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	<title>boschblog.de &#187; Sport</title>
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	<description>Weblog für angewandte Alltagskultur und Unzulänglichkeiten menschlichen Daseins</description>
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		<title>Pingpong</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 20:29:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Ich möchte drei Monate lang sturzbetrunken sein. Und dann einfach explodieren.&#8221; (Gérard Depardieu) Autofahren und Seiltanzen sind nach dem Genuss von mehreren Bieren und Wodkas nicht sonderlich gesellschaftsfähig. Wohl aber Tischtennisspielen. Plötzlich spürt man ganz ungefährlich, wie betrunken man eigentlich ist. &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/07/09/pingpong/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/07/pingpong_1_20110115.jpg" rel="shadowbox[sbpost-6767];player=img;" title="pingpong_1_20110115"><img class="alignnone size-medium wp-image-6768" title="pingpong_1_20110115" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/07/pingpong_1_20110115-640x549.jpg" alt="" width="450" height="386" /></a></p>
<p style="text-align: right;"><em><span style="font-size: 13px; line-height: 19px;">&#8220;Ich möchte drei Monate lang sturzbetrunken sein.<br />
Und dann einfach explodieren.&#8221;<br />
(Gérard Depardieu)</span></em></p>
<p>Autofahren und Seiltanzen sind nach dem Genuss von mehreren Bieren und Wodkas<br />
nicht sonderlich gesellschaftsfähig. Wohl aber <a href="http://boschblog.de/2011/01/04/tischtennis/">Tischtennisspielen</a>. Plötzlich spürt man<br />
ganz ungefährlich, wie betrunken man eigentlich ist. Überhaupt sollten viel mehr Partys<br />
mit Pingpongplatten ausgestattet sein.</p>
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		<title>Schwalbe</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jun 2011 12:03:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Sammelalbum aus dem letzten Jahr nicht voll bekommen und trotzdem schon wieder eine Fußball-WM im Lande. Die Stimmung ist eine ganz andere als damals. Wer nicht aufmerksam genug ist, bemerkt gar nicht, dass ein Turnier stattfindet: Keine Deutschland-Flaggen an &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/06/26/schwalbe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/06/schwalbe_1_20110306.jpg" rel="shadowbox[sbpost-6565];player=img;" title="schwalbe_1_20110306"><img class="alignnone size-medium wp-image-6562" title="schwalbe_1_20110306" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/06/schwalbe_1_20110306-640x426.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a></p>
<p>Das <a title="bosch sammelt Fußballbildchen." href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/06/sammelbilder.jpeg" rel="shadowbox[sbpost-6565];player=img;">Sammelalbum</a> aus dem <a title="Fernsehschirm" href="http://boschblog.de/2010/06/27/fernsehschirm/">letzten</a> Jahr nicht voll bekommen und trotzdem schon wieder eine Fußball-WM im Lande. Die <a title="Stimmung, 03.07.2010" href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/06/stimmung_7_20100703.jpg" rel="shadowbox[sbpost-6565];player=img;">Stimmung</a> ist eine ganz andere als damals. Wer nicht aufmerksam genug ist, bemerkt gar nicht, dass ein Turnier stattfindet: Keine Deutschland-Flaggen an Autotüren, keine Vuvuzelas.</p>
<p>Und ehe man sich versieht, sind die <a title="Wikipedia: Schwalbe (Fußball)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schwalbe_(Fu%C3%9Fball)">Schwalben</a> <a title="Wikipedia: Schwalbe (Vogel), en" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Swallow">weitergezogen</a>.</p>
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		<title>Tischtennis</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Jan 2011 00:17:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Während meine Begleitung eine der Sportlichsten ist, scheitere ich bei Trivial Pursiut an den Fragen der Kategorie Orange. Lediglich im Tischtennis habe ich den Hauch einer Chance gegen sie. Dies allerdings nur, weil ich noch immer von den geschickten Aufschlagsvarianten &#8230; <a href="http://boschblog.de/2011/01/04/tischtennis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4024" class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/01/tischtennisplatte_20110101.jpg" rel="shadowbox[sbpost-4023];player=img;" title="tischtennisplatte_20110101"><img class="size-medium wp-image-4024" title="tischtennisplatte_20110101" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2011/01/tischtennisplatte_20110101-640x426.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a><p class="wp-caption-text">Humannplatz, Berlin-Prenzlauer Berg</p></div>
<p>Während meine Begleitung eine der Sportlichsten ist, scheitere ich bei Trivial Pursiut an den Fragen der Kategorie Orange. Lediglich im Tischtennis habe ich den Hauch einer Chance gegen sie. Dies allerdings nur, weil ich noch immer von den geschickten Aufschlagsvarianten mit viel Seitendrall profitiere, die ich in meiner Jugend erlernte, in der ich diese Rückschlagsportart einst in der Kreisliga ausübte.</p>
<p>Häufig gehen wir im Sommer zu der Betonplatte im Park nebenan. Obwohl sie viel weniger Freude am Tischtennis hat als ich, springt sie über ihren Schatten und tut dies mir zum Gefallen. Später wird mir klar, dass ich dies umgekehrt hätte auch häufiger machen sollen. Warum nicht einfach mal zusammen <a href="http://boschblog.de/2009/09/01/ueber-das-laufen/">Laufen</a> gehen oder sogar ganz verrückte Dinge wie <a href="http://boschblog.de/2009/11/29/vom-lindy-hop-zum-fischmarkt/">Tanzen</a>? Mit ihr wäre das alles sicher ganz schön gewesen; aber meine Angst, dass sie mir davon liefe oder ich auf dem Parkett eine zu ungelenke Figur machte, war zu groß.</p>
<p>Ausgerüstet mit unserem Tischtennisequipment, zu dem neben zwei recht miesen Schlägern und einem oft willkürlich abspringenden Ball immer auch zwei Flaschen Augustiner Helles gehören, suchen wir die Sportstätte unseres Vertrauens auf. Die Platte ist jedoch bereits belegt: eine größere Gruppe junger Männer spielt <a title="Erklärung Rundlauf" href="http://spiele.klausvogler.de/0e3c.htm">Rundlauf</a>. Wir lassen uns gern dazu einladen; kommen aber beide meist nicht besonders weit, da zwei der Spieler die Kunst des Schmetterns beherrschen, was übrigens früher – als Tischtennis noch Ping Pong hieß – wegen der möglichen Verletzungsgefahr verboten war. Es ist nicht schlimm, vorzeitig aus dem Turnier zu scheiden, gibt dies uns doch die willkommene Gelegenheit, an diesem heißen Tag ein Schluck kühles Bier zu trinken.</p>
<p>Aus dem Nichts heraus gesellt sich ein Mädchen mit einem Dosenbier in der Hand zu der Runde. Sie macht einen desolaten Zustand; spricht sehr leise und undeutlich. Natürlich lassen wir sie mitspielen. Die Regeln des Spiels scheint sie nicht zu verstehen oder sie sind ihr ganz einfach egal: Den Schläger hält sie wie einen Hammer und den Ball lässt sie stets zuerst auf ihrer eigenen Tischhälfte aufprallen (außer beim Aufschlag); macht sie einen Fehler, dann stellt sie sich – als ob nichts gewesen wäre – einfach auf der anderen Seite des Tisches wieder an. Sie sagt, sie habe <a title="Wikipedia: Borrileose" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lyme-Borreliose">Borreliose</a> und etwas Bewegung täte ihr gut. Alle sind irritiert von dem merkwürdigen Verhalten des Mädchens, aber keiner traut sich, etwas zu sagen. Wir tauschen ratlose Blicke aus, dennoch besteht die stillschweigende Einigkeit, das Mädchen einfach gewähren zu lassen. Irgendwann später zieht das Mädchen mit dem Zeckenbiss wortlos von dannen. Mir tut sie leid, aber wie die anderen sicher auch, bin ich ein bißchen froh, dass das Spiel nun ganz normal weitergehen kann.</p>
