Kein Third Wave, kein Flat White, keine Internetforen, in denen um die Nachkommastelle der Espresso-Shot-Menge diskutiert wird; keine goldene Kaffeemaschine mit limitierter Auflage, keine Raketentechnik und keine Philosophie.
Seit über fünfzig Jahren brühen die Casals in der Kleinstadt nun schon Cappuccino. Jedes Mal fragen sie, ob man ihn mit Sahne oder Milchschaum möchte. Letztere verzieren sie stets etwas ungelenk mit einem verkrüppelten Herz aus Kakaopulver. Ich mag die unaufgeregte Art der Kaffeezubereitung und doch vermisse ich zuweilen das Bohei der großen weiten Welt.



