BILDblogger für einen Tag

Mitten in der Nacht klingelt das Telefon und weckt mich jäh aus meinen süßesten Bloggerträumen.

boschblog (noch sehr verschlafen): „Redaktion boschblog, ich höre.“
BILDblog: „Redaktion BILDblog, guten Morgen, Herr Kollege. Wir brauchen dringend Ihre Unterstützung. Harald Martenstein wollte heute einen Beitrag für uns schreiben. Nun ist der aber leider krank geworden.“
boschblog (noch immer verschlafen): „Und was soll ich dagegen machen?“
BILDblog: „Sie müssen für ihn einspringen, bitte. Sie können uns jetzt nicht hängen lassen.“

Ganz so war es natürlich nicht. Gestern suchte das BILDblog allerdings tatsächlich im Rahmen seiner Adventsaktion nach einer Vertretung für den verhinderten ZEIT-Kolumnisten. Da auch ich Bild-Chefredakteur Kai Diekmann am liebsten von hinten sehe, fühlte ich mich natürlich berufen. Zu meiner großen Überraschung wurde ich schließlich als einer von drei Kandidaten unter über 70 Bewerbern ausgewählt, heute einen Gastbeitrag für das BILDblog zu verfassen, was mir nicht nur großes Vergnügen, sondern auch die Qual einer mehr als einstündigen Lektüre der Bild bescherte. Was für einen Großteil der Bevölkerung wie Homöopathie klingt, war für mich nah an der letalen Dosis.

Harald Martenstein wünsche ich auf diesem Wege noch einmal baldige Genesung – und mir ab morgen wieder die gewohnte Qualitätszeitung auf dem Frühstückstisch.

9 Antworten auf „BILDblogger für einen Tag“

  1. was ich mich bis heute frage weshalb der bild blog von bild nicht abgemahnt wird. wenn ich überlege mit welchen domains ich schon theater hatte – verwundert mich das sehr. ist aber übrigens ein genialer blog mit sehr interessanten themen der bildblog.

  2. @404: Es gab Ruhm und Ehre, damit hat man allerdings etwas gegeizt. Mit Blick darauf, dass an dem Tag gleich drei Autoren einen Gastbeitrag liefern durften, wurde lediglich auf einer übergeordneten Seite, die durch den RSS-Feed lief, auf eine untergeordnete Seite mit dem eigentlichen Artikel, die dann allerdings nicht mit dem Feed ausgeliefert wurde, verwiesen. Das war etwas schade, aber wie bei Olympia gilt: Dabeisein ist alles.

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