<p>Ein paar Wochen später schenkt mir meine Begleitung zum Geburtstag ein Set besserer Schläger, mit denen wir sicher die eine oder andere Runde hätten erfolgreicher bestreiten können; im Winter wollten wir in der Halle spielen. Die neuen Schläger habe ich nie ausgepackt.</p>
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		<title>Sportforum Hohenschönhausen</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 23:15:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Sportforum Hohenschönhausen, Bezirk Lichtenberg. Das Gelände ist 55 Hektar groß; wenn man hier an einem Wochenendtag spazieren geht, bekommt man einen Eindruck davon, was Tristesse bedeutet. An diesem Ort denkt man zwangsläufig weniger an feierlichen Eröffnungsveranstaltungen der Olympischen Spiele, sondern &#8230; <a href="http://boschblog.de/2010/12/21/sportforum-hohenschoenhausen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/12/sportforum_2_20100405.jpg" rel="shadowbox[sbpost-3594];player=img;" title="sportforum_2_20100405"><img class="alignnone size-medium wp-image-3596" title="sportforum_2_20100405" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/12/sportforum_2_20100405-640x426.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a></p>

<a href='http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/12/sportforum_1_20100405.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3594];player=img;' title='sportforum_1_20100405' title="sportforum_1_20100405"><img width="150" height="100" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/12/sportforum_1_20100405-150x100.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="sportforum_1_20100405" title="sportforum_1_20100405" /></a>
<a href='http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/12/sportforum_2_20100405.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3594];player=img;' title='sportforum_2_20100405' title="sportforum_2_20100405"><img width="150" height="100" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/12/sportforum_2_20100405-150x100.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="sportforum_2_20100405" title="sportforum_2_20100405" /></a>
<a href='http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/12/sportforum_3_20100405-2.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3594];player=img;' title='sportforum_3_20100405' title="sportforum_3_20100405"><img width="150" height="100" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/12/sportforum_3_20100405-2-150x100.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="sportforum_3_20100405" title="sportforum_3_20100405" /></a>
<a href='http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/12/sportforum_6_20100405.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3594];player=img;' title='sportforum_4_20100405' title="sportforum_4_20100405"><img width="150" height="100" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/12/sportforum_6_20100405-150x100.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="sportforum_4_20100405" title="sportforum_4_20100405" /></a>
<a href='http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/12/sportforum_4_20100405.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3594];player=img;' title='sportforum_5_20100405' title="sportforum_5_20100405"><img width="150" height="100" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/12/sportforum_4_20100405-150x100.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="sportforum_5_20100405" title="sportforum_5_20100405" /></a>
<a href='http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/12/sportforum_5_20100405.jpg' rel='shadowbox[sbalbum-3594];player=img;' title='sportforum_6_20100405' title="sportforum_6_20100405"><img width="150" height="100" src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/12/sportforum_5_20100405-150x100.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="sportforum_6_20100405" title="sportforum_6_20100405" /></a>

<p><a title="Wikipedia: Sportforum Hohenschönhausen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sportforum_Hohensch%C3%B6nhausen">Sportforum Hohenschönhausen</a>, Bezirk Lichtenberg. Das Gelände ist 55 Hektar groß; wenn man hier an einem Wochenendtag spazieren geht, bekommt man einen Eindruck davon, was Tristesse bedeutet. An diesem Ort denkt man zwangsläufig weniger an feierlichen Eröffnungsveranstaltungen der Olympischen Spiele, sondern eher an die Verabreichung von illegalen Substanzen zur Leistungssteigerung.</p>
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		<title>Fernsehschirm</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 08:12:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Konnte ich mich vor zwei Jahren noch dem gemeinschaftlichen Betrachten von fußballerischen Großereignissen erfolgreich entziehen, so habe ich in diesem Jahr den Widerstand gegen das so beliebte öffentliche Anschauen – zumindest für einige wenige Spiele – aufgegeben. In der prallen &#8230; <a href="http://boschblog.de/2010/06/27/fernsehschirm/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/06/Fernsehschirm_100618.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2338];player=img;" title="Fernsehschirm - Ex-TV-Moderatorin Sarah Kuttner sitzt in der ersten Reihe und strickt."><img class="size-medium wp-image-2613 alignnone" title="Fernsehschirm - Ex-TV-Moderatorin Sarah Kuttner sitzt in der ersten Reihe und strickt." src="http://boschblog.de/wp-content/uploads/2010/06/Fernsehschirm_100618-640x426.jpg" alt="" width="640" height="426" /></a></p>
<p>Konnte ich mich vor zwei Jahren noch dem gemeinschaftlichen Betrachten von fußballerischen Großereignissen <a title="Tagebuch eine EM-Verweigerers" href="http://www.boschblog.de/?s=tagebuch+eines+em-verweigerers">erfolgreich entziehen</a>, so habe ich in diesem Jahr den Widerstand gegen das so beliebte öffentliche Anschauen – zumindest für einige wenige Spiele – aufgegeben.</p>
<p>In der prallen Mittagssonne wurden im Innenhof des Hotels Michelberger in Berlin-Friedrichshain Bier und Bratwürste gereicht. Das machte das Gekicke von Serbien gegen Deutschland halbwegs erträglich. Junge Frauen, die sich womöglich aus kalorischen Gründen von Bratwurst und Bier fernhielten, strickten in einem Tempo, das es fraglich erscheinen ließ, ob die selbstgefertigten Schals noch bis zum kommenden Winter fertig gestellt werden könnten. Immer häufiger sieht man jetzt wieder junge Frauen beim Stricken. Sie alle tun dies vermutlich nicht, um ihre Erzeugnisse auf einem Internetmarktplatz für Unikate gewerbsmäßig zu veräußern oder um ihren noch längst nicht vorhandenen Enkelkindern einen vermeintlichen Gefallen zu tun, sondern sie benötigen etwas Zerstreuung: Von 90 Minuten, die ein Fußballspiel gewöhnlich dauert, passiert in 85 Minten zumeist nichts wirklich Spannendes.</p>
