA[Klavier]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal stand Friedrich Gulda nackt auf der Bühne und spielte Blockflöte, mal erklärte er im Fernsehen den Blues. Bach gehörte genau so zu seinem Repertoire wie die Doors. Er war ein Grenzgänger. Einst lancierte er die Meldung vom eigenen Tod, &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/09/11/wilhelms-sprung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/7oIDaiDhEBc?rel=0" frameborder="0" width="585" height="352"></iframe></p>
<p>Mal stand <a title="Wikipedia: Friedrich Gulda" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Gulda">Friedrich Gulda </a>nackt auf der Bühne und spielte Blockflöte, mal erklärte er im Fernsehen den Blues. <a title="YouTube: Friedrich Gulda spielt Bach" href="http://www.youtube.com/watch?v=vVaRtib1Ewo&amp;feature=related">Bach</a> gehörte genau so zu seinem Repertoire wie die <a title="Friedrich Gulda spielt The Doors: Light My Fire" href="http://www.youtube.com/watch?v=jhidkzL6TWU">Doors</a>. Er war ein Grenzgänger. Einst lancierte er die Meldung vom eigenen Tod, um wenige Wochen später im Wiener Konzerthaus sein Auferstehungskonzert mit DJ-Unterstützung und Go-Go-Tänzerinnen zu zelebrieren. Kurze Zeit darauf starb er tatsächlich. Er hatte einen <a title="Wikipedia: Friedrich Gulda - Auftreten auf der Bühne" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Gulda#Auftreten_auf_der_B.C3.BChne">Knall</a>. Herrlich.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Rolf Dieter Brinkmann: Ein Gedicht</title>
		<link>http://boschblog.de/2011/08/22/rolf-dieter-brinkmann-ein-gedicht/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Aug 2011 06:39:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Rolf Dieter Brinkmann]]></category>
		<category><![CDATA[Westwärts 1 & 2]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Gedicht Hier steht ein Gedicht ohne einen Helden. In diesem Gedicht gibts keine Bäume. Kein Zimmer zum Hineingehen und Schlafen ist hier in dem Gedicht. Keine Farbe kannst du in diesem Gedicht hier sehen. Keine Gefühle sind in dem &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/08/22/rolf-dieter-brinkmann-ein-gedicht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/08/deichnichts_IMG_2736_2009-07-04.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7753];player=img;" title="deichnichts_IMG_2736_2009-07-04"><img src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/08/deichnichts_IMG_2736_2009-07-04-640x280.jpg" alt="Deich" title="deichnichts_IMG_2736_2009-07-04" width="640" height="280" class="alignnone size-medium wp-image-7767" /></a></p>
<h2>Ein Gedicht</h2>
<p>Hier steht ein Gedicht ohne einen Helden.<br />
In diesem Gedicht gibts keine Bäume. Kein Zimmer<br />
zum Hineingehen und Schlafen ist hier in dem<br />
Gedicht. Keine Farbe kannst du in diesem</p>
<p>Gedicht hier sehen. Keine Gefühle sind<br />
in dem Gedicht. Nichts ist in diesem Gedicht<br />
hier zum Anfassen. Es gibt keine Gerüche hier in<br />
diesem Gedicht. Keiner braucht über einen Zaun</p>
<p>oder über eine Mauer in diesem Gedicht zu klettern.<br />
Es gibt in diesem Gedicht hier nichts zu fühlen.<br />
Das Gedicht hier kannst du nicht überziehen.<br />
Es ist nicht aus Gummi. Kein weißer Schatten</p>
<p>ist in dem Gedicht hier. Kein Mensch kommt<br />
hier in diesem Gedicht von einer Reise zurück.<br />
Kein Mensch kommt in diesem Gedicht hier atemlos<br />
die Treppe herauf. Das Gedicht hier macht keine<span id="more-7753"></span></p>
<p>Versprechungen. In dem Gedicht stirbt auch keiner.<br />
In diesem Gedicht spürst du keinen Hauch. Es gibt<br />
keinen Laut der Freude in dem Gedicht hier. Kein<br />
Mensch ist In. dem Gedicht hier verzweifelt. Hier</p>
<p>in dem Gedicht ist es ganz still. Niemand<br />
klagt in diesem Gedicht. Niemand redet hier<br />
in dem Gedicht. Hier in diesem Gedicht schlagen<br />
sich auch keine Arbeiter wund. Das Gedicht hier</p>
<p>steht einfach nur hier. Es enthält keine Schlüssel<br />
