Christina Aguilera testen

Christina Aguilera

Gedankenverloren schlenderte ich durch die Filiale eines namhaften Warenhauses, das für seine mittelmäßigen Waren zu mittelmäßigen Preisen bekannt ist. Plötzlich stellt sich mir etwas in den Weg, von dem ich mir etwas mehr Mittelmäßigkeit gewünscht hätte. Eine unförmige ältere Frau mit blondgesträhnter Kurzhaarnachvornfönfrisur und einer wurstpellenartigen weißen Jeans krächzt mir zu:

„Auch mal Christina Aguilera testen?“

Ich stutze kurz, denn ich vermag das Bild der knappbehosten Jungsirene, welches sich angesichts des erwähnten Namens vor meinem inneren Auge auftut, nicht mit der vor mir stehenden Person in Zusammenhang zu bringen. Ich entscheide mich dafür, Christina Aguilera lieber nicht testen zu wollen. Schließlich hat man lange nichts von ihr gehört und sie könnte in der Zwischenzeit einen britneyspearsähnlichen sozialen Abstieg hinter sich haben. Vielleicht ist sie sogar über Nacht um dreißig Jahre gealtert und zwängt sich mittlerweile Tag für Tag in viel zu enge Hosen, um ihren Lebensunterhalt als Verkäuferin in der Parfumabteilung eines mittelmäßigen Warenhaus bestreiten zu können.

Noch ehe ich etwas sagen kann, drückt mir die korpulente Person ein 3×10 cm großes duftwassergetünchtes Pappkärtchen in die Hand. „Das neue Parfum von Christina Aguilera“, sagt sie. „Aha“, sage ich. Der Duft ist süß und vergänglich – genau wie das Dasein als Popsternchen.

Optikerbrille

Optikerbrille

Brillen sind an sich eine gute Sache. Helfen sie dem Sehschwachen nicht nur, seine Fehlsichtigkeit zu korrigieren und so seine Lebensqualität nachhaltig zu erhöhen, sondern können zudem auch als modisches Accessoire die Persönlichkeit ihres Trägers vorteilhaft unterstreichen. Dies natürlich nur, so der Träger auch nur den Ansatz einer Persönlichkeit besitzt. Ohne näher in die Psychologie der Wahl der künstlichen Sehhilfen einsteigen zu wollen, sei an dieser Stelle kurz angemerkt, dass es sicher einen Grund hat, dass Guido Westerwelle, seines Zeichens Vorsitzender einer sich selbst als liberal bezeichnenden Partei, seit Jahren ausschließlich konturlosen Modelle bevorzugt.

Das exakte Gegenteil des blau-gelben Parteivorsitzenden ist, möglicherweise nicht unbedingt hinsichtlich der Vorstellungen von einer gelungenen Unternehmenssteuerreform, sondern eher brillenmodisch betrachtet, der selbständige Optikermeister. weiterlesen

Ist PayPal böse?

Heute versandte die eBay-Tochtergesellschaft PayPal eine Mitteilung an ihre Nutzer. Diese besagt, dass zum 15. Februar 2007 die kostenfreie Einführungsphase beendet wird und für bislang kostenfreie Zahlungseingänge innerhalb deutschlands Gebühren erhoben werden. Der Einsatz dieser Zahlungsmethode, welche bei eBay-Transaktionen in der letzten Zeit zunehmend Anklang fand, wird somit für Verkäufer künftig weniger attraktiv sein. Aber gibt es auch noch weitere Gründe, die gegen PayPal sprechen? weiterlesen