<p>Da wäre es nicht weiter tragisch gewesen, wenn der Betreiber den Schirm noch etwas weiter vor den Fernseher gehängt hätte. Man verpasst ja doch nichts.</p>
<p>Den einzigen Ansatz einer Leidenschaft, die das andauernde Fußballturnier bei mir ausgelöst hat, ist das <a title="Ich beim erfolgreichen Einkleben eines Sammelbildes." href="http://yfrog.com/j5m5oj">Sammeln</a> von Team-Stickern, die sich in <a title="Duplobaum auf boschblog.de" href="http://www.boschblog.de/2007/05/14/duplobaum/">Duplos</a> befinden. Mir fehlen übrigens noch die Nummern 5, 10, 12, 17, 19, 22, 24, 25, 31, 33, 38 und 42.</p>
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		<title>Über das Laufen</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 23:33:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Dieser Text ist meinem Freund mspro, dem König aller Läufer, gewidmet. &#160; &#8220;Ich jogge nicht, ich laufe Amok.&#8221; (Hildegard Knef) Früher hieß Jogging noch Dauerlauf. In den Siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erblickte Trimmy1 das Flutlicht der Welt. Das Maskottchen &#8230; <a href="http://boschblog.de/2009/09/01/ueber-das-laufen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><small>Dieser Text ist meinem Freund <a href="http://twitter.com/mspro">mspro</a>, dem König aller Läufer, gewidmet.</small></p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 650px"><a href="http://www.flickr.com/photos/bosch_hh/3452535960/in/set-72157616885124449/"><img class=" " src="http://farm4.static.flickr.com/3350/3452535960_ffa093a2e6.jpg" alt="Jogger an der Alster, Hamburg" width="640" height="428" /></a><p class="wp-caption-text">Jogger an der Alster, Hamburg</p></div>
<p><small><br />
</small></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><small><em>&#8220;Ich jogge nicht, ich laufe Amok.&#8221;<br />
(Hildegard Knef) </em></small></p>
<p>Früher hieß Jogging noch Dauerlauf. In den Siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erblickte <em>Trimmy</em><sup class='footnote'><a href='#fn-1007-1' id='fnref-1007-1'>1</a></sup> das Flutlicht der Welt. Das Maskottchen der Trimm-Dich-Bewegung war sozusagen das sportliche Gewissen der Nation und Gegenstück zum lässig zigaretterauchenden HB-Männchen („Wer wird denn gleich in die Luft gehen?“)<sup class='footnote'><a href='#fn-1007-2' id='fnref-1007-2'>2</a></sup>. Viele Jahre später &#8211; <em>Trimmy</em> ist längst in Rente und lange Zeit nach dem ewig lächelnd-federnden Fitnesspapst Dr. Strunz<sup class='footnote'><a href='#fn-1007-3' id='fnref-1007-3'>3</a></sup> sowie dem wieder fett gewordenen Joschka Fischer<sup class='footnote'><a href='#fn-1007-4' id='fnref-1007-4'>4</a></sup> &#8211; wird in den Wäldern und Parks der Republik noch immer gelaufen. Auch ich habe vor einigen Wochen wieder damit angefangen.</p>
<p>Laufen ist gesund, sagt der Mediziner (wenn man es denn richtig macht): Es beugt diversen Zivilisationskrankheiten von Bluthochdruck bis Diabetes vor, trainiert das Herz und baut ganz nebenbei auch noch ein paar überflüssige Pfunde ab. Eigentlich alles schön und gut, wäre da nicht ein Problem: Es gibt viel mehr Nach- als Vorteile.</p>
<p>Früher habe ich gern und gut gefrühstückt. Das Frühstück ist der größte Feind des Laufens. Macht man es sich erstmal in der trauten Zweisamkeit am heimischen Tisch bequem, so sind Milchkaffee und Croissant weitaus reizvoller als schwitzend seine Runden in einem Park zu drehen. Gleiches gilt selbstredend auch für ein gepflegtes Feierabendbier. Frühstücken und Bier trinken machen Spaß &#8211; Laufen macht keinen Spaß.</p>
<p>Schon die Vorbereitungen bergen ihre Tücken. Bei gemäßigten Temperaturen stellt sich die Kleidungsfrage nicht. Man greift sich die erstbeste kurze Hose und ein schlabbriges T-Shirt &#8211; fertig ist das perfekte Laufdress. Leider ist es so, dass in unseren Breitengraden bereits ab Mitte August der Winter einbricht. Will man nicht in einer Muckibude hechelnd auf einem Laufband auf der Stelle treten, so bleibt nur der Griff zur so genannten Funktionskleidung. Sie hält den trainierenden Körper auf ein angemessenes Temperaturniveau und leitet den Schweiß nach außen. Das ist zwar praktisch, sieht aber leider total bescheuert aus. Wer froh ist, dass Leggins aus den Kleiderschränken der Damenwelt verschwunden sind, oder sich gern über die wurstpellenartige Kleiderordnung von Rennradfahrern lustig macht, bekommt an dieser Stelle Probleme. Diese Art von Hose, wie sie dem Laufen bei Kälte zuträglich ist, ist einfach hässlich. Selbst Frauen mit knackigem Hintern und Männern mit nur durchschnittlich großem Gemächt sehen in ihnen so unästhetisch aus, dass man sich fragt, warum sie nicht einfach das Chronikerprogramm ihrer Krankenversicherung dem Laufsport vorziehen.</p>
<p>Laufen kostet Überwindung. Es beginnt schon damit, überhaupt das entsprechende Schuhwerk zuzuschnüren: Für viele Menschen wäre die Bändigung der viel zu langen Schnürsenkel bereits Sport genug. Hat man dies im Halbschlaf hinter sich gebracht, beginnt das eigentliche Elend des Läufers: Der erste Schritt ist eine Qual, der erste Meter ist eine Qual, die ersten hundert Meter sind eine Qual und auch der erste Kilometer ist eine Qual &#8211; so geht es im Prinzip weiter, bin man wieder zuhause angekommen ist. Der ungeübte Anfänger gibt bereits nach ein paar Schritten auf oder wechselt zum Nordic Walking<sup class='footnote'><a href='#fn-1007-5' id='fnref-1007-5'>5</a></sup> &#8211; mit der Konsequenz, dass sowohl Ausrüstung als auch Ausübung dieser Aktivität noch viel schrecklicher aussehen als beim Jogging.</p>
<p>Dann geht es los: Man hechelt, man schwitzt, man bekommt Seitenstechen und ganz plötzlich wird man von zwei joggenden Müttern mit Kinderwagen überholt, die sich währenddessen über Kochrezepte austauschen. Man denkt sich dann: <em>ach</em>, und während man <em>ach </em>denkt und darauf wartet, dass sich die Mütter zu gegebener Zeit zur Erholung auf ihre Kinderwagen stützen, um sich ein wenig von den athletischen Anstrengungen zu erholen, und man sodann endlich wieder an ihnen vorbeiziehen kann, überholt einen zu allem Unglück auch noch ein rüstiger Rentner. Plötzlich denkt man nicht mehr <em>ach</em>, sondern ärgert und schämt sich nach Kräften und gibt noch einmal alles. Am Anfang einer Läuferkarriere ist das jedoch nicht sonderlich viel. Der Rentner vor einem wird immer kleiner und man redet sich ein, dass gerade ein stark beschleunigter altersbedingter Schrumpfungsprozess des Körpers zum Tragen kommt. Dies trifft natürlich nicht zu, der Senior ist einfach schneller und dann nimmt man ihn nur noch als einen winzigen Punkt am Horizont wahr. Kein Wunder, denn nur so konnte er den Krieg überleben &#8211; und außerdem hat er den ganz Tag Zeit zum Trainieren.</p>
