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	<title>boschblog.de &#187; Politik</title>
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	<description>Weblog für angewandte Alltagskultur und Unzulänglichkeiten menschlichen Daseins</description>
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		<title>SPD-Bundesparteitag: Tag 3</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 15:32:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[# Die Lobbyisten verteilen Schokoladen-Nikoläuse. Der Verband der Privaten Krankenversicherungen indes Osterhasen. Hans Eichel lehnt dankend ab. Sicher hat er sofort erkannt, dass das nicht lustig ist, sondern alte Schokolade aus der letzten Saison. # Wahl der Bundesschiedskommission: Vorsitzende Hannelore &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/12/06/spd-bundesparteitag-tag-3/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8534" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/12/bpt11_20111206_P1040096.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8493];player=img;" title="bpt11_20111206_P1040096"><img class="size-medium wp-image-8534" title="bpt11_20111206_P1040096" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/12/bpt11_20111206_P1040096-640x427.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Aus dem über 700-seitigen Antragsbuch</p></div>
<p># Die Lobbyisten verteilen Schokoladen-Nikoläuse. Der Verband der Privaten Krankenversicherungen indes Osterhasen. <a title="Wikipedia: Hans Eichel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Eichel">Hans Eichel</a> lehnt dankend ab. Sicher hat er sofort erkannt, dass das nicht lustig ist, sondern alte Schokolade aus der letzten Saison.</p>
<p># Wahl der Bundesschiedskommission: Vorsitzende Hannelore Kohl wird mit 99 % wiedergewählt. Witze über Namen sind noch immer unzulässig. Keine Übergabe von Blumen.</p>
<p># Ein Pressevertreter rennt durch den Saal und brüllt &#8220;Jaaaaaaaaaaa, suuuuuuuuper!&#8221; in sein Mobiltelfon. Den Pulitzer-Preis hat er wohl eher nicht gewonnen. Vermutlich ist sein Artikel auf der Titelseite eines Lokalblattes gelandet.</p>
<p># Münchens Bürgermeister und Bayerns SPD-Spitzenkandidat für die kommende Landtagswahl <a title="Wikipedia: Christian Ude" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Ude">Christian Ude</a> betritt den Saal. Einige der bereits anwesenden Teilnehmer des Parteitages erheben sich von den Plätzen und applaudieren. Noch ist er nur Bürgermeister eines gallischen Dorfes, aber die Wechselstimmung, die von Berlin ausgeht, reicht bis nach Bayern. (Seehofer zittert. Ist aber nicht zu sehen, weil er naturgemäß nicht anwesend ist.)</p>
<p># Sitzungsleiter Thorsten Schäfer-Gümbel sagt: &#8220;Bei Stimmengleichheit gibt es ein Nachrückverfahren in den Schiedskörper.&#8221; Welcher Scholzomat diese Sprachregelung wohl erfunden haben mag?</p>
<p># Der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück spricht über Steuerpolitik. Es ist 9.30 Uhr und nicht wenige der Teilnehmer scheinen gestern zu lange auf dem <a href="http://boschblog.de/2011/12/06/tag-2-1/">Parteiabend</a> verweilt zu haben. Der Redner kommt nur langsam in die Gänge. Peer kann Kanzler: Die Mundwinkel zieht er jedenfalls schon genau so gut nach unten wie die derzeit amtierende Kanzlerin. Nach der Rede: Höflicher Applaus. Jetzt muss Steinbrück nur noch das Schachbrett <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/steinbrueck-schmidt-und-schachbrett-gate-komik-statt-symbolik-1744269.html">umdrehen</a>, dann könnte es noch was werden.</p>
<p># Christian Ude spricht zu Finanzpolitik. Er dankt, dass er als Münchener, der Stadt der <a title="Wikipedia: Hypo Real Estate" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hypo_Real_Estate">Hypo Real Estate</a>, zu diesem Thema sprechen darf. Eine Rede wie ein Bieranstich: mit einem einzigen Schlag schickt er die CSU in die Opposition. Oktoberfeststimmung! Christian kann Kanzler der Herzen.</p>
<p># &#8220;Transparenz ist Gift für jeden Lobbyisten&#8221;, sagt ein Sprecher. Ich hole mir einen Cappuccino von einem Finanzdienstleister.</p>
<p># Schleswig-Holsteins SPD-Vorsitzender Ralf Stegner spricht. Frage mich, <a title="Ralf Stegner auf Twitter" href="https://twitter.com/#!/search/ralf_stegner%20bordesholm">wie</a> Bordesholm nur ohne ihn auskommt und welches Lied er wohl heute morgen gehört haben mag.</p>
<p># <em>Trendic Topics</em> auf Twitter: &#8220;Peer Steinbrück&#8221; und &#8220;Knecht Ruprecht&#8221;.</p>
<p># Frank-Walter Steinmeier verbreitet Aufbruchstimmung. Bis zum nächsten Wahlkampf muss er seine Stimme schonen.</p>
<p># Dieses und jenes.</p>
<div id="attachment_8532" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/12/bpt11_20111206_P1040101.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8493];player=img;" title="bpt11_20111206_P1040101"><img class="size-medium wp-image-8532" title="bpt11_20111206_P1040101" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/12/bpt11_20111206_P1040101-640x427.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Die euphorische Klatscherin reißt die Arme in die Höhe</p></div>
<p># Die eurphorische Klatscherin von Tag 1 ist wieder da. Immer wenn es um Steuererhöhungen geht, nickt sie ausufernd. Hoffentlich bricht sie sich nicht das Genick.</p>
<p># Pressekonferenz mit Sigmar Gabriel. Der Parteichef ist sichtlich zufrieden. Er beschließt mit den Worten: &#8220;Noch Fragen? Nein? Dann tschüs.&#8221; Zack.</p>
<p># <a title="Wikipedia: Karl Lauterbach" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Lauterbach_(Politiker,_1963)">Karl Lauterbachs</a> Singsang: &#8220;Nur wer den Herzinfarkt überlebt, kann die Demenz noch entwickeln.&#8221;</p>
<p># Abstimmungsorgie. Überblick verloren.</p>
<p># Emotionale Debatte über Vorratsdatenspeicherung. Der sogenannte Kompromissvorschlag der Antragskommission wird knapp angenommen. Alles <a href="http://spd-netzpolitik.de/berlin/vorratsdatenspeicherung-beschluss-spd-bundesparteitag-2011">schlimm</a>.</p>
<p># Worauf man sich indes einigen kann: alle gegen Nazis.</p>
<p># Sigmar Gabriel verabschiedet ausscheidende Parteispitze. Große Lobhudelei, aber ohne Blumen. Dann alle auf die Bühne, Gruppenfoto und Überraschung: doch Blumen. Klar.</p>