zum Aufschließen von Türen. Es gibt keine Türen<br />
in diesem Gedicht. Das Gedicht hier ist ohne<br />
Musik. Es singt keiner in diesem Gedicht, und</p>
<p>keiner macht hier in diesem Gedicht jemanden<br />
nach. Keiner schreit hier in dem Gedicht, flucht,<br />
fickt, ißt und nimmt ein Rauschmittel. Es gibt in<br />
diesem Gedicht keine bombastische Ausstattung</p>
<p>für dich. Das .Gedicht hier geht nicht, liegt nicht,<br />
schläft nicht, es kennt keinen Tag, es kennt keine<br />
Nacht. Du brauchst hier in diesem Gedicht keine<br />
Rechnungen zu bezahlen. Es gibt keinen Hausbesitzer</p>
<p>in dem Gedicht hier, der die Miete erhöht. Es gibt<br />
keine Firmen in diesem Gedicht. Es gibt in dem<br />
Gedicht keinen Staat Kalifornien. Es gibt kein<br />
Oregano in dem Gedicht. In diesem Gedicht gibts</p>
<p>kein Meer. Du kannst in dem Gedicht hier nicht<br />
schwimmen. Das Gedicht, das hier steht, enthält keine<br />
Wärme, das Gedicht enthält keine Kälte. Das Gedicht<br />
hier ist nicht schwarz, es hat keine Fenster und</p>
<p>kennt keine Angst. Das Gedicht hier zittert<br />
nicht. Das Gedicht hier ist ohne Spiegel. In diesem<br />
Gedicht gibts auch kein Spiegelei. Einen Supermarkt<br />
gibt es hier in diesem Gedicht nicht. Das Gedicht,</p>
<p>das du hier liest, hat keine Titten und keine Fohse,<br />
das Gedicht hier ist völlig körperlos. Keiner stöhnt<br />
hier in dem Gedicht. Das Gedicht blutet nicht, es<br />
verschweigt nichts, das Gedicht hat keine Regel,</p>
<p>das Gedicht ist kein Zitat, für keinen. Hier in<br />
diesem Gedicht findet niemand einen Pfennig,<br />
und hier in diesem Gedicht fährt kein Mensch mit<br />
einem Auto. Keine Reifen quietschen um die Ecke.</p>
<p>In diesem Gedicht lutscht niemand zärtlich an<br />
einem Schwanz. Es gibt hier in dem Gedicht keine<br />
Lampen. Das Gedicht ist kein gelber Schal. Das<br />
Gedicht, auf das du .hier schaust, hustet nicht.</p>
<p>Hier in dem Gedicht kannst du nicht küssen.<br />
Hier in diesem Gedicht wird auch nicht gepißt. Du<br />
kannst mit diesem Gedicht nichts anfangen. Das<br />
Gedicht besteht aus lauter Verneinungen. Die</p>
<p>Verneinungen in diesem Gedicht werden immer mehr.<br />
Hier gibts einen Kiff in dem Gedicht. In diesem<br />
Gedicht lacht kein Mensch. Das Gedicht kennt keine<br />
Arbeit. Niemand sieht in diesem Gedicht Fernsehen.</p>
<p>Das Gedicht trägt keine Uhr. Das Gedicht ist nicht<br />
zeitlos, Es braucht soviel Zeit, wie du brauchst,<br />
um das Gedicht hier zu lesen. Kein Wasserhahn<br />
tropft in dem Gedicht hier, und keiner verlangt</p>
<p>in dem Gedicht hier nach Zigaretten. Hier das<br />
Gedicht gibt kein Trinkgeld. Keine Toilette ist<br />
hier in dem Gedicht. Es gibt keine Stadt in diesem<br />
Gedicht. Hier in dem Gedicht wäscht keiner sich die</p>
<p>Füße. In die Schule zu gehen, ist hier in dem Gedicht<br />
nicht nötig. In dem Gedicht leckt auch keiner eine<br />
Möhse. Dein Geschlechtsteil richtet sich hier in<br />
dem Gedicht nicht auf. Du kannst hier in dem Gedicht</p>
<p>dich nicht hinsetzen und denken. Das Gedicht hier<br />
ist nicht der Staat. Es ist nicht die Gesellschaft.<br />
Es ist kein Flipperautomat. Das Gedicht hier hat<br />
keinen Hund. Mit diesem Gedicht kann sich keiner</p>
<p>identifizieren. Keine Polizisten fahren in diesem<br />
Gedicht herum und suchen nach einem Bruch. Eine Kuh<br />
liegt hier in diesem Gedicht nicht. Das Gedicht hier<br />
ist nicht gedankenlos. Das Gedicht hier ist nicht</p>
<p>gedankenvoll. In dem Gedicht erscheint auch kein<br />
Sommertag. Es ist niemals Dienstag in diesem Gedicht,<br />
es gibt keinen Mittwoch. in diesem Gedicht, es herrscht<br />
nicht Freitag in diesem Gedicht und kein Donnerstag</p>
<p>fehlt in dem Gedicht hier. Es ist nicht Montag,<br />
Samstag und Sonntag in hier dem Gedicht. Das Gedicht<br />
hier ist nicht die Verneinung von Montag oder<br />
Donnerstag. Das Gedicht hört hier einfach auf.</p>
<p>(Rolf Dieter Brinkmann)</p>
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