Geschützt: Ist was?

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Wie möchtest du Dein Ei?

Spiegelei

Ich will kein Versprechen geben,
beim Frühstück würd ich es brechen,
ohne zu wollen:
wie möchtest Du Dein Ei,
auf oder unter’m Tisch?

(Blumfeld, „Laß uns nicht von Sex reden“)

Geburtsurkunde

Nachdem sie nun schon einige Jahre mit ihrem Freund zusammengelebt hatte, bat sie ihren Vater um die Aushändigung ihrer Geburtsurkunde. Dieser dachte, was Väter in diesen Momenten zu denken pflegen. Obwohl es nicht seine Art war, sich zu freuen, freute er sich ein bißchen. Als sie ihre Geburtsurkunde in den Händen hielt, ging sie damit spornstreichs zum Amt und trat aus der Kirche aus. (Dass sie das mühsam beschaffte Dokument für diesen Verwaltungsakt gar nicht benötigte, wusste sie nicht.) Die ersparte Kirchensteuer konnte sie gut gebrauchen, denn am darauffolgenden Tag bezog sie ihre eigene Ein-Zimmer-Wohnung in einem Szeneviertel der Stadt.

Öffentlicher Bücherschrank

Dass es um die kulturelle Daseinsvorsorge im kleinstädtischen Raum schlecht bestellt ist, ist ein offenes Geheimnis. Ausgerechnet die Gastwirte der Stadt haben sich zusammengetan, um der feuilletonistischen Ödnis Einhalt zu gebieten. Zwecks Reanimation der längsten Fußgängerzone Norddeutschlands haben sie in einer ausgemusterten Telefonzelle einen öffentlichen Bücherschrank initiiert. Die Stadtverwaltung hat sich freundlicherweise bereiterklärt, die hierfür benötigte Fläche von rund einem Quadratmeter mietfrei zu überlassen. Das ist durchaus lobenswert.

Das Prinzip ist einfach: Nicht mehr benötigte Bücher können in das in der Telefonzelle befindliche Regal gestellt werden. Wer Interesse an einem dieser Bücher hat, darf es kostenlos mitnehmen und wird im Gegenzug gebeten, bei Gelegenheit auch selbst ein Druckerzeugnis zur Verfügung zu stellen. Seit einiger Zeit beobachte ich dieses Angebot nun aufmerksam und stelle fest, dass es gut angenommen wird. Die sich direkt gegenüber befindlich Buchhandlich wäre jedenfalls froh über einen so schnell drehenden Warenbestand.

Ab und zu sind ein paar ganz brauchbare Klassiker im Angebot. Durchgestrichene Exlibris deuten darauf hin, dass sich Gymnasiasten hier gern ihrer Sartre- und Camus-Bände entledigen, aber auch zerfledderte Reclam-Hefte stehen hoch im Kurs. Freilich handelt es sich bei den meisten Büchern um Schund, der im Prinzip nicht zu ertragen ist. Aber ein Blick in Buchkaufhäuser und Bestsellerlisten verrät, dass dies nur ein Spiegel der Buchbranche ist.

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