<p># Irgendwelche Preise an verdiente Genossen aus den Niederungen der Ebene. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Storch_Heinar">Storch Heinar</a> macht das Rennen. Mit Pauken und Trompeten.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/lrS_9ccd_D4" frameborder="0" width="580" height="325"></iframe></p>
<p># Zum Abschluss wird endlich gesungen: Ein Schülerchor ertönt zu einem furchtbar popigen Playback-Arrangement der <em><a title="Wikipedia: Ode an die Freude" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ode_an_die_Freude">Ode an die Freude</a></em> und schunkelt dazu wie ein Shanty Chor. Beethoven und Schiller rotieren im Grabe. Dann endlich: <em><a title="Wikipedia: Wann wir schreiten Seit an Seit" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wann_wir_schreiten_Seit’_an_Seit’">Wann wir schreiten Seit&#8217; an Seit&#8217;</a></em>. Parteitag fertig. Glück auf!</p>
<p>(Danke für die Anfragen von CDU, Grünen, FDP und Piraten. Falls ich demnächst vielleicht auch von Euren Parteitagen berichte, kommt Ihr möglicherweise noch schlechter weg.)</p>
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		<title>SPD-Bundesparteitag: Tag 2.1 – Parteiabend</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 08:47:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[# Mit dem Reisebus werden die Teilnehmer des Parteiabends ins Estrel Berlin, Europas größtem Convention-, Entertainment- und Hotel-Komplex überführt. Einige Genossen debattieren über die Belegung der Rückbank heftiger als eine halbe Stunde zuvor über die Rentenfrage. Nur mit dem Unterschied, dass &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/12/06/tag-2-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8503" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/12/bpt11_parteiabend_20111205_IMG_2839.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8491];player=img;" title="bpt11_parteiabend_20111205_IMG_2839"><img class="size-medium wp-image-8503 " title="bpt11_parteiabend_20111205_IMG_2839" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/12/bpt11_parteiabend_20111205_IMG_2839-640x426.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">So schön ist es im Hotel Estrel</p></div>
<p># Mit dem Reisebus werden die Teilnehmer des Parteiabends ins Estrel Berlin, Europas größtem Convention-, Entertainment- und Hotel-Komplex überführt. Einige Genossen debattieren über die Belegung der Rückbank heftiger als eine halbe Stunde zuvor über die Rentenfrage. Nur mit dem Unterschied, dass diese Fragestellung nicht an eine Kommission überwiesen werden kann, sondern sofort geklärt werden muss. Rechtzeitig vor Abfahrt einigt man sich. Das Einschreiten eines Sitzungsleiters oder Klassenlehrers ist nicht erforderlich.</p>
<p># Am Veranstaltungsort erfolgt eine melodische Begrüßung durch ein blechblasendes Damenquartett in purpurnen Gewändern. Sie spielen abwechselnd Stücke von Michael Jackson und <em>Besame Mucho</em>.</p>
<p># Man isst reichlich, vor allem aber trinkt man.</p>
<p># Fünf Jungs führen einen Breakdance vor. Der Applaus ist bescheiden, manch ein SPD-Vorstandsmitglied hätte sich aber auf dem Parteitag über so viel Zuspruch gefreut.</p>
<p># Cocktails kosten 9,– Euro. Man trinkt Bier. Ist auch viel sozialdemokratischer.</p>
<p># Die Kapelle spielt erst gepflegten Fahrstuhljazz, dann YMCA-artige Gassenhauer. Der Saal kocht und man tanzt natürlich die entsprechenden Buchstaben. Habe Angst, dass gleich noch Jürgen Drews auf die Bühne springt. Tut er aber nicht. Warum soll man an diesem Abend nicht auch einmal Glück haben?</p>
<p># Teilnehmer aus Flächenstaaten amüsieren sich prächtig.</p>
<p># Unvermeidlich auf Festivitäten wie diesen: Senioren, die stolz ihre frisch erworbenen Disco-Fox-Kenntnisse präsentieren. Links, rechts, Tap.</p>
<p># Aber der <a title="Wikipedia: Topfenstrudel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Topfenstrudel">Topfenstrudel</a> ist toll.</p>
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		<title>SPD-Bundesparteitag: Tag 2</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 19:32:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[# Parteichef Sigmar Gabriel spricht. Das kann er. Wenn er, so Gabriel, vor zwanzig Jahren in einen Betrieb gegangen sei, dann war er &#8220;einer von ihnen&#8221;. Heute sei er bloß irgendein beliebiger Politiker. Ich dachte immer, Gabriel war früher Lehrer. &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/12/05/spd-bundesparteitag-tag-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8457" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/12/bpt11_20111205_P1040090.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8434];player=img;" title="bpt11_20111205_P1040090"><img class="size-medium wp-image-8457" title="bpt11_20111205_P1040090" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/12/bpt11_20111205_P1040090-640x427.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Historisches Wahlgerät</p></div>
<p># Parteichef Sigmar Gabriel <a title="Rede des SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel" href="http://www.spd.de/aktuelles/Parteitag_2011/21686/20111205_gabriel_rede.html">spricht</a>. Das kann er. Wenn er, so Gabriel, vor zwanzig Jahren in einen Betrieb gegangen sei, dann war er &#8220;einer von ihnen&#8221;. Heute sei er bloß irgendein beliebiger Politiker. Ich dachte immer, Gabriel war früher Lehrer. Frage mich, wann er mal einen Betrieb besucht hat. Und was hat er dann dort gemacht? Gabriel widerspricht Helmut Schmidt: Wer Visionen habe, solle nicht zum Arzt gehen, sondern zur SPD. Aha. Gabriel macht sich für den Mindestlohn stark. <a title="Wikipedia: Ottmar Schreiner" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ottmar_Schreiner">Ottmar Schreiner</a> wird groß auf der Leinwand eingeblendet. Er guckt. Gabriel redet sich in Rage. Von Kanzlerkandidatur bis Alzheimerforschung wird kein Thema ausgelassen. Mache mir Sorgen um seinen Blutdruck. Anschließend knapp fünf Minuten Standing Ovations. Sigmar kann Trümmermann.</p>
<p># Wahl des Parteivorsitzenden. Abgestimmt wird mittels elektronischem Eingabegerät. Nur eine ungültige Stimme. Technisches Verständnis scheint unter den Delegierten grundsätzlich vorhanden. Das macht Hoffnung für die Abstimmungen zur Netzpolitik und Vorratsdatenspeicherung.</p>
