Schlaftrunken

Frühmorgens schlaftrunken nachhause kommen. Auf dem Weg Begegnungen mit Nachtschwärmern und Flaschensammlern. Obschon es taghell ist, überall Suchende. Der eigene Gang so schleppend wie der der anderen. Auf dem Boden der U-Bahn verschüttetes Bier und Kotze. Scheinbar ankommen. In der Küche das restliche Pulver zusammenklauben und den dünnsten Kaffee der Welt kochen. Dann mit letzter Kraft das Hochbett erreichen. Müde sein und doch nicht schlafen können. – Gedankenkreisen. Und was man auch nicht weiß: Wie das alles noch werden soll.

8 Antworten auf “Schlaftrunken”

  1. vielleicht hättest du den kaffee nicht trinken sollen?

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    1. @mahret: Dünner Kaffee war bei diesem Setting noch das kleinste Übel.

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      1. das habe ich mir fast gedacht!

  2. Fahr mit’m Taxi. Das hilft.

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    1. @Sven: Du weißt doch, das kann man sich bei den Berliner Tagessätzen für Freelancer nicht leisten.

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  3. […] betrunken, schließlich doch vernünftig sein und allein nach Hause gehen. Draußen ist es schon wieder hell und der Hals ist beim Aufwachen schon wieder trocken. Aber das ist so egal – wie alles […]

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  4. Frühmorgens auf dem Heimweg. Auf dem Rad durch die sommerliche Nacht. Hell! war es früher wirklich immer schon so hell oder war ich da nur weniger müde? Nachtschwärmer und Frühaufsteherinnen, letztere bleiben immer rätselhaft. Der Puls der Stad, langsamer, aber immer da. Feuchte Straßen, warm riechende Bäume, nasses Gras. Wach und nüchtern, schlaftrunken und träumend? Ankommen. Eine Wohnung voll guter Menschen und Gedanken – bloß keinen wecken, heimlich ins Bett schlüpfen, die Amseln draußen ausschalten. Was ich weiß, reicht nie, aber was macht das schon…

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