Kopfhörer: Bowers & Wilkins C5

Bowers & Wilkins C5Kopfhörer – wenn sie nicht kaputt gehen, verliere ich sie meist vorher. In meinen Ohren befanden sich daher bereits zahlreiche Modelle. Seit ein paar Wochen habe ich neue Begleiter, die In-Ear-Kopfhörer Bowers & Wilkins C5. Edel verpackt kommen sie daher. Sie sind sehr leicht und ein ausgeklügelter Mechanismus sorgt dafür, dass sie mittels Kabelschlaufe im Innenohr fixiert werden. So halten sie optimal, stören dabei aber nicht. Das Modell ist hochwertig verarbeitet und wirkt stabil, was sich sich auch sehr positiv auf die Verknotungseigenschaft auswirkt.

Das Wichtigste jedoch: der Klang. Klassik und Jazz werden detailgetreu wiedergegeben. Ein bißchen hat man das Gefühl, dabei zu sein, wenn Glenn Gould in seinen Aufnahmen mitsummt oder Keith Jarrett beim Klavierspielen stöhnt. Die Abstimmung macht einen sehr angenehm natürlichen Eindruck: die Höhen werden klar wiedergegeben, die Mitten facettenreich und die Bässe sind angenehm solide. Eine wummernde Basslastigkeit, wie ich sie von anderen Kopfhörern dieser Bauart kenne, fehlt dankenswerterweise. Womit ich bei In-Ear-Kopfhörern in der Vergangenheit haderte, war das Aquariumgefühl, welches diese Bauart zwangsläufig mitzubringen schien. Nicht so bei den B&W C5. Obwohl störende Nebengeräusche weitgehend eliminiert werden, hat man nicht das Gefühl, von der Umwelt vollkommen abgeschlossen zu sein. Insbesondere Störgeräusche, die man sonst beim Gehen wahrnimmt, wenn das Kabel sich bewegt oder an der Kleidung reibt, sind bei den C5 kaum vorhanden. Es ist eher ein luftiges Konzertsaalgefühl, das sich einstellt, und dazu führt, dass ich die Kopfhörer oft und gern viele Stunden am Stück trage: zuhause, im Büro und unterwegs.

Die B&W C5 werden zusammen mit einem stabilen Transportcase und Ohraufsätzen in unterschiedlichen Größen ausgeliefert. Das Anschlusskabel beinhaltet Fernbedienung und Mikrofon und ist abgestimmt auf Apple-Geräte der neuesten Generation (iPhone, iPod etc.) All das hat natürlich seinen Preis: Dieser beträgt 179,– Euro. – Eine Investition in guten Klang, die sich lohnt.

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Der Hersteller hat mir die Kopfhörer kostenlos zum Testen überlassen. Dafür vielen Dank.

Espressomaschine

Auf der Espressomaschine traf sie seinen Mund,
einen kurzen Mund mit Zähnen aus Chrom.
Der Atem beschlug ihre Augen,
und sie rauchten sich Worte ins Ohr.

(Franz Josef Degenhardt)

Wer sich mit Hingabe dem heißen Bohnengetränk widmet, erwirbt eine Siebträgermaschine. Die mit dieser Hardware erzielten exzellenten Espressoergebnisse schmecken gewöhnlich für sich. Allerdings gestaltet sich die Wartung etwas aufwändiger. Wer es sich indes einfacher machen möchte, bedient sich eines Kaffeevollautomaten. Hersteller versprechen Genuss und Simplizität in der Handhabung: Auf Knopfdruck gibt es angeblich Espresso, Milchschaum, Gerätereinigung. Fertig. (An dieser Stelle braucht nicht betont zu werden, dass es sich auch bei der Funktion “Aroma Boost” um eine Erfindung des Produktmarketings handelt.)

Der Apparat in dem Büro ist ein Biest! – Halb Kaffeemaschine, halb Tamagotchi. Auf Knopfdruck geht hier gar nichts. Ständig will er Zufuhr von Wasser, Bohnen, Entkalkungschemie oder Abfuhr von Kaffeesatz oder Restwasser. Meistens will die Maschine Zuneigung und symbolisiert dies mittels Display, auf dem immerzu “Error” oder “Pflege” steht, niemals aber “Bereit”. Irgendwas ist immer.