<p>Aber es gibt auch Erfolge, die sich nach verhältnismäßig wenigen Trainingseinheiten einstellen: So lässt man sich von braungebrannten Muskelpaketen mit Iron-Man-Trikotagen, die nicht nur windkanalgeprüfte Sonnenbrillen sondern auch noch Pulsuhren tragen, deren Rechenkapazität noch vor wenigen Jahren diejenige ganzer Serverfarmen überstiegen hätte, nicht mehr einschüchtern. Sollen sie einen doch während einer Trainingseinheit mehrfach überrunden &#8211; sie werden niemals um den Genuss eines köstlichen Croissants oder frisch gezapften Feierabendbieres wissen, sondern ewig freudlos auf ihren Nahrungsergänzungsmitteln und Müsliriegeln herumkauen. Auch alkoholabhängige Gammler und zigarrerauchende dickbäuchige alte Männer, die einen, auf Parkbänken sitzend, spöttisch anfeuern, lernt man schnell zu ignorieren. Man muss den Wunsch, nur für diesen einen Moment mit ihnen tauschen zu wollen, einfach verdrängen und sich einreden, man tue gerade das einzig richtige.</p>
<p>Irgendwann jedoch müssen für das sportliche Vorankommen neue Strategien her. Urinstinkte werden wach: der Jagdtrieb. Routiniert hält der mittlerweile Fortgeschrittene Läufer Ausschau nach einem geeigneten Opfer, in dessen Windschatten es sich zu laufen lohnt. Bei Männern sind dies bevorzugt attraktive Frauen (möglicherweise auch umgekehrt). Wie ein Windhund im Rennen der Wurst hinterherrennt, läuft der bier- und croissantbäuchige Läufer der durchtrainierten Läuferin mit den Gazellenbeinen (schlank und behaart) hinterher. Diese Strategie ist anfangs sehr anstrengend und erfordert die ganze Konzentration des Läufers. Nicht nur, dass man Obacht geben muss, nicht abgehängt zu werden, sondern man darf auch nicht so sehr auf die optischen Reize seiner Pacemakerin<sup class='footnote'><a href='#fn-1007-6' id='fnref-1007-6'>6</a></sup> fixiert sein, dass man Unebenheiten der Laufstrecke übersieht, und dabei ins Taumeln gerät. Mehr als peinlich ist es, bei der Verfolgung zu stolpern und hinzufallen. Dies ist nicht nur unangenehm, weil man dabei einen beträchtlichen Teil des Sandbodens inhaliert und sich Schürfwunden zuzieht, sondern insbesondere, weil sich die hübsche Vorderfrau umdreht und einen mitleidig anguckt. Die gesamte Laufsituation ist ohnehin schon hochpeinlich, so dass das Mitleid einer schönen Frau leicht zu einem Trauma führen könnte. In diesem Falle ist Geistesgegenwart gefragt: man muss sich unverzüglich vom Boden erheben, den Dreck abschütteln und sagen: „Das mache ich immer so.“ Danach gilt es, schnellstmöglich abzubiegen und möglichst unerkannt nach Hause zu humpeln.</p>
<p>Nur nach langem, harten Training kommt man über dieses Stadium hinaus. Man zieht dann an Müttern mit Kinderwagen ebenso selbstverständlich vorbei wie man läuferisch mit kriegsversehrten Senioren mithalten kann. Parkbankspötter hat man freilich genau so ausgeblendet wie hochgezüchtete Eisenmänner. Auch braucht man als Motivationshilfe keine hübschen Joggerinnen vor sich, um in einigermaßen vertretbarer Geschwindigkeit den Stadtpark zu umrunden. Das Laufen wird immer mehr zur Selbstverständlichkeit, man gewöhnt sich daran und redet sich ein, dabei auf neue Gedanken zu kommen, obwohl alle guten Gedanken bereits gedacht wurden. Man redet sich sich ein, dass das Laufen Spaß mache; ja, man wird gar eins mit der Mär vom Flow<sup class='footnote'><a href='#fn-1007-7' id='fnref-1007-7'>7</a></sup> &#8211; und glaubt dies auch noch (ganz Hartgesottene gehen mit dieser vermeintlichen Erkenntnis sogar in ihrem Freundeskreis hausieren und werden so ungewollt zu einem irrgläubigen Missionar des Laufsports). Doch irgendwann kommen ganz unvermeidlich Übermüdungsbruch und Gelenkverschleiß. Das ist aber nicht weiter tragisch, dann hat man endlich wieder Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens: Frühstücken und Bier trinken.</p>
<p>&#8212;&#8211;</p>
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-1007-1'><a title="&quot;Das Männlein, das uns Beine macht&quot; auf einestages" href="http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/3186/das_maennlein_das_uns_beine_machte.html">&#8220;Das Männlein, das uns Beine macht&#8221;</a> auf einestages <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1007-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-1007-2'>Das <a title="HB-Männchen auf tv-nostalgie.de" href="http://www.tv-nostalgie.de/Sound/Bruno.htm">HB-Männchen</a> auf tv-nostalgie.de <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1007-2'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-1007-3'>Wikipedia-Eintrag zu <a title="Wikipedia: Dr. Ulrich Strunz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Strunz">Dr. Ulrich Strunz</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1007-3'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-1007-4'>Der ehemalige Außenminister Joschka Fischer schrieb einst ein Buch mit dem Titel &#8220;Der lange Lauf zu mir selbst&#8221;, in dem er über seine Lauferfahrungen berichtete. Mittlerweile hat er wieder kräftig zugenommen. Hier die <a title="&quot;Der lange Lauf zu mir selbst&quot; auf perlentaucher.de" href="http://www.perlentaucher.de/buch/510.html">Rezensionen</a> auf perlentaucher.de <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1007-4'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-1007-5'><a title="Nordic Walking auf boschblog.de" href="http://www.boschblog.de/2008/08/28/nordic-walking/">Nordic Walking</a> auf boschblog.de <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1007-5'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-1007-6'>Wikipedia-Eintrag zu <a title="Wikipedia: Tempomacher" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tempomacher">Tempomacher</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1007-6'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-1007-7'>Wikipedia-Eintrag zu <a title="Wikipedia: Flow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flow_(Psychologie)">Flow</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-1007-7'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<title>Nordic Walking</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 16:33:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Mann mit einem Nordic-Walking-Bekenner-T-Shirt der Größe XXL mit der Aufschrift &#8220;Ich glaub, ich geh&#8217; am Stock &#8211; Nordic Walking&#8221; geht humpelnd, aber ohne Stock, die Straße entlang. Ein anderer Mann betrachtet ihn abschätzig. Der Humpelnde sagt: &#8220;Ich kann schlecht &#8230; <a href="http://boschblog.de/2008/08/28/nordic-walking/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Mann mit einem Nordic-Walking-Bekenner-T-Shirt der Größe XXL mit der Aufschrift &#8220;Ich glaub, ich geh&#8217; am Stock &#8211; Nordic Walking&#8221; geht humpelnd, aber ohne Stock, die Straße entlang. Ein anderer Mann betrachtet ihn abschätzig. Der Humpelnde sagt: &#8220;Ich kann schlecht laufen, ich habe mir den Zeh gebrochen.&#8221;</p>
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		<title>Tagebuch eines EM-Verweigerers Teil 5: Schostakowitsch und Schluss</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jun 2008 13:12:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Editorial]]></category>
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		<description><![CDATA[Eigentlich ist dies ein Beitrag für die Rubrik Leserbriefe. Da ich aber langsam beginne, mich an diese kleine Fußballserie zu gewöhnen, erscheint dieser zum Ausklang der glücklicherweise heute endenden Europameisterschaft in dieser Reihe. Das Beste am Fußball ist, dass es &#8230; <a href="http://boschblog.de/2008/06/29/tagebuch-eines-em-verweigerers-teil-5-schostakowitsch-und-schluss/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://flickr.com/photos/bosch_hh/2597429192/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3130/2597429192_879dd92a10.jpg" align="top" height="334" width="500" /></a></p>
