Immer nie am Meer

Ich, Rügen, 2008.

Einen kurzen Moment davon träumen, frische Luft zu inhalieren, den Blick in die Ferne schweifen zu lassen und dem Rauschen der Wellen zu lauschen etc. Dann plötzlich vom Lärm des Müllwagens vor dem Fenster geweckt werden. Gierig verschlingt er meinen Abfall und presst ihn zusammen, nimmersatt. Das Meer ist nur wenige hundert Kilometer entfernt und doch erscheint es unerreichbar. Sodann sisyphosgleich damit fortfahren, die Tonnen wieder zu befüllen, in der kommenden Woche erneut vom Krach des Müllfahrzeugs geweckt werden und auf das Abschmelzen der Polkappen warten, damit das Meer zu mir kommt.

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