<p># <em>Trendic Topics</em> auf Twitter: &#8220;Sigmar Gabriel&#8221; und &#8220;Gute Besserung&#8221;.</p>
<p># Sigmar Gabriel wird mit knapp 92 % der Stimmen zum Parteivorsitzenden wiedergewählt. Er nimmt die Wahl an und erhält einen Strauß Blumen.</p>
<p># Wahl der stellvertretenden Parteivorsitzenden. Lauter Gewinnerinnen und Gewinner mit Blumensträußen.</p>
<p># Schatzmeisterin gewählt, Verantwortlicher für die Europäische Union gewählt. Blumen über Blumen. Alle sind glücklich und zufrieden. Möglicherweise verfolgt der Vorsitzende des Winzerverbandes das Geschehen mit einem weinenden Auge.</p>
<p># <a title="bjoern-boehning.de" href="http://www.bjoern-boehning.de/">Björn Böhning</a> spricht über die Digitalisierung der Welt. Zahlreiche Delegierte verlassen den Saal. Auch Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach strebt Richtung Ausgang und hält derweil sein Mobiltelefon ans Ohr. Hoffentlich strahlt es nicht schädlich. Buzzwords: Prekäre Arbeitsverhältnisse und digitale Daseinsvorsorge.</p>
<p># <a href="http://blog.mathias-richel.de/">Mathias Richel</a> spricht: 1995 war die SPD mit dem digitalen Ortsverein ganz weit vorn. Das ist lange her. Dafür wird die <a title="spd.de: Antrag Netzpolitik" href="http://www.spd.de/aktuelles/Parteitag_2011/21652/20111205_antrag_netzpolitik_parteitag.html">netzpolitische Grundsatzerklärung</a> einstimmig angenommen.</p>
<p># Was viele Sprecher brauchen: einen Logopäden. Verstehe immerzu &#8220;liebe Sozialdemokraten und Sozialdemokraten&#8221;. Ist aber vielleicht auch richtig verstanden und die SPD ist schon längst Post-Gender.</p>
<p># Generalsekretärin Andrea Nahles bewirbt sich mit Dachdeckermetaphern um Wiederwahl. Mögliche Copy, falls ein Plakat gedruckt werden soll: Andrea klagt. Große Yachten und badengehende Kommunen. Sie krächzt. Huch, schon vorbei. Abstimmung, Sieg, Annahme, wieder Blumen.</p>
<p># Welche Lobbyorganisation keinen Messestand auf dem Parteitag nötig hat: der Verband der Blumenzüchter.</p>
<div id="attachment_8461" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/12/bpt11_20111205_IMG_2830.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8434];player=img;" title="bpt11_20111205_IMG_2830"><img class="size-medium wp-image-8461" title="bpt11_20111205_IMG_2830" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/12/bpt11_20111205_IMG_2830-640x426.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">Sozialdemokratisches Catering in der Presse-Lounge</p></div>
<p># Vom Podium aus wird ein Gast, dessen Namen niemand verstanden hat oder den niemand kennt, begrüßt. Der Applaus fällt erwartungsgemäß verhalten aus. Bin erleichtert, dass dem Unbekannten niemand Blumen überreicht.</p>
<p># Noch 26 Beisitzer zum Vorstand sind zu wählen. Die Kurse an den internationalen Blumenbörsen in Athen (weiße Rosen) und Amsterdam (Tulpen) explodieren.</p>
<p># Juso-Vorsitzender <a title="Wikipedia: Sascha Vogt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sascha_Vogt">Sascha Vogt</a> zieht seine Kandidatur zum Vorstand zurück, da ihm die  nötige Unterstützung der Delegierten fehlt. Er verspricht, die Anliegen der jungen Generation dennoch angemessen zu vertreten. Auch ohne Floristik.</p>
<p># Jetzt geht es um Familienpolitik. Ein Delegierter aus Sachsen ergreift das Wort: &#8220;Sächsisch-Deutsch gibt es auf Kanal 2.&#8221; Verstehe leider nicht, was er sagt, habe keinen Übersetzungskopfhörer. Die familienpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion erinnert daran, dass die SPD war, die einst die Familienpolitik aus dem Dornröschenschlaf erweckte. Muss an <em><a title="Gedöns" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,179268,00.html">Gedöns</a></em> denken.</p>
<p># Nur 17 Beisitzer für den Vorstand im ersten Durchgang gewählt. Alle anderen Kandidaten vorerst gescheitert. Sigmar Gabriel macht klar, dass jeder Landesverband im Vorstand vertreten sein soll. Der Parteitag wird eine halbe Stunde unterbrochen. Hinter den Kulissen wird hektisch nach Blumenvasen gesucht.</p>
<p># Andrea Nahles gibt bekannt, dass mindestens noch drei Frauen in den Vorstand gewählt werden müssen. Bin beruhigt, dass noch keine Quote für Kandidaten mit purpurner Oberbekleidung beschlossen wurde.</p>
<p># DFB-Präsident <a title="Wikipedia: Theo Zwanziger" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theo_Zwanziger">Theo Zwanziger</a> spricht zum Thema Heteronormativität. Ach nee, zum Thema Integration von Migranten.</p>
<p># Änderungsanträge zu Änderungsanträgen von Änderungsanträgen. Gefühlt jedenfalls. Sigmar Gabriel verlässt den Saal, dicht gefolgt von drei Herren mit der dezenten Namensschildaufschrift &#8220;BKA&#8221;.</p>
<p># Schon lange wurden keine dekorativen Blüten mehr übergeben. Vermisse dieses Ritual bereits ein wenig.</p>
<p># Hannelore Kraft beschließt ihre Rede mit <a title="Wikipedia: Glück auf!" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BCckauf">&#8220;Glück auf!&#8221;</a> Wann wird eigentlich gesungen?</p>
<p># Vorstandswahlen sind durch: Frauen und Männer mit und ohne Migrationshintergrund aller Landesverbände vom linken und rechten Parteiflügel sind zufrieden. Besonders die mit pupurnen Kleidungsstücken. Obacht: gewählte Beisitzer erhalten keinen Blumenstrauß. Schatzmeisterin verwirft sogleich den Vorschlag, den Verkauf der parteieigenen Druckereien und Verlagshäuser zugunsten der Finanzierung einer Gärtnerei.</p>
<p># Kurt Beck spricht über irgendwas. Ich kann nicht mehr. Es geht um Gerechtigkeit und Dachdecker. Er scheint gar nicht mehr aufhören zu wollen, dabei steht er hier gar nicht zur Wahl. Bei den <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Bundesparteitag_2011.2">Piraten</a> durfte ja jeder nur eine Minute reden. Allerdings durfte da jeder reden. Das will man auch nicht.</p>
<p># 19 Uhr: Die Erneuerbare-Energien-Lobby schenkt wieder Wein aus. Die Erfahrung vom Vortag zeigt, dass man sich <a title="Fräulein Tessa auf Twitter" href="https://twitter.com/#!/fraeulein_tessa/status/143756942182072320">ranhalten</a> sollte, bevor er wieder aus ist.</p>
<p># Ottmar Schreiner rockt. Es geht um den Wert von Arbeit. Alle sind ein bißchen froh, dass er nicht zur Linkspartei übergelaufen ist.</p>