<p><em>Eigentlich ist dies ein Beitrag für die Rubrik Leserbriefe. Da ich aber langsam beginne, mich an diese kleine Fußballserie zu gewöhnen, erscheint dieser zum Ausklang der glücklicherweise heute endenden Europameisterschaft in dieser Reihe. Das Beste am Fußball ist, dass es &#8211; wenn man von Nachspielzeiten einmal absieht &#8211; keine Zugaben gibt.</em></p>
<p>Kürzlich <a href="http://www.boschblog.de/2008/06/20/tagebuch-eines-em-verweigerers-teil-3-das-leiden-geht-weiter/#comment-23350" title="Kommentar von une inconnue">frug mich eine unbekannte Kommentatorin</a>, wie mein Verhältnis zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dmitri_Dmitrijewitsch_Schostakowitsch" title="Wikipedia: Dimitri Schostakowitsch">Dimitri Schostakowitsch (1906-1975)</a> sei. Der russische Komponist war nämlich, wie die Archive der <a href="http://www.nzz.ch/2006/09/23/li/articleEHQZV.html" title="nzz.ch: Fussball statt Musik?">Neuen Zürcher Zeitung</a> (NZZ) und der <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/bundesliga/artikel/536/171035/" title="sueddeutsche.de: Schostakowitsch im Fußballstadion">Süddeutschen Zeitung</a> belegen, ein großer Fußballfan. Die NZZ schreibt dazu in ihrer Ausgabe vom 23. September 2006:</p>
<blockquote><p>Zwischen intellektueller Überlastung und den ständigen politischen Zwängen fand Schostakowitsch kaum Möglichkeiten der seelischen Entspannung. Ohne Fussball hätte er dieses Leben nicht ausgehalten, meinte seine Biografin Sofia Hentowa.</p></blockquote>
<p>Die unbekannte Leserbriefschreiberin schreibt weiter, dass sie derzeit fasziniert von Schostakowitschs 11. Sinfonie sei, und fragt nach einem möglichen Zusammenhang zwischen Rhythmik und Fußballtaktik. In Ermangelung einer vorliegenden Aufnahme dieses Werkes weiß leider auch ich darauf keine erschöpfende Antwort zu geben. Wohl aber befindet sich in meiner bescheidenen Musiksammlung eine Gesamtaufnahme Schostakowitschs Streichquartette &#8211; die noch immer zeitgemäße und erfrischende Aufnahme des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brodsky_Quartet" title="Wikipedia: Brodsky Quartet">Brodsky Quartets</a> aus dem Jahre 1989. Keine Mühen habe ich gescheut und für meine Leserschaft diese Aufnahme &#8211; insbesondere vor dem Hintergrund meines neu erworbenen Wissens um die Fußballliebe des Komponisten &#8211; einmal angehört. Das Ergebnis wird Sie möglicherweise so sehr überraschen wie es auch mich überrascht: man kann nicht hören, dass Schostakowitsch ein Fußballnarr war.</p>
<p>Das ist gut, und zwar in zweierlei Hinsicht: Zum einen ist es für einen Geistesmenschen unabdingbar, einen intellektuellen Ausgleich zu finden. Tage und Nächte sitzt der Komponist in seiner dunklen Kammer und komponiert Sinfonien, Konzerte, Suiten und Kammermusiken vor sich hin. Das ist anstrengend und irgendwie muss die ganze Anspannung, die sich dabei aufbaut, heraus aus dem komponierenden Komponisten. Da ist es immer noch besser, am Rande eines Fußballfeldes die aufgestauten Aggressionen abzubauen, indem man die eigene Mannschaft anfeuert und den Schiedsrichter beschimpft, als gelegentlich einen Amoklauf zu begehen oder sich die Venen mit Heroin vollzupumpen. Selbst in meinem Freundeskreis finden sich zahlreiche Menschen, die sich hin und wieder mit Begeisterung Fußballspiele anschauen. Auch wenn ich selbst eine Abneigung gegen diese Sportart hege, so bin ich tolerant genug, ihnen diese Vorliebe als Ventil für die Belastungen des Alltags zuzubilligen. Schließlich handelt es sich bei dieser Neigung lediglich um einen kleinen Aspekt ihrer Persönlichkeit. Dieser zeigt ganz wunderbar, dass niemand vollkommen ist &#8211; nicht einmal meine eignen Freunde. Zweitens ist es doch beruhigend zu erkennen, dass es zwischen einer einzelnen Charaktereigenschaft und dem Menschen als Ganzes keinen wirklichen Zusammenhang gibt. So kann man einerseits fußballverrückt und gleichzeitig ein talentierter Komponist sein, wie dies bei Schostakowitsch der Fall war. Auch gibt es bekannte Fälle von Fußballverrückten, die gleichzeitig ganz miserable Musiker sind, wie es die Band <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sportfreunde_Stiller" title="Wikipedia: Sportfreunde Stiller">Sportfreunde Stiller</a> mit ihrer Fußballhymne <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RCN5x3updZs" title="YouTube: Sportfreunde Stiller - 54, 74, 90, 2010">54, 74, 90, 2010</a>, aber auch <a href="http://www.youtube.com/results?orig_query=fu%C3%9Fball&amp;search_query=fu%C3%9Fball+lieder&amp;orig_query_src=3" title="Sammlung von Fußballliedern auf YouTube">viele andere zuvor</a> eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben.</p>
<p>Mit der versöhnlichen Erkenntnis, dass auch Fußballfans gute Menschen sein können, will ich dieses kleine Tagebuch beschließen &#8211; morgen ist zum Glück alles vorbei.</p>
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		<title>Tagebuch eines EM-Verweigerers Teil 4: Man sieht sich</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jun 2008 08:46:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[EM]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern erwarb ich beim Zeitungshändler meines Vertrauens eine Sonntagszeitung.  Nachdem ich mein passend abgezahltes Münzgeld hinüberreichte, verabschiedete mich dieser mit den Worten &#8220;Wir sehen uns Mittwoch.&#8221; Mittwoch?, dachte ich. Was ist bloß Mittwoch los? Trotz größter Anstrengungen konnte ich mich &#8230; <a href="http://boschblog.de/2008/06/23/tagebuch-eines-em-verweigerers-teil-4-man-sieht-sich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/bosch_hh/2558143185/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3268/2558143185_7eceb8a9e8.jpg" alt="" width="500" height="333" align="top" /></a></p>
<p>Gestern erwarb ich beim Zeitungshändler meines Vertrauens eine <a title="Sonntag ohne Zeitung" href="http://www.boschblog.de/2007/01/28/sonntag-ohne-zeitung/">Sonntagszeitung</a>.  Nachdem ich mein passend abgezahltes Münzgeld hinüberreichte, verabschiedete mich dieser mit den Worten &#8220;Wir sehen uns Mittwoch.&#8221; <em>Mittwoch?</em>, dachte ich. <em>Was ist bloß Mittwoch los? </em>Trotz größter Anstrengungen konnte ich mich nicht daran erinnern, ein Rendezvous mit dem Zeitungshändler zu haben. Tiefe Falten schlugen sich als Ausdruck meines Grübelns in meinem Gesichte nieder;  ich zögerte. Lag etwa eine Verwechslung vor?</p>
<p>Ratlos schaute ich meinen Zeitungshändler an &#8211; ein junger Mann türkischer Abstammung. &#8220;Na Fußball, Mann&#8221;, sagte er &#8211; nun ebenso ratlos wie ich &#8211; und schüttelte verwundert sein Haupt. Ich brachte nur ein kurzes &#8220;Ah&#8221; hervor, während sich hinter mir bereits eine Warteschlange von <a title="Wikipedia: Kicker-Sportmagazin" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kicker-Sportmagazin">Kicker-Käufern</a> bildete, und suchte das Weite.</p>
