Monet in der Fondation Beyeler, Basel

Kurator Dr. Ulf Küster führt gut durch die Ausstellung
So eine Museumsführung ist eine gute Sache, denkt man gemeinhin. Man muss vor der Ausstellung keine Bücher oder Kataloge wälzen und ist danach bestenfalls klüger als zuvor.

Tights game strong
Das muss aber nicht sein. Denn allzu oft erfährt man nur das, was man auch mit den eigenen Augen sieht. „Sie sehen, was sie sehen“, führt der Führende ausschweifend wortreich aus, aber das sind dann meist nur ein paar mehr oder weniger künstlerisch wertvoll ausgeführte Pinselstriche und daneben ein kleines Schild mit dem Namen des Werkes und dem des Künstlers.

In der Fondation Beyeler in Riehen/Basel ist alles anders, nämlich besser und genau so, wie man es sich immer wünscht. Jedenfalls, wenn Kurator Ulf Küster durch die Ausstellung ‚Monet‘ führt. Dann ist alles kenntnis- und kontextreich, witzig und unterhaltsam.

Martin Parr hätte hier auf Freude gehabt
Warum kann das nicht immer so sein? Wir erfahren nicht nur allerlei Wissenswertes über Claude Monet im Allgemeinen, sondern auch, wie schreckliche güldene Bilderrahmen als Marketinginstrument von Kunstwerken wirken (preistreibend); wie es ist, früh am Morgen vor diesen Bildern zu meditieren (inspirierend) und wie Monet das kleine Männlein in seinem Bild besser hätte malen sollen (gar nicht).

#artwatchers
„Vor und nach Monet ist, als ob jemand den Lichtschalter angeschaltet hat“, verrät uns der Kurator, und plötzlich sehen wir alle viel mehr als immer nur sich spiegelnde Seerosen und möchten fortan nur noch von Herrn Küster durch Ausstellungen geführt werden.

Gute Aufsichten
Wer bis zum 28. Mai in Basel ist, sollte sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen. Alle anderen können ja nach Basel fahren.

Dieser Artikel wurde ermöglicht durch die freundliche Einladung zu einer Bloggerreise. Vielen Dank dafür an die Stadt Basel und die Fondation Beyeler.