<p># Olaf Scholz spricht noch einmal für Antragskommission. Der Scholzomat ist geschmeidig geworden. Für seine Verhältnisse jedenfalls. Trotzdem könnte er nun gern zum Ende kommen.</p>
<p># Alles Mögliche wird an irgendeine Kommission überwiesen. Die kümmert sich dann. Hoffentlich wird alles gut. Tag 2 fertig.</p>
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		<title>SPD-Bundesparteitag 2011: Tag 1</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 23:46:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[# 10 Uhr,  großes Gewusel, Delegierte, Gäste und Journalisten drängen in den Saal. Ich treffe den Erfinder des Purpur. Er versucht, mich für die &#8220;frische, starke Zusatzfarbe&#8221; der Partei zu begeistern; ich bin skeptisch. # Parteichef Sigmar Gabriel richtet ein &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/12/05/spd-bundesparteitag-2011-tag-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_8416" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/12/bpt11_20111204_P1040085.jpg" rel="shadowbox[sbpost-8415];player=img;" title="bpt11_20111204_P1040085"><img class="size-medium wp-image-8416" title="bpt11_20111204_P1040085" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/12/bpt11_20111204_P1040085-640x427.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Helmut Schmidt: Erst spricht er, dann raucht er.</p></div>
<p># 10 Uhr,  großes Gewusel, Delegierte, Gäste und Journalisten drängen in den Saal. Ich treffe den Erfinder des <a title="Andrea Nahles und Karsten Göbel zum neuen Erscheinungsbild der Partei" href="http://www.spd.de/aktuelles/Parteitag_2011/21446/20111203_nahles_erscheinungsbild_partei.html">Purpur</a>. Er versucht, mich für die &#8220;frische, starke Zusatzfarbe&#8221; der Partei zu begeistern; ich bin skeptisch.</p>
<p># Parteichef Sigmar Gabriel richtet ein Grußwort an die Anwesenden. Das WLAN funktioniert nicht und Netzwerkkabel gibt es nur an jedem zweiten Arbeitsplatz. Ich bin offline. Gabriel setzt zur großen Lobhudelei auf Helmut Schmidt an. Der Blogger neben mir klatscht ein bißchen zu begeistert, hat aber auch Internet.</p>
<p># Helmut Schmidt hat mit seiner Loki kurz nach dem Krieg nicht nur auf dem Boden kniend Wahlplakate für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands gemalt, sondern kann auch im hohen Alter, vermutlich aus dem Stegreif, eine <a title="Europa-Appell von Altkanzler Helmut Schmidt" href="http://www.spd.de/aktuelles/Parteitag_2011/21518/20111204_rede_schmidt.html">Vorlesung</a> in Europäischer Geschichte und Volkswirtschaftslehre halten. Man könnte eine Stecknadel fallen hören, hört aber lediglich vereinzeltes Handy-Geklingel mit anschließendem Gezische. Es geht um Europa, Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität etc. Eine große Grundsatzrede. Anschließend zehn Minuten stehende Ovationen und eine Zigarette für den Altkanzler. Als Schmidt noch Kanzler war, hat die Partei ihn nicht geliebt, heute ist er ihr Orakel. Was sagt das über die SPD aus?</p>
<p># Wie sie alle dastehen, die Delegierten, mit ihren schlecht sitzenden Anzügen. Sie erinnern mehr an die Vertriebstagung eines Strukturvertriebs.</p>
<p># NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sagt: „Lieber Helmut Schmidt, Du hast uns wieder Richtung gegeben.“ Helmut Schmidt ist kein Orakel, in diesem Moment ist er Gott. Ich schäme mich ein bißchen fremd für die Partei. Anschließend ausufernde Grüße an diese und jene mit anschließender Verlesung der Namen von verstorbenen Parteimitgliedern. Dann die kürzeste Schweigeminute aller Zeiten und die Forderung nach Regulierung von diesem und jenem. Jedoch nicht nach der Regulierung der Länge von Schweigeminuten.</p>
<p># Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg <a title="Rede von Jens Stoltenberg, Vorsitzender der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Norwegens und Ministerpräsident von Norwegen" href="http://www.spd.de/aktuelles/Pressemitteilungen/21542/20111204_rede_jens_stoltenberg.html">spricht</a> über Demokratie etc. Das macht er gut.</p>
<p># In der Mittagspause gibt es Hot Dogs für drei Euro und Mineralwasser für 3,50 Euro. Ist das sozialdemokratisch? Dafür verteilt ein gutgelaunter promovierter Mitarbeiter eines Atomkonzerns gratis Speiseeis. Überhaupt finden sich im Vorraum unzählige Messestände von Lobbyisten: Auto, Versicherung, Pharma, Tabak, Telekommunikation und Energie. Kaum eine Branche fehlt.</p>
<p># Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz spricht über Gerechtigkeit. Niemanden scheint das zu interessieren. Die Unruhe im Saal ist die größte.</p>
<p># Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier ist heiser. Er freut sich, dass die Teilnehmer des Bundesparteitages am 2. Advent auch nichts besseres vorhatten. Auch er <a title="Rede Frank-Walter Steinmeier beim SPD-Bundesparteitag" href="http://www.spd.de/aktuelles/Pressemitteilungen/21572/20111204_rede_steinmeier.html">spricht</a> über Europa und macht das viel besser als noch vor wenigen Jahren. Seine Lieblingswendung: &#8220;Ich will gar nicht darüber reden, dass …&#8221; Und redet dann doch immerzu davon. Seine Heiserkeit nimmt weiter zu. Nach fast einer Stunde kommt er endlich zum Schluss. Es gibt ordentlichen Applaus.</p>
<p># &#8220;Helmut Schmidt&#8221; ist mittlerweile <em>Trendic Topic</em> auf Twitter. Aber auch &#8220;Thomas Gottschalk&#8221;. Über Personalfragen entscheidet der Parteitag jedoch erst am Montag.</p>
<p># Ein Vertreter der SPD-Senioren spricht über die Regulierung der Finanzmärkte. Eine Frau aus dem Zuschauerbereich springt währenddessen als einzige mehrfach von ihrem Platz auf, nickt heftig und klatscht euphorisch – die Hände über ihrem Kopf. Ansonsten herrscht routiniertes Desinteresse.</p>
<p># Hans Eichel lobt schweizer Zentralbank. Euphorische Klatscherin klatscht noch immer. Sie verdreht ihre Augen extatisch. Es ist sehr heiß im Saal. Erwarte jeden Moment einen Regentanz von ihr.</p>
<p># Vorbereitung auf Rot-Grün: In der „Halle für alle“ sitzen zwei Sozialdemokratinnen und stricken eifrig.</p>
<p># 400 Änderungsanträge zum <em>Organisationspolitischen Grundsatzprogramm</em>. Man möchte kein Delegierter sein. Jetzt ganz besonders nicht. Am Stand der Erneuerbare-Energie-Lobby wird Wein ausgeschenkt. Ein paar abgehalfterte Parteigranden erfreuen sich an ihm.</p>
