Immer nie am Meer

Ich, Rügen, 2008.

Einen kurzen Moment davon träumen, frische Luft zu inhalieren, den Blick in die Ferne schweifen zu lassen und dem Rauschen der Wellen zu lauschen etc. Dann plötzlich vom Lärm des Müllwagens vor dem Fenster geweckt werden. Gierig verschlingt er meinen Abfall und presst ihn zusammen, nimmersatt. Das Meer ist nur wenige hundert Kilometer entfernt und doch erscheint es unerreichbar. Sodann sisyphosgleich damit fortfahren, die Tonnen wieder zu befüllen, in der kommenden Woche erneut vom Krach des Müllfahrzeugs geweckt werden und auf das Abschmelzen der Polkappen warten, damit das Meer zu mir kommt.

Warenwelten #9: Touristenbedarf

Touristenbedarf

Verkäufer: “Guten Tag, womit kann ich Ihnen helfen?”
Kunde: “Ich habe den Wunsch, einem tatsächlichen Mangel Abhilfe zu schaffen.”
Verkäufer: “Worin genau besteht denn Ihr Mangel?”
Kunde: “Souvenirs, Food, Sweets & more …”
Verkäufer: “Steht hinter Ihrem Bedürfnis auch die nötige Kaufkraft?”
Kunde: “Ja.”

… für alle, die sich schon immer die Frage stellten, wie man im  Fachhandel für Tourismusbedarf miteinander ins Geschäft kommt.

___
Weitere Beiträge aus der Rubrik “Warenwelten”.

München

München
München, 7. August 2010

München, ehemals Weltstadt mit Herz. Mal auf den Spuren König Ludwigs I., mal im Jüdischen Museum. Worte, die ich hier immer wieder sage, weil sie gut klingen, meine jeweilige Begleitung aber fast in den Wahnsinn treiben: mal Hacker-Pschorr, mal Oachkatzlschwoaf. Immer Sonnenschein, Surfer auf der Eisbachwelle und Bier im Englischen Garten etc.

Ich denke, dass alles immer so weitergehen müsse, aber das tut es naturgemäß nicht.