Deutsches Theater

Volksbühne, Berlin

War die Hoffnung blind,
die nur den Morgen, nicht das Grauen sah?
Mein liebes Kind,
ich bin die Bühne nur und nicht das Drama,
ich bin nicht wirklich die Gefahr.

(Die Sterne)

Gern sitze ich in den Rängen einer Sprechbühne, um die dargestellte Kunst von oben zu betrachten. Seitdem ich zumeist in Berlin weile, habe ich jedoch keinen Fuß mehr in ein Theater gesetzt. Das ist bedauerlich.

Was Bedeutung für das größtmögliche Theatervergnügen hat:

1. Akt: Gezeigt werden bevorzugt Umsetzungen von Romanen oder moderne Autorenstücke, in denen es um Naturwissenschaften geht: Mathematik oder Quantenphysik.

2. Akt: Die Anmutung des Bühnenbildes muss reduziert sein. Dies ist nicht dem Sparzwang des Hauses geschuldet – Kunst ist, wenn man nichts mehr weglassen kann.

3. Akt: Egal, was gespielt wird – Hauptsache die Schauspieler stehen nackt auf der Bühne und schreien.

Mit dir ist alles doof

„In zweifelhaften Fällen entscheide
man sich für das Richtige.“

(Karl Kraus)

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass zu viele Optionen den Menschen unglücklich machen. Schlimmer ist es indes, allein am Frühstückstisch zu sitzen, und lediglich die Wahl zwischen einer Nürnberger-Weihnachtsmarkts-Tasse und einer Diddl-Maus-Horoskop-Tasse zu haben. In diesen Momenten ahnt man, dass Pest und Cholera gar nicht so schlecht sind.

Wohne Orte #21

Alle “Wohne Orte”: hier.

Außeninstallation

Bons-Ai Wax, "2 x 7 Zwerge", Installation im öffentlichen Raum (2011)

„Alles ist richtig, auch das Gegenteil.
Nur »zwar – aber«, das ist nie richtig.“

(Kurt Tucholsky)

transmediale.11, eine Außeninstallation hinter der Kongresshalle: Vierzehn Bäumchen in stoffumhüllten Kübeln, drei Hydrantenhinweisschilder, ein Klappfenster, gegenüber die Spree. Mehr nicht.

„Der japanische Aktionskünstler Bons-Ai Wax experimentiert bereits seit Ende der siebziger Jahre mit floralen Elementen im urbanen Raum. Für sein neuestes Werk »2 x 7 Zwerge« nimmt er Bezug auf das Brüder-Grimm-Märchen »Schneewittchen« unter Berücksichtigung der zentralisierten Wasserversorgung der Großstadt“, so der Katalog zur Ausstellung. „Das Wasser symbolisiert nicht nur die Quelle allen Lebens, sondern führt zwangsläufig zu einem unkontrollierten Wuchern der Pflanzen, das mittels Zeitrafferkamera stündlich festgehalten wird. Einerseits werden die strengen Gestaltungsrichtlinen der asiatischen Gartenbaukunst gesprengt, andererseits werden Aspekte des Grimm-Märchens durch die ebenhölzernen Baumstämme formal aufgegriffen. Allen Widersprüchen zum Trotz unterstreicht die gegenüberliegende Spree, dass alles im Fluss ist (vgl. Heraklit). Die filmische Umsetzung dieses radikalen Langzeitprojekts wird erstmals auf der Berlinale 2011 als Slow-Motion-Film in umgekehrter Reihenfolge einem breiteren Publikum vorgestellt. Im Anschluss wird die Dokumentation im Rahmen der Weiterbildung von japanischen Gartenbaumeistern ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt.“

Vielleicht ist es aber auch ganz anders.

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