<p>Weder gedenke ich <a title="Sprechblase: " href="http://sprechblase.wordpress.com/2008/06/23/doppelbeflaggung-deutschland-turkei/">am kommenden Mittwoch</a> Fußball zu schauen, noch gedenke ich Fußball zu spielen. Genausowenig wie <a title="BILDblog.de: " href="http://www.bildblog.de/index.php?s=%22wir+sind+papst%22">ich Papst bin</a>, bin ich ein Mitglied der deutschen Fußballnationalmannschaft. Möge der Bessere gewinnen.</p>
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		<title>Tagebuch eines EM-Verweigerers Teil 3: Das Leiden geht weiter</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 17:52:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Leben als EM-Verweigerer wird von Tag zu Tag schwieriger. Nicht, dass in mir plötzlich ein unerklärlicher Drang aufkeimte, plötzlich einem Rudelglotzen beizuwohnen. Vielmehr belastet mich die unaufhaltsam scheinende Rundlederbegeisterung angesichts der wider Erwarten überstandenen Vorrunde der Deutschen Nationalmannschaft. Derweil &#8230; <a href="http://boschblog.de/2008/06/20/tagebuch-eines-em-verweigerers-teil-3-das-leiden-geht-weiter/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/bosch_hh/2595537070/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2165/2595537070_975e980d06.jpg" alt="" width="500" height="334" align="top" /></a></p>
<p>Das Leben als EM-Verweigerer wird von Tag zu Tag schwieriger. Nicht, dass in mir plötzlich ein unerklärlicher Drang aufkeimte, plötzlich einem Rudelglotzen beizuwohnen. Vielmehr belastet mich die unaufhaltsam scheinende Rundlederbegeisterung angesichts der wider Erwarten überstandenen Vorrunde der Deutschen Nationalmannschaft.</p>
<p>Derweil steigen die Benzinpreise ins Unermessliche. Die überall ausverkauften Fahnen werfen ihre Schatten: Der durch sie erhöhte Luftwiderstand führt schon seit Wochen dazu, dass der Spritverbrauch eines durchschnittlichen Kleinwagens sich beständig dem eines amerikanischen Straßenkreuzers annähert. Dies treibt die Nachfrage in die Höhe. Der ADAC jammert, Greenpeace schimpft und die Vertriebsvorstände der Mineralölkonzerne taumeln vor Glück. Nicht mit Blick auf das Gekicke, sondern beim freudigen Blick auf ihre Absatzzahlen vermögen sie nur noch mit leuchteten Augen vom sogenannten &#8220;EM-Effekt&#8221; zu sprechen.</p>
<p>Nachdem nun auch der letzte Einzelhändler vom Fußballfieber gepackt während der Spielzeiten lieber sein Geschäft schließt, anstatt die ohnehin kränkelnde Wirtschaft ankurbeln zu lassen, und ich mittlerweile auch schon meinen längst überfälligen <a title="Tagebuch eines EM-Verweigerers Teil 2: Erste Einschränkungen" href="http://www.boschblog.de/2008/06/14/tagebuch-eines-em-verweigerers-teil-2-erste-einschraenkungen/">Friseurbesuch</a> absolviert habe, werde ich mich während des nächsten Spiels &#8220;unserer&#8221; Nationalmannschaft den dann auslaufenden Ebay-Auktionen zuwenden. Dort lässt sich mangels Nachfrage sicher das eine oder andere Schnäppchen schlagen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tagebuch eines EM-Verweigerers Teil 2: Erste Einschränkungen</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jun 2008 21:21:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rohen Fisch mag ich so gern wie Fußball &#8211; trotzdem bin ich bei dieser EM auch für Japan. Eigentlich könnte mir dieses ganze Fußballtamtam egal sein. Ich habe die Europameisterschaft nicht bestellt, und doch schleicht sie sich durch die Hintertür &#8230; <a href="http://boschblog.de/2008/06/14/tagebuch-eines-em-verweigerers-teil-2-erste-einschraenkungen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/bosch_hh/2570350746/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3140/2570350746_a85146715f.jpg" alt="" width="500" height="333" align="top" /></a><br />
<small>Rohen Fisch mag ich so gern wie Fußball &#8211; trotzdem bin ich bei dieser EM auch für Japan.</small></p>
<p>Eigentlich könnte mir dieses ganze Fußballtamtam egal sein. Ich habe die Europameisterschaft nicht bestellt, und doch schleicht sie sich durch die Hintertür in mein Leben. Das behagt mir nicht.</p>
<p>Die Fahnen, der Jubel, das Hupen &#8211; sollen sie von mir aus alles machen. Schließlich bin ich tolerant. Ich habe nichts gegen Menschen, die sich an einem Gummiband befestigt eine Brücke hinunterstürzen oder Geld dafür bezahlen, sich auspeitschen zu lassen. Warum sollte ich etwas gegen Fußballfans haben? Vergangenen Sonntag allerdings, als ich, wie gewohnt, um viertel nach acht mein Fernsehempfangsgerät einschaltete, bekam ich das erste Mal die Schattenseiten meines Daseins als EM-Verweigerer zu spüren. Statt der Ausstrahlung eines nagelneuen <a title="Wikipedia: Tatort (Fernsehserie)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tatort_%28Fernsehreihe%29">Tatorts</a> wurde mir lediglich ein recycelter Kriminalfilm vorgesetzt. Dies nur, weil auf dem Nachbarsender ein Fußballspiel übertragen wurde. Offensichtlich gibt es mehr Fußballfans als Tatortfans, was mich am Zustand unserer Gesellschaft weiter zweifeln lässt. Soweit ich mich erinnern kann, wurde noch nie ob der Erstausstrahlung einer grandiosen Tatortfolge auf einem anderen Kanal die Wiederholung eines Fußballspiels gezeigt.</p>
<p>Doch selbst für mich hat die Austragung dieses Kickerturniers auch seine guten Seiten: Während die deutsche Nationalmannschaft gegen Kroatien am Donnerstag eine verdiente Niederlage einfuhr, befand ich mich in einem Einkaufszentrum. Normalerweise fühle ich mich in diesen Konsumtempeln so wohl wie in Premiere-Sportbars. Nur dieses Mal war alles ganz anders, denn alle übelriechenden Einkäufer, die sich hier gewöhnlich auf die Füße treten, und einem jegliches Einkaufsvergnügen verleiden, waren abwesend.  Nur gelegentlich begegnete mir zwischen 18 und 20 Uhr ein anderer Fußballverweiger: Immer dann zwinkerten wir uns im Vorübergehen verschwörerisch zu &#8211; jeder Konsument ein Bruder im Geiste.</p>
<p>Im Anschluss an die Partie konnte ich mich noch ein wenig am Anblick von unter Tränen verlaufener schwarz-rot-goldener Schminke erfreuen. Doch sofort stieg auch in mir ein Hauch von Patriotismus empor. Plötzlich hoffte ich, &#8220;unsere&#8221; Nationalelf würde die Vorrunde überstehen, sonst müsste ich bis zum nächsten entspannten Einkaufserlebnis noch zwei weitere Jahre, bis zur kommenden Weltmeisterschaft, warten. Am Montag spielt Deutschland gegen Österreich &#8211; vielleicht gehe ich währenddessen mal wieder zum Friseur.</p>
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		<title>Tagebuch eines EM-Verweigerers Teil 1: Jetzt geht&#8217;s los</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 17:38:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Jetzt geht es wieder los: Die angestaubten Fähnchen werden aus den Kellern geholt und an die blankgeputzten Kraftfahrzeuge montiert. Und auch die Plasmafernseher in den Kneipen, die in den letzten Monaten nur als Bildschirm für Kamin-DVDs dienten, rücken wieder in &#8230; <a href="http://boschblog.de/2008/06/07/tagebuch-eines-em-verweigerers-teil-1-jetzt-gehts-los/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="visibility:visible;"><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://widget-b4.slide.com/widgets/slideticker.swf" height="320" width="426" style="width:426px;height:320px"><param name="movie" value="http://widget-b4.slide.com/widgets/slideticker.swf" /><param name="quality" value="high" /><param name="scale" value="noscale" /><param name="salign" value="l" /><param name="wmode" value="transparent"/><param name="flashvars" value="cy=ms&#038;il=1&#038;channel=1441151880775118516&#038;site=widget-b4.slide.com"/></object></p>
