Kein Spam von fm-itsas

In den letzten zwei Wochen erhielt ich mindestens zehn Kommentare dieser Art aus dem Hause fm-itsas. Neben Lob für meine ausgezeichneten Herbstphotographien gab es auch zahlreiche Genesungswünsche anlässlich einer Lungenentzündung. Schön, dass es noch so viel Anteilnahme auf der Welt gibt. Prima auch, dass stets (wechselnde) korrekte Absender-E-Mail-Adressen angegeben wurden, damit ich weiß, wo ich mich bedanken kann.Das will ich hiermit tun.

Liebe Anke, liebe Simone, liebe Katrin, liebe Jutta, liebe Carla, lieber Peter, lieber Thomas, lieber Lothar, lieber Thomas Kreis,schön, dass Ihr trotz der Wirtschaftskrise einen Job in der Agentur fm-itsas gefunden habt. 

[gestrichen, Anm. d. Red.]

Das finde ich sehr lobenswert, so unterscheidet Ihr Euch positiv von bösen SEO-Agenturen, die versuchen, durch das Hinterlassen von sinn- und/oder belanglosen Kommentaren samt dazugehörigem Link in Weblogs die Aufmerksamkeit von Suchmaschinen auf die Seiten Eurer Kunden zu lenken. Da Ihr in meinem Blog seit einigen Wochen immer so nett kommentiert, will ich Euch bei der Arbeit mit diesem Brief ein wenig unterstützen. Vielleicht erhaltet Ihr so ja noch ein wenig mehr Aufmerksamkeit, denn Euer Job ist sicher ganz schön mühsam.

Wie heißt es auf einer Eurer Seiten? „Professioneller Backlinksaufbau von Hand. Die SEO Fabrik sorgt für einen natürlichen und strategischen Linkaufbau. Dank unserem 35 Mann starken Team können wir bis zu 2000 Backlinks pro Monat erzeugen.“

Andere Blogger würden Eure Tätigkeite möglicherweise als Kommentarspam bezeichnen und Euch direkt an Akismet melden, damit Ihr es künftig schwerer habt, in anderen Weblogs zu kommentieren und Eure Kommentare direkt im Spamfilter landen. Ich würde dies niemals tun oder gar andere Blogger dazu auffordern. Ganz im Gegenteil, ich finde es toll, wie Ihr Euren Kunden Freunden helft, auf google noch besser gefunden zu werden, damit sie ihre tollen Dienstleistungen noch mehr Menschen zur Verfügung stellen können. Sicherlich kann jeder ein Verkaufstraining, eine Make-Up-Schulung oder eine Dialyse gebrauchen. Schön, dass es Euch gibt.

Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß und Erfolg beim „schnellen und sauberen Erreichen der angestrebten Ziele“.

Herzlich grüßt

Euer bosch

Herbst 2008

Wenn du und das Laub wird älter
und du merkst, die Luft wird kälter
und du fiehlst, daß du bald sterbst
dann is Herbst

(Dieter Hildebrandt)


„Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr“, dichtete Rainer Maria Rilke im Jahre 1902. Und sinnierten wir bis vor kurzem bei diesen Zeilen noch über die Zeit des Überganges zwischen Sommer und Winter, gar die Zeit der Ernte, so weist uns das vor uns auf dem Tisch liegende, welkende Handelsblatt schonungslos auf die fortdauernde Immobilienkrise hin.

Über den Herbst habe ich bereits im vergangenen Jahr alles geschrieben, was zu schreiben ist. In diesem Jahr gibt es darum auch nur einige Bildimpressionen von mir. Falls ich im kommenden Jahr den Chlorophyllabbau in den Blättern noch miterleben sollte, komponiere ich vielleicht eine passende Kantate.

Warenwelten #5: Der Luftzieh

Der Versuch des Kaufs einer Jacke kann einem den gesamten Tag verderben. Erst nach einer mehrstündigen erfolglosen Hatz durch die Innenstadt wird mir bewusst, dass dagegen der Einkauf in einer Discounterfiliale eine geradezu entspannende Wirkung entfalten kann. Berauscht von der erfreulichen Tatsache, dass wieder einmal eine streng limitierte Auflage der von mir so sehr geliebten Zartbitter-Duplos erhältlich ist, reihe ich mich mit der Gewissheit, dass dieser schaurige Einkaufstag doch noch ein gutes Ende nehmen könnte, in die Warteschlange ein.

Von der anderen Seite kommend, wendet sich plötzlich ein dicker, schwitzender Mann an die resolute Kassiererin und hält ihr eine Tüte geriebenen Käse vor die Nase. „Was ist damit?“, fragt die Kassiererin. „Schimmel“, antwortet der Mann. Die Kassiererin nimmt den Beutel in die Hand und betrachtet ihn kritisch von allen Seiten, bis sie dem Mann – wie aus der Pistole geschossen – das Ergebnis ihrer Untersuchung mitteilt: „Das ist der Luftzieh.“

Weder Google noch die Wikipedia kennen „den Luftzieh“, dabei ist sein Klang doch viel sympathischer als das Wort „Schadschimmel“.

Hausmitteilung Nr. 5: Ich fang nochmal an …

Berlin, Berlin, Berlin. Hier werden kleine Eisbären groß gezogen und vormals große Banken gerettet. Aber nicht nur das; die Hauptstadt kann noch viel mehr. Kein Wunder also, dass hier in Kürze auch die zweite Twitterlesung stattfinden wird. Meine Twitkritkollegen (und auch ich ein bißchen) werden im Rahmen der Neuköllner Lesebühne „Ich fang nochmal an …“ einen bunten Strauß Twitteraturblüten binden. Diesmal zwar ganz ohne Bachmann- und Grimmepreisträger, dafür im Anschluss aber mit Bier und Wein.

Außerdem werden wir einen neuen Rekord aufstellen: es wird die wohl vermutlich kürzeste Twitterlesung aller Zeiten werden. Wir haben bei der Vorbereitung keine Mühen gescheut, um bei unserem zweiten Anlauf die vorgelegte Drei-Stunden-Marke deutlich zu unterbieten. Am 16.10.2008 um 20:30 die geht es los. Wir sehen uns im Ori, Friedelstraße 8, Nähe U-Bahnhof Hermannplatz.

Und wer jetzt denkt, in Hamburg ginge gar nichts, der irrt. Nach einigen passablen Gastauftritten haben sich Sven und Stefan dazu entschlossen, mich in den erlesenen Kreis der Podcaster aufzunehmen. Daher treffen wir uns fortan in unregelmäßigen Abständen, um unwichtige Dinge zu besprechen. Die Tondokumente unserer Zusammenkünfte stellen wir dann auf der Seite Hamburger zum Mittag in das weltweite Netz. Dort kann man unsere jeweils aktuellen Produktionen dann entweder direkt anhören, abonnieren oder ignorieren.

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