<p># Dieses und jenes.</p>
<p># Was man auch nicht mehr hören kann: „Genossinnen und Genossen“. Was man nicht mehr sehen mag: Purpur. Vor dem Hintergrund der Nuancen zwischen Rot und Violett wirken die Redner wie vor einem <a title="Wikipedia: Bluescreen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bluescreen-Technik">Bluescreen</a>. Irgendwie hilflos, unvollständig, hineinmontiert.</p>
<p># Auf dem Podium beglückt uns ein Sprecher mit der Wendung „politische Masturbation“. Die Gebärdenspracheübersetzung ist eindeutig.</p>
<p># Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck spricht sich für die Erhaltung der Schöpfung aus. Der Saal leert sich derweil. Das Personal am Erneurbare-Energie-Stand gibt bekannt, dass die Genossen den für drei Tage eingeplanten Weinvorrat bereits am ersten Abend vollständig geleert haben.</p>
<p># 22.30 Uhr: Abstimmung über Lärmschutz. Der Redner beklagt die Aufhebung des Nachtflugverbots über Frankfurt. Während die Delegierten dazu verdammt sind, tapfer auszuharren, ist ein Großteil der Besucher bereits auf dem Heimflug.</p>
<p># 23 Uhr. Ende. Uff.</p>
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		<title>9/11</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 10:52:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[9/11]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 11. September in den Konferenzraum gerufen worden und live im TV gesehen, wie das zweite Flugzeug in das Hochhaus flog etc. In den Wochen danach diese Bilder immer und immer wieder gesehen und nicht gewusst, wie sich die Welt &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/09/11/911/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/09/monitore_1_201109061.jpg" rel="shadowbox[sbpost-7885];player=img;" title="monitore_1_20110906"><img class="alignnone size-medium wp-image-7890" title="monitore_1_20110906" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/09/monitore_1_201109061-640x426.jpg" alt="Defekter Monitor" width="640" height="426" /></a></p>
<p>Am 11. September in den Konferenzraum gerufen worden und live im TV gesehen, wie das zweite Flugzeug in das Hochhaus flog etc. In den Wochen danach diese Bilder immer und immer wieder gesehen und nicht gewusst, wie sich die Welt danach verändern würde.</p>
<p>Zehn Jahre später der beklemmende Gedanke, dass die Terroristen ihr Ziel erreicht haben, während die Vermieterin des Attentäters im Fernsehen Anekdoten im Duktus der Klofrau der Beatles erzählt.</p>
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		<title>Norwegen</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jul 2011 04:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jetzt ist schon wieder etwas passiert. In den Redaktionen werden umgehend Agenturmeldungen mit gefühlten Beobachtungen angereichert, Medien verlieren sich in Mutmaßungen. Binnen Stunden werden die ersten Experten interviewt und im Internet soziale Netzwerke nach Tätern und Motiven durchforstet. Aber im &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/07/23/norwegen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt ist schon wieder etwas passiert. In den Redaktionen werden umgehend Agenturmeldungen mit gefühlten Beobachtungen angereichert, Medien verlieren sich in Mutmaßungen. Binnen Stunden werden die ersten Experten interviewt und im Internet soziale Netzwerke nach Tätern und Motiven durchforstet. Aber im Grunde wissen wir gar nichts.</p>
<p>Und bereits in wenigen Monaten wird auch dieses Unglück wieder <a title="Japan" href="http://boschblog.de/2011/03/12/japan/">vergessen</a> sein. Die nächste, dann noch neuere Katastrophenmeldung folgt garantiert. <a title="Alles macht weiter" href="http://boschblog.de/2011/06/22/rolf-dieter-brinkmann-alles-macht-weiter/">Alles macht weiter.</a></p>
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		<title>Die Insignien der Macht</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 09:48:57 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[grüner Stift]]></category>
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		<category><![CDATA[Ministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibblockade]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Tag im Mai: Bäumchen wechsle dich. Auf den Fluren des Ministeriums herrscht geschäftiges Treiben, Namensschilder an den Bürotüren der oberen Etagen werden ausgetauscht. Wieder einmal erhält ein neuer Minister zur Begrüßung einen Blumenstrauß. Fotografen der großen Agenturen halten den &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/05/13/die-insignien-der-macht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/05/gruen_1_110513.jpg" rel="shadowbox[sbpost-5935];player=img;" title="gruen_1_110513"><img class="alignnone size-medium wp-image-5938" title="gruen_1_110513" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/05/gruen_1_110513-640x426.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a></p>
<p>Ein Tag im Mai: Bäumchen wechsle dich. Auf den Fluren des Ministeriums herrscht geschäftiges Treiben, Namensschilder an den Bürotüren der oberen Etagen werden ausgetauscht. Wieder einmal erhält  ein neuer Minister zur Begrüßung einen Blumenstrauß. Fotografen der großen Agenturen halten den Amtsantritt möglichst vorteilhaft im <a href="http://bmg.bund.de/service/medien.html?tx_bmgmedia_pi1%5Bcontent%5D=8985&amp;tx_bmgmedia_pi1%5Bcontroller%5D=Page&amp;cHash=56b2f192b807bb02ec1a2c23fb86871a">B</a>ilde fest, danach geht alles wieder seinen gewohnten Gang. Der Apparat funktioniert.</p>
<p>Die wahren Insignien der Macht sind preiswert – sie kosten nur ein paar Cent das Stück. Auf dem Schreibtisch des neuen Ministers liegt ein Dutzend billiger <a title="spiegel.de: Roter Strich" href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9093842.html">grüner</a> Kugelschreiber bereit. Der Herr des Hauses verleiht seinen Anmerkungen in umlaufenden Akten mit dieser Farbe besonderes Gewicht.</p>
