Post an Wagner: Jetzt wird zurückgeschrieben

BILD, 7. November 2011

Lieber Franz Josef Wagner,

auch Sie haben alles falsch gemacht. Vielleicht wäre es für die BILD leichter, einen Nachfolger zu finden, wenn Sie die Merkmale vorgerückten Alters aufwiesen.

Falsche Themen setzten, irre Thesen aufstellten. Briefe voller Rechtschreibfehler schrieben.

Ihr Brief an Thomas Gottschalk ist der beste, den ich seit langem las. Es waren Zeilen der Liebe, wie sie Paul Celan an Ingeborg Bachmann nicht schöner hätte formulieren können.

Sie haben die Gabe, uns mit Ihren Worten zu fesseln. Ich glaube nicht, dass es einen zweiten Wagner geben wird. Es gibt auch keinen zweiten Goethe, zweiten Schiller.

Martenstein sagte ab, weil er klug ist. Weil Sie klug sind.

Die BILD wird ein leeres Blatt ein leeres Blatt sein. Niemand schreibt mehr Briefe.

Das Blatt ist leer. Ich kann mir nicht vorstellen, dass auf diesen Seiten Rowohlt, Hacke, Moreno, Sonneborn schreiben werden.

Wenn Sie einmal nicht mehr schreiben werden, ist die BILD für mich gestorben.

Herzlichst,

bosch

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Franz Josef Wagner schreibt täglich Briefe. Nun soll er auch einmal Post erhalten.

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27 Antworten auf “Post an Wagner: Jetzt wird zurückgeschrieben”

  1. Ähm, was? Die Bild WIRD ein leeres Blatt sein? Wagner IST klug? Ich bin kurz davor, mich zu übergeben. Was ist schief gelaufen?

    1. Wagner KANN nicht klug sein! Wenn dem so wäre, würde er woanders schreiben.
    2. Bild IST ein leeres Blatt. Es enthält fast keine Informationen. Wagner macht es nicht besser.

    Würg…

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    1. An Strüve: Hast du schon mal was von Ironie gehört??

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      1. Ja, Ironie, Sarkasmus, ist mir alles bekannt. Kann ich hier irgendwie nicht entdecken. Habe es wirklich versucht.

  2. „Briefe voller Rechtschreibfehler schrieben.“
    Schade, dass es zumindest hier nach hinten losgeht.

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    1. Dann wären aber auch „Falsche Themen setzten, irre Thesen aufstellten.“ falsch.

      Nö, das passt schon.

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  3. Wenn ich das so lese, würde ich glatt meinen, Strüve ist BILD-Leser :)

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    1. Dann hast Du meinen Text definitiv nicht verstanden. Versuch es noch mal.

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  4. Wer sich schon einmal den Spaß gemacht hat ein paar Wagner-Ergüsse zu lesen (und zu verstehen), der begreift sofort: An so einem Kunstwerk arbeitet man tagelang.

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    1. Tagelang? Am Verständnis der Texte? An der Entfernung des Geschmackes von Erbrochenen aus dem Mund? Ach, ich muss da mal drüber nachdenken. Wahrscheinlich tagelang…..

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    2. Das war jetzt Ironie oder? ;-)

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  5. jetzt wird es fast so schön wie damals

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  6. Also, ich bin die Sache noch einmal überflogen. Ich sehe ein, der Verfasser mag versucht haben, einen „ironischen“ Brief an Wagner zu verfassen. Auch sein eingebauter Rechtschreibfehler soll vermutlich Lacher provozieren. Ich bin der Meinung, das Ziel wurde verfehlt.

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    1. @Strüve: Nur, um ganz sicher zu gehen: Sie sind ein Troll, oder?

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      1. Aber um es ganz klar zu sagen: Ich hasse die Bildzeitung…

      2. @Strüve: Das beruhigt mich ungemein. Bitte benennen Sie zum Beweis den von Ihnen gefundenen Rechtschreibfehler.

