Dreh

Den Termin erst absagen, dann aber doch stattfinden lassen und keine Drehgenehmigung für den privatisierten Park erhalten. Statt trister Kulisse und Regen plötzlich irgendwo zwischen Touristen und Streetart bei gleißendem Sonnenlicht der schlappen Batterien des Aufzeichnugsgerätes wegen immer und immer wieder dieselben Sätze in ein Mikrofon sprechen. Für Schnittbilder so tun, als täte man gerade etwas Bedeutendes, und anschließend schriftlich die Rechte an dem entstandenen Bild- und Tonmaterial bis in alle Ewigkeit abtreten. Zweieinhalb Stunden erfundene Aktivität für knapp zweieinhalb Minuten Ruhm in einem Spartenkanal, den niemand sieht.

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