<p>Ich besitze übrigens auch einen grünen Kugelschreiber. Nicht, dass mein geschriebenes Wort in einer kafkaesken Bürokratie etwas gälte;  vielmehr ist er ein Andenken an einen angenehmen Abend: Mit diesem Stift hat nämlich einst <a title="Wikipedia: Max Goldt" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Goldt">Max Goldt</a> ein Buch signiert (und auch umgekehrt habe ich – etwas übermütig – mit diesem Max Goldt <a title="Es ist da - also praktisch" href="http://boschblog.de/2010/09/15/es-ist-da-also-praktisch/">ein Buch</a> signiert.) In besonders schweren Fällen von <a title="Moleskine Hoffnungen" href="http://boschblog.de/2008/02/27/moleskine-hoffnungen/">Schreibblockade</a> erhoffe ich mir, dass ein Fünkchen Inspiration des Meisters durch die Weihung des Kugelschreibers auf mich überspringen möge. Bislang blieb mein Warten jedoch vergebens.</p>
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		<title>1. Mai</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 19:01:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1. Mai 2011, Berlin-Kreuzberg. Erneut stellt sich die Frage: Was hat die Arbeiterbewegung uns je gebracht? Also, einmal abgesehen von überfüllten Straßenfesten mit wummernder Krachmusik, schalem Bier aus Plastikbechern zu überhöhten Preisen sowie minderwertigen Fleischprodukten in pappigen Brötchen und ein paar &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/05/01/1-mai/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_5833" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/05/1mai_20110501_P1030674.jpg" rel="shadowbox[sbpost-5832];player=img;" title="1mai_20110501_P1030674"><img class="size-medium wp-image-5833 " title="1mai_20110501_P1030674" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/05/1mai_20110501_P1030674-640x426.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">1. Mai 2011, Berlin-Kreuzberg</p></div>
<p><a title="Wikipedia: Erster Mai" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Mai">1. Mai</a> 2011, <a title="Wikipedia: Erster Mai in Kreuzberg" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Mai_in_Kreuzberg">Berlin-Kreuzberg</a>. Erneut stellt sich die Frage: Was hat die <a title="Wikipedia: Arbeiterbewegung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeiterbewegung">Arbeiterbewegung</a> uns je gebracht? Also, einmal abgesehen von überfüllten Straßenfesten mit wummernder Krachmusik, schalem Bier aus Plastikbechern zu überhöhten Preisen sowie minderwertigen Fleischprodukten in pappigen Brötchen und ein paar entglasten Bankfilialen?</p>
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		<title>Was treibt sie eigentlich an?</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Mar 2011 08:58:39 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Hunderttausende sind an diesem sonnigen Samstag in ganz Deutschland auf der Straße. &#8220;Für dezentralisierte regenerative Energie&#8221; steht auf ihren Schildern und Transparenten – oder etwas kampagnenfähiger: &#8220;Ohne Meiler ist geiler!&#8221; Für die gute Sache wird auch schon mal der eine &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/03/27/was-treibt-sie-eigentlich-an/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/03/trommelfrau-20110326.jpg" rel="shadowbox[sbpost-5644];player=img;" title="trommelfrau-20110326"><img class="alignnone size-medium wp-image-5645" title="trommelfrau-20110326" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/03/trommelfrau-20110326-640x426.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a></p>
<p>Hunderttausende sind an diesem sonnigen Samstag in ganz Deutschland auf der Straße. &#8220;Für dezentralisierte regenerative Energie&#8221; steht auf ihren Schildern und Transparenten – oder etwas kampagnenfähiger: &#8220;Ohne Meiler ist geiler!&#8221; Für die gute Sache wird auch schon mal der eine oder andere für den Alltag zu lustige Hut herausgeholt und ein schräges Lied gesungen. Niemand denkt dabei daran, dass Musik auch Umweltverschmutzung sein kann. Das Ganze gerät schnell zum Happening. Die Lage ist ernst, aber was uns bleibt, ist immer noch der Humor.</p>
<p>Was aber macht die gut gekleidete Frau mit den langen braunen Haaren, der riesigen Umhängetasche und den hohen Stiefeln mit der großen Pauke vor ihrem Oberkörper? Nie zuvor hörten wir jemanden, der so unrhythmisch auf das Schlagwerk eingedroschen hat, wie sie. Immer wieder lässt sie sich in der Menschenmenge zurückfallen, um kurz darauf wieder in schnellerem Gehtempo an die Spitze des Demonstrationszuges zu gelangen. Nur wenn sie sich eine Zigarette dreht, pausiert sie kurz mit der Bearbeitung ihrer Trommel. Sie marschiert ganz allein und trommelt weder laut noch schön. Was treibt sie eigentlich an?</p>
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		<title>Wo Wolfgang Schäuble gern Kaffee trinken geht: Balzac Coffee</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 22:15:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Filiale von Balzac Coffee im Hamburger Univiertel Bundesminister des Inneren Dr. Wolfgang Schäuble: &#8220;Ich möchte Kaffee trinken.&#8221; Adjutant Dr. Taschenträger: &#8220;Ich kenne hier in der Nähe ein sehr schönes Café namens Balzac Coffee. Sie werden sich dort bestimmt wohlfühlen, Herr &#8230; <a href="http://boschblog.de/2008/04/17/wo-wolfgang-schaeuble-gern-kaffee-trinken-geht-balzac-coffee/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://flickr.com/photos/60716703@N00/2413926255/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3246/2413926255_922e82f05e.jpg" alt="Balzac Coffee" align="top" height="375" width="500" /></a><br />
<small>Filiale von Balzac Coffee im Hamburger Univiertel</small></p>
<p>Bundesminister des Inneren Dr. <a href="http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Wolfgang_Sch%C3%A4uble" title="mein-parteibuch.com: Wolfgang Schäuble">Wolfgang Schäuble</a>: &#8220;Ich möchte Kaffee trinken.&#8221;<br />
Adjutant Dr. Taschenträger: &#8220;Ich kenne hier in der Nähe ein sehr schönes Café namens <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Balzac_Coffee#Sonstiges" title="Wikipedia: Balzac Coffee">Balzac Coffee</a>. Sie werden sich dort bestimmt wohlfühlen,  Herr Minister.&#8221;<br />
Wolfgang: &#8220;Ist es weit?&#8221;<br />
Adjutant: &#8220;Nein, ganz nah, es liegt nur wenige Umdrehungen entfernt.&#8221;<br />
Wolfgang: &#8220;Ist es auch sicher dort?&#8221;<br />
