In einer Gesellschaft,
in der man bunte Uhren trägt,
in einer Gesellschaft wie dieser
bin ich nur im Weg.
Aber Digital ist besser,
Digital ist besser,
Digital ist besser,
für mich.
Vor zwanzig Jahren unter einem Hochbett gesessen: Wir hörten die Beatles, das weiße Album – von Schallplatte. Ich besaß damals bereits einen CD-Player und hielt ihn für überlegen: digitale Technik, perfekte Reproduzierbarkeit, keine Abnutzungserscheinungen.
Ein Irrglaube, denn während sich die ersten Silberlinge vielleicht bald ganz von allein in Luft auflösen, wird Vinyl von Bestand sein.
Manchmal sehne ich mich danach, einen Tonarm behutsam aufzusetzen, eine Platte umzudrehen, nach dem Knistern, der Wärme des Tons und in einer großformatigen Plattenhülle zu blättern. Alles Nostalgie oder Psychoakustik? Mag sein. Aber möglicherweise gibt es Zwischentöne, die sich in Nullen und Einsen nicht ausdrücken lassen.
14 Antworten auf „Analog ist besser“
Sprach’s, als er mit einem Tastendruck seines Rechners den neuesten Beitrag auf seinem aus Nullen und Einsen bestehenden Blog veröffentlichte. :)
Ich hab in den letzten zwei Jahren auch Vinyl für mich wiederentdeckt. Fühlt sich viel besser und angenehmer an.
… und freut sich an den LP-Hüllen und Textblättern, die mit einer Schriftgröße von mehr als 4 Punkt agieren, auch wenn es mehr als 17 Zeilen gibt.
Von haptischen Beigaben wie bei „sticky fingers “ ganz zu schweigen.
Zudem darf man ja das eine schätzen ohne das andere verteufeln zu müssen
analog vs digital.
@charlott7777: Vinyl mit Downloadgutschein ist die Lösung. Wundere mich auch, warum das nicht längst Standard ist.
Das fängt gottseidank langsam an. Das erste Album wo ich das hatte war die aktuelle Gisbert zu Knyphausen Platte. Aber auch die Use your Illusion Reissues haben Downloadcodes dabei. Das hilft nur leider nicht wirklich bei alten Second Hand Platten.
Zumindest für elektronische Musik habe auch ich das Vinyl wiederentdeckt. 80/90er-Jahre Rap a la Gang Starr etc. hört sich ebenfalls auf Platte besser an, als auf dem iPod.
[…] Schnelligkeit propagiert wird, gibt es, wie immer, auch einen sanften Trend in die andere Richtung. Vinyl als Symbol. “Alles Nostalgie oder Psychoakustik? Mag sein. Aber möglicherweise gibt es Zwischentöne, die […]
„Aber möglicherweise gibt es Zwischentöne, die sich in Nullen und Einsen nicht ausdrücken lassen.“
Nein, die gibt es erwiesener Maßen nicht. Es sei denn man lässt seine Schallplatten von einem Heilpraktiker weihen.
Nur weil es einen gibt, der die Zwischentöne nicht wahrnimmt, heißt es nicht, dass sie nicht da sind. Nur weil einer eine Sache mit der größten Bestimmtheit behauptet, heißt es nicht, dass sie richtig ist.
[…] Gedanke, dass Vinyl sicher auch Vorteile habe. Ein Gedanke, der sich aber erst viele Jahre später bestätigen […]
Ja. Analog ist besser. Und dann auch noch mit einem 1200/1210er (auf dem Foto)! Der ist ja leider in diesem Jahr eingestellt worden. Bin aber gut versorgt.
[…] Gedanke, dass Vinyl sicher auch Vorteile habe. Ein Gedanke, der sich aber erst viele Jahre später bestätigen […]
[…] verspricht es zumindest Plattenhülle. Also kratze ich meine letzten 20 Cent zusammen, um diese in Vinyl zu investieren. Zuhause angekommen, stelle ich fest, dass ich gar keinen Schallplattenspieler […]
[…] Instrument klanglich veredelt hat. Mit Digital ist besser waren billige Casio-Uhren gemeint, keine Tonträger, und trotzdem kann die Generation MP3-Player den ganzen neuen Spuk auf ihren datenkomprimierten […]