Rettet die Wale

Der Sinnlosigkeit unseres Daseins vollkommen bewusst, versuchen wir zwischen Blasmusik und Apokalypse das Blatt doch noch zum Guten zu wenden. Denen dies naturgemäß ebenfalls nicht gelingen will, obwohl sie sich viel mehr anstrengen als wir, widmen wir ein müdes Lächeln. Es nicht einmal mehr Zynismus, sondern Resignation, die unsere Gesichtszüge entspannen lässt. Wenigstens sind wir mit unserem Lächeln nicht allein – aber auch darin ist kein Trost zu finden.

Nach dem Aufstehen zum halbleeren Glas greifen, in dem man Wasser wähnte, sich aber noch der Rest des Wodkas vom vorvergangenen Abend befindet, und einen großen Schluck nehmen. Dann das Romanfragment aus der Schublade ziehen und verbrennen; anschließend die Wale retten.

 

GustavRettet die Wale

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Dies ist ein Beitrag aus meiner Serie “Der Soundtrack meines Lebens”.

Eine Antwort zu “Rettet die Wale”

  1. […] — Teil 1: Peter Schilling – Major Tom Teil 2: The Beatles – You’ve Got To Hide Your Love Away Teil 3: Rolling Stones – Sympathy For The Devil Teil 4: Tocotronic – Das Unglück muss zurückgeschlagen werden Teil 5: Pat Metheny – Bright Size Life Teil 6: Chet Baker – My funny Valentine Teil 7: John Cale & Lou Reed – Hello It’s Me Teil8: Rio Reiser – Stiller Raum Teil 9: Charles Trénet – La mer Teil 10: Erdmöbel – Nichts zu verlieren Teil 11: Britta – L**** Teil 12: Tocotronic – Jetzt geht wieder alles von vorne los Teil 13: Gustav – Rettet die Wale […]

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