Adjutant: &#8220;Sehr sicher, dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Alle Kunden werden während ihres Aufenthalts dort <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,546993,00.html" title="Spiegel Online: Café-Kette Balzac filmte rechtswidrig Kunden">videoüberwacht</a>. Das Café verfügt über modernste Technik. Die aufgezeichneten Bilder werden sofort mit den biometrischen Reisepassdaten abgeglichen. Sollte ein vermeintlicher Terrorist einen Latte macchiato halbfett mit Sojamilch bestellen, wird vollautomatisch die GSG9 alarmiert. Die Türen verriegeln sich selbsttätig bis zum Eintreffen der Einsatztruppe.&#8221;<br />
Wolfgang: &#8220;Mhh.&#8221;<br />
Adjutant: &#8220;Dieses Café hat den Förderpreis für Staatssicherheit des Bundesministeriums für Inneres 2007 und 2008 gewonnen und ist offizieller Sponsor der Innenministerien aller CDU-regierten Bundesländer.&#8221;<br />
Wolfgang: &#8220;Auch von Hamburg, da <a href="http://www.abendblatt.de/daten/2008/04/16/870079.html" title="Hamburger Abendblatt: CDU und GAL grundsätzlich einig">regieren</a> doch demnächst die Grünen?&#8221;<br />
Adjutant: &#8220;Gerade in Hamburg. Hier wurde das Balzac-Imperium schließlich ins Leben gerufen. Es besteht ein direkter Draht zu Innensenator <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Nagel" title="Wikipedia: Udo Nagel">Nagel</a> in Form eines beidseitigen Techniktransfers. Dank des Einsatzes der Videotechnik in der Kaffeehauskette konnte die <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,373529,00.html" title="Spiegel Online: Videoüberwachung im Rotlichtbezirk">Videoüberwachung</a> der gesamten Ausgehmeile rund um die Reeperbahn sowie großer Teile des alternativen Stadtteils St. Georg sichergestellt werden.&#8221;<br />
Wolfgang: &#8220;Das gefällt mir. Was gibt es sonst über diesen Coffeeshop zu berichten?&#8221;<br />
Adjutant: &#8220;Eigentlich sollte es ja noch ganz vertraulich bleiben, aber <a href="http://www.abendblatt.de/daten/2005/06/22/450541.html" title="Hamburger Abendblatt: Vanessa Kullmann und ihre Coffeeshop-Kette">Vanessa Kullmann</a>, die Unternehmensgründerin, berichtete mir, dass die Hauptabteilung &#8220;Aufklärung&#8221; der Cafékette gerade dabei ist, einen Geschirrspüler zu entwickeln, der auf den benutzten Kaffeetassen sowohl die von den Kunden hinterlassenen Fingerabdrücke einliest als auch deren DNA-Spuren speichert. Die gesammelte Datenmaterial wird dem Innenministerium selbstredend zugänglich gemacht.&#8221;<br />
Wolfgang: &#8220;Und gibt es bei Balzac Coffee auch W-LAN?&#8221;<br />
Adjutant: &#8220;Selbstverständlich kann man dort kabellos im Internet surfen. Sobald sich ein Besucher des Coffeeshops in das Netz einwählt, wird automatisch der <a href="http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Bundestrojaner" title="mein-parteibuch.com: Bundestrojaner">Bundestrojaner</a> installiert.&#8221;<br />
Wolfgang: &#8220;Ganz wunderbar, gefällt mir sehr, diese Frau Kullmann. Vielleicht sollte ich sie zu meiner neuen Staatssekretärin machen. Gibt es auch etwas Negatives zu berichten?&#8221;<br />
Adjutant: &#8220;Kürzlich klagte ein Kunde der Kaffeekette gegen die Videoüberwachung. Die Entrüstung darüber hielt sich jedoch nur sehr kurz und ebbte ab, nachdem das Unternehmen vorgab, die Videokameras umgehend zu entfernen. Die Kunden hielten dem Unternehmen die Treue, allen voran die Kreisverbände der Jungen Union und die Neigungsgruppe &#8220;Big Brother&#8221;. Nach und nach kamen auch die alten Stammkunden zurück, sodass der Wahl Frau Kullmanns zur <a href="http://archiv.mopo.de/archiv/2008/20080414/hamburg/politik/so_gruendete_die_hamburgerin_ihr_kaffee_imperium.html" title="Hamburger Morgenpost: So gründete die Hamburgerin ihr Unternehmensimperium">&#8220;Unternehmerin des Jahres&#8221;</a> auch diesem Jahr nichts mehr im Wege steht. Ist ja auch alles halb so schlimm, wie das Unternehmen seinen Kunden auf Anfrage <a href="http://lanu.blogger.de/stories/1100214/" title="lanu: Post von Balzac Coffee zu den Überwachungskameras">mitteilte</a>. Selbstverständlich wurden mittlerweile in allen Filialen Videokameras mit modernster Nanotechnologie installiert, die für das menschliche Auge nicht mehr zu erkennen sind. Schließlich muss die <a href="http://archiv.mopo.de/archiv/2008/20080414/hamburg/politik/geheime_kameras_im_coffee_shop.html" title="Hamburger Morgenpost: Geheime Kameras im Coffee Shop">Überwachung</a> weitergehen.&#8221;<br />
Wolfgang: &#8220;Taschenträger, machen Sie mir einen Termin mit der Dame, ich muss sie unbedingt kennenlernen.&#8221;<br />
Adjutant: &#8220;Sehr wohl, Herr Minister.&#8221;</p>
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		<title>Verhinderter Bärendienst: Horst Köhler kommt nicht an sein Ziel &#8211; und das ist auch gut so.</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Nov 2007 19:27:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[Flugbereitschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Horst Köhler]]></category>
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		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Photo: global jet Der Präsident ist enttäuscht, gar zornig ist er. Er hat sein Ziel nicht erreicht. Nicht dass es an seiner unbegrenzt scheinenden Kompetenz oder gar an dem begrenzten Einfluss seines Amtes läge. Höhere Mächte hielten ihn davon ab, &#8230; <a href="http://boschblog.de/2007/11/02/verhinderter-baerendienst/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2445" title="brd_flugzeug" src="http://www.boschblog.de/wp-content/uploads/2007/11/brd_flugzeug.jpg" alt="" width="640" height="427" /><br />
<small>Photo: <a title="flickr-Seite von global jet" href="http://www.flickr.com/photos/global-jet/">global jet</a></small></p>
<p>Der Präsident ist enttäuscht, gar zornig ist er. Er hat sein Ziel nicht erreicht. Nicht dass es an seiner unbegrenzt scheinenden Kompetenz oder gar an dem begrenzten Einfluss seines Amtes läge. Höhere Mächte hielten ihn davon ab, zu tun, was ein Mann in seiner Position tun muss. Also kann er heute keine Wortteppiche über sein Volk ausbreiten und auch keine Hände schütteln. Das einzige, was heute geschüttelt wird, ist das Haupt des Oberhauptes. Denn heute, er ist sich seiner ganz sicher, hätte er bestimmt seine persönliche <a title="wikipedia: Ruckrede" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ruckrede">Ruckrede</a> gehalten, auf die alle schon so lange gewartet haben. Der Jubel seiner nun vergeblich auf ihn wartenden Untertanen und anwesenden Pressevertreter wäre ihm gewiss gewesen, und dem als kühl empfundenen obersten Repräsentanten unseres Staates wären die Herzen zugeflogen.</p>
