Die Geheimdienste von Deutschland …

Rührei

Allein am leeren Frühstückstisch sitzen und an Mutter Beimer aus der Lindenstraße denken, die bei Sorgen stets Spiegeleier brät. Dann ein Rührei mit diesem und jenem zubereiten und, obwohl es schmackhaft ist, unmotiviert darin herumstochern und einen kurzen Moment an die denken, mit denen ich einst gemeinsam Rühreier zum Frühstück aß.

In der Tageszeitung etwas vom Bundestrojaner lesen und sich an den Verrückten erinnern, der vor etwa 15 Jahren selbst im tiefsten Winter nur leicht bekleidet durch Hamburgs Einkaufsstraßen zog, um die Menschheit mit sonorer Stimme vor den Machenschaften der Geheimdienste zu warnen. Jeden seiner Sätze begann er mit den Worten „Die Geheimdienste von Deutschland …“ Kopfschüttelnd gingen die Passanten an ihm vorüber, manche lachten ihn aus. Irgendwann war er verschwunden, erst bemerkte man es nicht, er war einfach weg. Vielleicht hatte er doch recht und wusste zu viel und sie haben ihn geholt. Und wo sind überhaupt all die anderen geblieben, die wir für verrückt hielten?

Dann weiter im Rührei herumstochern und darauf hoffen, dass alles bald vorbeigeht.

Weizen-Waldi vs. Lindenstraße

Gerade eben war ich dem Fußballzirkus gegenüber noch versöhnlich gestimmt – und nun das. Wann hat man so etwas schon erlebt? Und ich rede nicht vom 4:1-Sieg der Deutschen Nationalmannschaft gegen England. Ich rede davon, dass die ARD einfach die Lindenstraße ausfallen lässt, um Weizen-Waldi mit einem Box-Trainer und einem Schlagersänger Belanglosigkeiten über Fußball sprechen zu lassen. Als hätte es in den letzten und noch folgenden Tagen nicht noch ausreichend Gelegenheit dafür gehabt?

Das hat es in fünfundzwanzig Jahren Seriengeschichte nicht einmal bei Bundestagswahlen gegeben – und das war erst das Achtelfinale. Was soll passieren, wenn die Deutschland bis zum Endspiel vorrückt? Wird dann Anne Will ausfallen, die Tagesschau oder wird man gar Günther Jauch wieder absagen? So nicht, liebe ARD, dafür zahlen wir keine Gebühren!

bosch im Kino

Ich bin ein bißchen stolz auf mich. Es ist noch nicht lange her, da beantwortete ich mein allererstes Stöckchen. Jetzt folgt bereits Nummer zwei und der Berg wird merklich kleiner. Eigentlich gehe ich gern ins Kino. Das Problem ist, ich kann mich oft später nicht an Details der Filme, die ich gesehen habe, erinnern. Der Vorteil daran ist, dass ich mir dieselben Filme immer und immer wieder ansehen könnte. Der Nachteil ist jedoch, dass es vor diesem Hintergrund nicht einfacher wird, die folgenden Fragen zu beantworten, die mir Alexander zukommen ließ.

1. Ein Film, den Du mehr als zehnmal gesehen hast …

Ich glaube, ich habe keinen Film mehr als zehn mal gesehen. Zu meiner Schande könnte Dirty Dancing dank zahlreicher TV-Wiederholungen in die Nähe dieser Anzahl kommen, erreicht sie aber dann wohl doch nicht.

2. Ein Film, den du mehrfach im Kino gesehen hast …

Rocker von Klaus Lemke. Ein Klassiker, den jeder Hamburgliebhaber gesehen haben sollte.

3. Nenne eine/n Schauspieler/in, wegen dem/r Du eher geneigt wärst, einen Film zu sehen …

Scarlett Johannson und Jack Nicholson

4. Nenne eine/n Schauspieler/in, wegen dem/r Du weniger geneigt wärst, einen Film zu sehen …

Didi Hallervorden

5. Ein Film, aus dem Du regelmäßig zitierst …

Ich kann mich nicht entscheiden, deswegen zwei Filme: „Jemand zuhause, McFly?“ aus Zurück in die Zukunft und natürlich „Hebefiguren übt man am besten im Wasser“ aus Dirty Dancing. bosch im Kino weiterlesen