  7. Ich nehme den Punkt zurück. Es gibt keinen. Ich habe mich verlesen (oder nicht genau genug gelesen).

    Zum Rest stehe ich. Einen Wagner, eine Bildzeitung und auch deren Macher (besonders den Aalglatten Diekmann) muss man anders anfassen. Dieses Pseudosarkastische Schreiben ist daneben. Bitte schlagen Sie mit der Axt, und nicht mit einem Q-Tip…

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  8. Konstantin Never DuMont 8. November 2011 bei 16:51

    Ist es ein Zeichen von Intelligenz, wenn man an passender und unpassender Stelle hinausposaunt, wie dumm man die Bildzeitung (und ihre Leser) findet?
    Zu Wagner: Er hat gute und schlechte Tage (und Texte).

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    1. @Konstantin NEVER DuMont: Sicher genau so wenig wie das Hinterlassen von Kommentaren, die mit dem Beitrag gar nichts zu tun haben.

      Zu Wagner: Haben wir das nicht alle?

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  9. An Wagner haben sich offenbar schon einige gewagt: http://infemme.twoday.net/topics/Post+an+Wagner/. Ich konnte eine Zeit lang meine Aggressionen in Briefen an Wagner formulieren. Seit einiger Zeit mach ich wieder Sport und lass den Schmierfink in Ruhe, besser für meinen Blutdruck. Diesen Mann, diesen Verlag, darf man eigentlich nur mit Ignoranz strafen (oder eben Satire!)

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  10. Konstantin Never DuMont 8. November 2011 bei 18:46

    Ja, wir alle haben gute und schlechte Tage, und gute und schlechte Texte, falls wir Schreiberlinge sind.
    Und gute und schlechte Texte gibt es nicht nur bei Wagner und der Bildzeitung, sondern auch beim Spiegel und der FAZ, bei Bosch und Niggemeier, bei Broder und beim Spiegelfechter.
    Diese pauschale Abqualifizierung bestimmter Medien und Menschen finde ich einfach nur blöde. Die Welt ist nicht nur schwarz oder weiß.

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    1. Aber fußt nicht das gesamte Medium, das auf die Schippe genommen wird, auf dem klassischen Schwarz-Weiß-Denken?

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  11. Würde gern ein aktuelles Bild von Wagner sehen. Hat er immer noch diese süße Zahnlücke und die wuscheligen Kräusellocken? Ach, Josef..
    Deine Harriet

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  12. In so einen Blog verirrt sich doch kein Troll! Hoffe ich mal. Dass Wischmob Wagner noch zu einer Diskussion auf diesem Nivo anregen kann: ich bin gerührt (und ein bisschen geschüttelt)… schnüff!

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  13. Lieber Franz Josef Wagner,

    Sie haben alles richtig gemacht. Jetzt sitzen Sie bestimmt wieder in der gleichen Kneipe in Westberlin, wo Deutschland noch so ist, wie man davon träumte. Erschießt man Sie, wenn Sie vor die Tür gehen, verschleppt Sie in einem Sack, würgt Sie zu Tode?

    Dass Sie Feinde haben, wissen Sie. Es sind die Dummen, die Wohlgenährten, manchmal auch einfach nur die zu Jungen, mit der Gnade der späten Geburt gesegneten. Viele Menschen in Deutschland können nicht lesen. Sie haben Ihnen nie etwas antun können. Herr Wagner, Sie leben noch, weil Sie schreiben.

    Machen Sie sich jeden Morgen einen starken Espresso. Gehen Sie jeden Abend aus dem Haus, wenn es dunkel wird in Deutschland. Sagen Sie, was Sie denken. Auch wenn es vielen Angst macht – den Dummen zumeist, aber auch Ihnen selbst.

    Wetten, dass .. darf von mir aus sterben. Ihre Kolumne nicht.

    Herzlichst.

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  14. Konstantin soll sich mal mehr um den Verlag seines Vaters kümmern….

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