<p>Dazu sollte es nicht kommen, denn der Präsident kommt nicht von der Stelle. Eigentlich sind es gar keine höheren Mächte, die ihn an der Ausübung seines Amtes hindern, sondern ein banaler <a title="Süddeutsche Zeitung: Marode Flugzeuge der Bundeswehr - Köhler kommt zu spät" href="http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/676/140379/">Defekt</a> an einer Maschine der Flugbereitschaft der Bundeswehr. Dieser verhindert sein Kommen zur Verleihung des <a title="wikipedia: Deutscher Umweltpreis" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Umweltpreis">Deutschen Umweltpreises</a>.<a title="wikipedia: Deutscher Umweltpreis" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Umweltpreis"><br />
</a></p>
<p>Mit dem Flugzeug zur Verleihung eines Umweltpreises zu fliegen, so dachte sich das widerspenstige Flugzeug, ist genauso absurd, wie mit einem Panzer zur Verleihung eines Friedenspreises zu fahren,  und verweigerte kurzerhand den <a title="wikipedia: Bärendienst" href="http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4rendienst">bärendienstlichen</a> Beförderungsbefehl aus Gewissensgründen.</p>
<p>Das Bundespräsidialamt hat mittlerweile die Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen und teilte mit, dass der Präsident künftig verstärkt die Dienste der streikenden Lokführer in Anspruch nehmen werde, um seine Termine zu verpassen &#8211; der Umwelt zuliebe.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p>Nachsatz: Ich bin natürlich auch für den Austausch der betagten Maschinen der Flugbereitschaft &#8211; bevor noch ein Volksvertreter vom Himmel fällt. Schließlich sind auch sie ein bewahrenswerter Teil der Schöpfung.</p>
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		<title>Schwarz-Grün kommt in Hamburg</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Oct 2007 18:25:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>

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		<description><![CDATA[Kommt Schwarz-Grün in Hamburg? Die Zeichen dafür stehen gut. Zur Vorbereitung hat der Kreisverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN GAL Nord schon einmal die Tageszeitung Die Welt abonniert. Das konservative publizistische Flaggschiff aus dem Hause Axel Springer könnte helfen, die Mitglieder der &#8230; <a href="http://boschblog.de/2007/10/05/schwarz-gruen-kommt-in-hamburg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/60716703@N00/1491227534/" title="flickr: GAL Nord mit Welt-Abo"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1235/1491227534_a5ff1a3000.jpg" title="GAL Nord mit Welt-Abo" alt="GAL Nord mit Welt-Abo" align="top" height="500" width="375" /></a></p>
<p>Kommt Schwarz-Grün in Hamburg? Die Zeichen dafür stehen gut. Zur Vorbereitung hat der Kreisverband <a href="http://www.galnord.de/27639.0.html" title="BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN GAL Nord">BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN GAL Nord</a> schon einmal die Tageszeitung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Welt" title="wikipedia: Die Welt">Die Welt</a> abonniert. Das konservative publizistische Flaggschiff aus dem Hause <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Springer_AG" title="wikipedia: Axel Springer AG">Axel Springer</a> könnte helfen, die Mitglieder der sogenannten Ökopartei auf eine Koalition mit der CDU ideologisch einzuschwingen.</p>
<p>Der Posten des Innensenators <a href="http://blog.gruenejugendhamburg.de/blog/2007/10/05/pest-oder-cholera-die-frage-hinter-den-nagel-spekulationen/" title="Grüne Jugend-Hamburg: Pest oder Cholera - Die Frage hinter den Nagel-Spekulationen">könnte bald frei werden</a>, falls der auf einen Ruf aus seiner Heimat Bayern wartende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Nagel" title="wikipedia: Udo Nagel">Udo Nagel</a> Hamburg tatsächlich verlassen sollte. In der Hansestadt gibt es schließlich nicht mehr viel für ihn zu tun. Die Stadt kann man dank seiner tatkräftigen Entwicklungshilfe nun bis auf den letzten Winkel per Video überwachen &#8211; und ein gelegentlicher Blick auf den Monitor dürfte bei dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pfeifenraucher_des_Jahres" title="wikipedia: Pfeifenraucher des Jahres">Pfeifenraucher des Jahres 2004</a> auch in München Verzückungen hervorrufen.</p>
<p>Die Grünen brauchen im Prinzip nur noch zuzugreifen. Die Macht hängt sozusagen an der Türklinke.</p>
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		<title>Hamburger CDU will Studiengebühren verbessern</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Aug 2007 15:40:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[In der heutigen Ausgabe der Morgenpost wurden die in Hamburg zur Wahl stehenden Parteien nach ihren Lösungsansätzen zu den drängensten Problemen der Stadt befragt. Besonders interessant ist, dass die CDU mit den 40 Mio. Euro Einnahmen aus Studiengebühren die Lern- &#8230; <a href="http://boschblog.de/2007/08/07/hamburger-cdu-will-studiengebuehren-verbessern/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="flickr: Hamburger Morgenpost vom 07.08.2007" href="http://www.flickr.com/photos/60716703@N00/1040842972/"><img title="Hamburger Morgenpost vom 07.08.2007" src="http://farm2.static.flickr.com/1343/1040842972_a6ea0b1d40.jpg" alt="Hamburger Morgenpost vom 07.08.2007" width="500" height="375" align="top" /></a></p>
<p>In der heutigen Ausgabe der <a title="MOPO: Was ist das drängenste Problem in Hamburg?" href="http://www.mopo.de/2007/20070807/hamburg/politik/was_ist_das_draengendste_problem_in_hamburg.html">Morgenpost</a> wurden die in Hamburg zur Wahl stehenden Parteien nach ihren Lösungsansätzen zu den drängensten Problemen der Stadt befragt. Besonders interessant ist, dass die CDU mit den 40 Mio. Euro Einnahmen aus Studiengebühren die Lern- und Studiengebühren verbessern will.</p>
<p>Wäre dieser Lösungsansatz eine Suppe, <a title="wikipedia: alfredissimo!" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alfredissimo">Alfred Biolek</a> würde sie als sehr interessant bezeichnen.</p>
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