<p><a href="http://www.slide.com/pivot?cy=ms&#038;at=fl&#038;id=1441151880775118516&#038;map=1" target="_blank"><img src="http://widget-b4.slide.com/p1/1441151880775118516/ms_t017_v000_s0fl_f00/images/xslide1.gif" border="0" ismap="ismap" /></a> <a href="http://www.slide.com/pivot?cy=ms&#038;at=fl&#038;id=1441151880775118516&#038;map=2" target="_blank"><img src="http://widget-b4.slide.com/p2/1441151880775118516/ms_t017_v000_s0fl_f00/images/xslide2.gif" border="0" ismap="ismap" /></a> <a href="http://www.slide.com/pivot?cy=ms&#038;at=fl&#038;id=1441151880775118516&#038;map=F" target="_blank"><img src="http://widget-b4.slide.com/p4/1441151880775118516/ms_t017_v000_s0fl_f00/images/xslide42.gif" border="0" ismap="ismap" /></a></p>
<p>Jetzt geht es wieder los: Die angestaubten Fähnchen werden aus den Kellern geholt und an die blankgeputzten Kraftfahrzeuge montiert. Und auch die Plasmafernseher in den Kneipen, die in den letzten Monaten nur als <a href="http://www.boschblog.de/2007/02/02/plasmafernseherkamin/" target="_blank" title="Plasmafernseherkamin">Bildschirm für Kamin-DVDs</a> dienten, rücken wieder in den Mittelpunkt des Bewusstseins. Selbst die Kanzlerin musste heute in einem ganzseitigen <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/weltfussball/special/960/142646/index.html/sport/bundesliga/artikel/375/178829/article.html" title="sueddeutsche.de: Interview mit Angela Merkel zur Fußball-EM 2008">Interview</a> in der Süddeutschen Zeitung ihre Liebe zum Fußball öffentlich bekennen, nur um ein paar Wählerstimmen zu gewinnen &#8211; nach der Wahl ist schließlich vor der Wahl.</p>
<p>Ansonsten vernünftige Menschen, die normalerweise nicht im Traum daran denken würden, ein Premiere-Abo abzuschließen, um ein paar verschwitzten Männern dabei zuzusehen, wie sie einem Ball hinterherlaufen, sind plötzlich wie ausgewechselt, und und finden es toll, dass es wieder überall Public-Viewings gibt, mit Bierständen, obwohl sie eigentlich sonst lieber Wein trinken, und dass die Kanzlerin jetzt auch ein Fußballfan ist und dass in den Kneipen endlich keine Kamin-DVDs mehr gezeigt werden. Dieses sportliche Großereignis lässt ansonsten kultivierte Menschen wochenlang mit Freunden und Menschen, die plötzlich zu Freunden werden, obwohl man mit ihnen unter normalen Umständen kein Wort wechseln würde, weil man sie verächtlich als Fußballprolls bezeichnet, in Kneipen vor Fernsehern hocken und Bier trinken und Gröhlen und Mitfiebern, und anschließend beteiligen sie sich an einem Autocorso und feiern ausgelassen ein großes Fest, eine bunte Party, ein fantastisches Ereignis, und man freut sich, dass alle Menschen Brüder werden, zumindest alle Europäer, weil es ja eine Europameisterschaft ist, und nach ein paar Wochen ist wieder Normalität, sprich Bundesliga, und sie interessieren sich nicht mehr auch nur ein kleines bißchen für verschwitzte Männer, die einem Ball hinterherrennen, selbst wenn die Nationalmannschaft zu einem Freundschaftsspiel in Timbuktu oder was weiß ich wo zu Gast ist. Das überlässt man den dann ehemaligen Freunden, die ein Premiere-Abo haben, und regelmäßig Bundesliga gucken und die die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abseits" title="Wikipedia: Abseitsregel">Abseitsregel</a> im Schlaf erklären können und mit denen man zwischen Welt- und Europameisterschaften kein Wort wechseln würde, weil man diese Leute ja nicht als seine Freunde, sondern als gemeine Fußballprolls bezeichnet, denn sie besitzen eine Jahreskarte für den HSV, dem sie selbst zu Auswärtsspielen nachreisen, und interessieren sich nicht im Geringsten für die sympathischeren Kiezkicker von St. Pauli und haben außerdem in ihrer Musiksammlung alle CDs von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lotto_King_Karl" title="Wikipedia: Lotto King Karl">Lotto King Karl</a>, natürlich nur signierte Ausgaben mit persönlicher Widmung.</p>
<p>Mir ist das alles egal. Ich lehne Fußball ab &#8211; ob nun Europameisterschaft ist oder nicht. Mir macht es nichts aus, auch mal im Abseits zu stehen, aber ich muss ja im nächsten Jahr auch keine Bundestagswahl gewinnen.</p>
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		<title>Fußball und Gammelfleisch</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Feb 2008 13:12:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Ausgabe vom 8. Februar 2008 berichtete die Süddeutsche Zeitung über einen &#8220;Strahlenangriff von der Tribüne&#8221;. Irritierende Lichtreflexe hielten plötzlich die Helden der Deutschen Fußballnationalmannschaft bei einem Länderspiel gegen Österreich vom Toreschießen ab. Bernd Schneider, Jens Lehmann, Bastian Schweinsteiger &#8230; <a href="http://boschblog.de/2008/02/10/fussball-und-gammelfleisch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/60716703@N00/2254888456/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2105/2254888456_df369f358e_o.jpg" align="top" height="299" width="463" /></a></p>
<p>In der Ausgabe vom 8. Februar 2008 berichtete die <em>Süddeutsche Zeitung</em> über einen <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/bundesliga/artikel/189/156774/" title="SZ: Strahlenangriff von der Tribüne">&#8220;Strahlenangriff von der Tribüne&#8221;</a>. Irritierende Lichtreflexe hielten plötzlich die Helden der Deutschen Fußballnationalmannschaft bei einem Länderspiel gegen Österreich vom Toreschießen ab. Bernd Schneider, Jens Lehmann, Bastian Schweinsteiger und Manuel Friedrich &#8211; allen wurde grün vor Augen. Die Moderatoren Günter Netzer und Gerhard Delling hatten sofort die passende Antwort: &#8220;Da versucht doch tatsächlich jemand mit einer Laserpistole den Schützen abzuhalten.&#8221;</p>
<p>Nur wenige Seiten weiter fand sich in derselben Ausgabe der Zeitung der Artikel <a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/211/156796/" title="SZ: Mit der Laserpistole gegen Gammelfleisch">&#8220;Mit der Laserpistole gegen Gammelfleisch&#8221;</a>.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/60716703@N00/2254070981/in/photostream"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2417/2254070981_041f7c7980.jpg" align="middle" height="103" width="500" /></a></p>
<p>Ob es einen Zusammenhang zwischen der neuen Methodik, die verdorbene Lebensmittel kenntlich macht, und der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft gibt, konnte auch das versierte Moderatorenduo nicht erklären. Möglicherweise zielten nicht fanatische Fußballfans auf die Spieler, sondern <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Indien_(Film)" title="Wikipedia: Indien (Film)">österreichische Lebensmittelkontrolleure</a> gingen lediglich ihrer Pflicht nach.</p>
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		<title>Plasmafernseherkamin</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Feb 2007 16:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bosch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
