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Herbst 2008

Wenn du und das Laub wird älter
und du merkst, die Luft wird kälter
und du fiehlst, daß du bald sterbst
dann is Herbst

(Dieter Hildebrandt)


„Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr“, dichtete Rainer Maria Rilke im Jahre 1902. Und sinnierten wir bis vor kurzem bei diesen Zeilen noch über die Zeit des Überganges zwischen Sommer und Winter, gar die Zeit der Ernte, so weist uns das vor uns auf dem Tisch liegende, welkende Handelsblatt schonungslos auf die fortdauernde Immobilienkrise hin.

Über den Herbst habe ich bereits im vergangenen Jahr alles geschrieben, was zu schreiben ist. In diesem Jahr gibt es darum auch nur einige Bildimpressionen von mir. Falls ich im kommenden Jahr den Chlorophyllabbau in den Blättern noch miterleben sollte, komponiere ich vielleicht eine passende Kantate.

19 Antworten auf „Herbst 2008“

Ein feines Gedicht, vom Dieter und auch die Bilder vom André gefallen.

Ein kleines Gedicht, passend zur Jahreszeit habe ich auch:

Herbst, Herbst.
Blätter färbst.

Schönen Sonntach Abend noch
Axel

Das nenne ich mal einen ergiebigen Spaziergang im Hamburger Stadtpark. Sehr schoene Fotos.

Hier fallen auch langsam die Blaetter, was bei mir allerdings Unverstaendnis ausloest, bei fast 30 Grad und Sonnenschein…..

Ja, ja, das Alter. Probiere doch mal Aufnahmen von der Aussichtsplattform des Planetariums. Bei den Herbstfarben besimmt der Genial.

Kostet 2€ um darauf zu kommen. geht aber auch ohne zu bezahlen, bei etwas Geschicklichkeit.

Guten Start in die Woche

Schöne Bilder, wenn der Herbst sich doch immer von dieser Seite zeigen würde… seit gestern ist hier in Hannover so ein furchtbares Wetter, das schlägt direkt auf die Stimmung.

Das Gedicht vom Dieter kommt (erst dann) so richtig gut, wenn er es mit (seinem) schlesischen Dialekt vorträgt… Hab ich mal in der NDR Talk Show gesehen – herrlich!

Hansemann sagt zum Thema Herbst :

„Der Baum hat Äste,
das ist das Beste.
Denn wäre er kahl,
dann wär’s ein Pfahl.“

… stammt aber ursprünglich von Heiz Erhardt.

hach ja, drachensteigzeit und sonne und raschelndes laub! es ist wirklich ein genuss, so nah am stadtpark zu wohnen. und schön, das auf bildern zu sehen.

heute war er allerdings menschenleer, als wir mit dem hund gegangen sind. und nicht gemütlich, sondern nass und kalt. aber sehr mysteriös, man konnte prima gruselgeschichten erfinden! und nächstes mal nehme ich die kamera mit und klaue einfach deine herbstg’schicht’n-idee! :)

Danke für die schönen Aufnahemn, die aber die hässliche Fratze des Herbstes verdecken: Nasses Laub als Rutschfalle im Sinne von Bananenschalenersatz, permanenter Laubsaugerlärm und deutlich zu wenige Stunden (graue Pseudo-)Helligkeit. Seufz.

Wirklich schöne Bilder, wenn ich die so sehe, fällt mir auch grade ein, dass ich noch einen Drachen im Keller liegen habe. Den sollte man wohl doch schnell noch mal raus holen, obwohl es schon mächtig kalt geworden ist.
Aber das Gedicht ist auch wirklich Spitze, gerade im Zusammenhang mit den Bildern eine Hommage an den Herbst.

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