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		<category><![CDATA[Skandal]]></category>

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		<description><![CDATA[Was macht eigentlich Robert Hoyzer heute? Ja, genau der bestechliche Ex-Fußballschiedsrichter. Die meisten Menschen werden ihn vergessen haben, seitdem er nicht mehr die Schlagzeilen der großbuchstabigen Tagespresse beherrscht, sondern in seiner Gefängniszelle dahinvegetiert geduldig auf seine bevorstehende Haftstrafe wartet. Wir &#8230; <a href="http://boschblog.de/2007/02/02/plasmafernseherkamin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was macht eigentlich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Hoyzer" target="_blank">Robert Hoyzer</a> heute? Ja, genau der bestechliche Ex-Fußballschiedsrichter. Die meisten Menschen werden ihn vergessen haben, seitdem er nicht mehr die Schlagzeilen der großbuchstabigen Tagespresse beherrscht, sondern <span style="text-decoration: line-through;">in seiner Gefängniszelle dahinvegetiert</span> geduldig auf seine bevorstehende Haftstrafe wartet. Wir jedoch, die unsere Freiheit genießen, und dank des wirtschaftlichen Aufschwungs im Lande unverzüglich, nachdem wir unsere Fabriken, Universitäten und aufstrebenden Web 2.0.-Unternehmen verlassen, in Scharen in die demnächst zigarettenrauchbefreiten Cafés, Kneipen, Restaurants, Gaststätten und Autobahnraststätten stürmen, haben diesem jungen Mann einiges zu verdanken.<span id="more-38"></span></p>
<p>Im Sommer letzten Jahres ging der von unserem ehemaligen Bundespräsidenten viele Jahre zuvor herbeigesehnte und dringend erforderliche Ruck durch die gesamte Republik &#8211; inklusive der neuen Bundesländer, dem strukturschwachen Schleswig-Holstein und Bremen. Sein damaliger Vorgesetzter, der sich mangels geeigneter Nachfolger noch immer unangetastet im Amt hält, Kaiser Franz, hat nämlich mit großer Finesse und viel Fortune nicht nur einen Rekordsommer, sondern auch gleich die dazu passende Fußball-Weltmeisterschaft in unser darbendes Land geholt. Das Volk sehnte sich nach einer jahrelang scheinbar unaufhaltsamen Tendenz zur Individualisierung wieder nach einer wohligen Gemeinschaft und so geschah es, dass der Fussball-Weltverband Hand in Hand mit einem findigen Sportrechtevermarktungsunternehmen das öffentliche Anschauen erfand.</p>
<p>Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA) wäre sicher nicht der Deutsche Hotel- und Gaststättenverand e.V. (DEHOGA), wenn ihm dieser Trend entgangen wäre. Geistesgegenwärtig erinnerten sich dessen Vorstandsmitglieder an den ehemaligen Fußballschiedsrichter Robert Hoyzer und die mit ihm bis in alle Ewigkeit verbundene Meisterleistung in Sachen Public Relations, Marketing und schlichter Werbung. Quasi über Nacht machte er den bis dahin weitgehend unbekannten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Plasmafernseher" target="_blank">Plasmafernseher</a> über die Grenzen der wettskandalbehafteten Regionalligen bekannt. Da nichts auf der Welt besser zusammenpasst als Fußball und Bier, nicht einmal Netzer und Delling, riet der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA) allen ihm angeschlossenen Mitgliedsunternehmen zum Erwerb von Bildschirmen, die Licht mit Hilfe von Leuchtstoffen erzeugen, die durch Plasmaentladungen angeregt werden. Dieser Geistesblitz hätte auch Willy Brandt entzückt, denn nun wuchs endlich wirklich zusammen, was zusammen gehört. Anhänger des traditionsreichen Spiels um das runde Leder saßen fortan glücklich vereint beim frischgezapften Gerstensaft in den Mitgliedsbetrieben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes e.V. (DEHOGA) und frönten dem weltmeisterschaftlichen Televisionsspektakel.</p>
<p><img style="margin-right: 10px;" title="künstlicher Kamin - jetzt neu auf DVD" src="http://farm1.static.flickr.com/149/377500131_5138f8a825_m.jpg" alt="künstlicher Kamin - jetzt neu auf DVD" width="240" height="180" align="left" />Nun liegt diese ausgelassene Zeit bekanntlich wieder einige Monate hinter uns. Zwischendurch wurde uns neben der Mehrwertsteuererhöhung auch eine Gesundheitsreform beschert und die Rekordhitze ist längst wieder dem Klima im Lande entsprechenden winterlichen Temperaturen gewichen. Was aber bleibt übrig von diesem Sommermärchen, außer Rekordumsätzen der plasmabildschirmherstellenden Industrie, einem Dokumentarfilm über die vier Wochen währende Zeit der Glückseligkeit und einer Nationalmannschaft, die dank ihres Trainers, der sich längst ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten abgesetzt hat, mittlerweile den Text der Nationalhymne beherrscht?</p>
<p>Plasmafernseher. Und zwar Plasmafernseher überall. Plasmafernseher in Cafés, Plasmafernseher in Kneipen, Plasmafernseher in Restaurants und Plasmafernseher in Autobahnraststätten. Nirgendwo sind wir mehr vor diesen Gerätschaften mit den riesigen Diagonalen sicher. Derzeit haben wir, von niemandem bemerkt, schon wieder eine Weltmeisterschaft im Lande und was wird auf den Plasmafernsehern gezeigt? Richtig, es laufen überall lauschige <a href="http://www.amazon.de/Plasma-Kamin/dp/B000IOMW4A/sr=1-2/qid=1170432562/ref=pd_bowtega_2/028-3524925-4200564?ie=UTF8&amp;s=dvd" target="_blank">Kaminsimulations-DVDs</a>, weil sich kein Mensch wirklich für Handball interessiert. Kein Bier, kein Wein, kein Kaffee kann mehr von uns genossen werden, ohne dass im Hintergrund ein falscher Kamin heimelig knistert. Noch Jahre werden wir in unseren Stammkneipen und Lieblingscafés die Stunden zählen, weil wir wissen, dass die übliche Lebensdauer eines Plasmafernsehers nur 60.000 Betriebsstunden beträgt und uns danach verzehren, wieder in Ruhe unsere Kalt- und Heißgetränke zu konsumieren. Irgendwann aber werden wir uns in einem schleichenden Prozess an die Pseudoöfen gewöhnt haben und sie gar nicht mehr missen mögen. Nachdem die mittlerweile defekten Plasmabildschirme, von uns vollkommen unbemerkt, durch langlebige Nachfolgemodelle mit Flüssigkeitskristall ausgetauscht wurden, haben wir das Flackern und Knistern im Hintergrund längst so liebgeworden, dass auch bei uns daheim Tag und Nacht die Kamin-DVD läuft.</p>
<p>Erst nach Jahrzehnten, wenn längst Gras über den Hoyzer-Skandal gewachsen ist, wird die Öffentlichkeit von hartnäckigen Journalisten und investigativen Bloggern davon in Kenntnis gesetzt werden, dass es sich bei diesem nur vordergründig um einen Sportwettenbetrug handelte. Nach und nach wird klar, dass die ganze Angelegenheit ein geschickt inszenierter Coup der Unterhaltungsindustrie war, bei dem es von Anfang an nur um den Absatz von Kamin-DVDs ging. Nach seinem Aufenthalt hinter schwedischen Gardinen wird Robert Hoyer in die Gesellschaft zurückfinden und an der Spitze eines internationalen Unterhaltungskonzerns stehen. Das Public Viewing der schönsten Kamin-DVDs hat dann längst den Fußball als Massenphänomen abgelöst und die Kamin-DVD AG übernimmt dank ihrer gigantischer Marktkapitalisierung an der Börse mühelos den vormals führenden Technologiekonzern Apple Inc. Nachdem der Ex-Schiedsrichter Steve Jobs als Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens abgelöst hat, beginnt mit der Vorstellung des Produkts iFireside eine neue Ära in der Geschichte der Unterhaltungsindustrie.</p>
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