Reiterstaffel bleibt!

Hoch zu Pferde stärken Hamburger Polizisten das „subjektive Sicherheitsgefühl“ der Bürger. Doch während des Abzettelns von Falschparkern im Innenstadtbereich muss stets ein Reiter auf dem Rücken des Rössels bleiben, um auf das Nutztier des anderen Obacht zu geben: Soll es doch weder davonlaufen, von einem urbanen Pferderipper niedergestreckt werden oder sich seines Pferdemists auf offener Straßen entledigen. Letzteres hätte zur Folge, dass wiederum ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes, der ansonsten damit beschäftigt ist, Herrchen herumkotender Hunde mit Ordnungsgeldern zu beschweren, die berittenen Kollegen und Helfer mit einem Knöllchen auszustatten. Nicht auszudenken, was dieser Ordnungsgeldkreislauf für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der Reiterstaffel zur Folge hätte. Ein Gutachten der Innenbehörde hat ergeben, dass der Nutzen der behottehüten Schutzmänner die Kosten von rd. 500.000 Euro pro Jahr überwiegt. Obwohl Pferde im urbanen Raum laut Aussagen von Tierschützern eher untauglich sind, weil sie bei Großdemonstrationen viel lieber fröhlich wie auf einer Wiese durch die Menschenmenge davongaloppierten oder das weit verbreitete Kopfsteinpflaster scheuen, will die Freie und Hansestadt Hamburg die Reiterstaffel weiter ausbauen. Ich bin froh, in einer Stadt leben zu dürfen, in der die innere Sicherheit auch auf dem Rücken der Pferde verteidigt wird.

City Nord

In den 60er Jahren entstand die City Nord als zweite Geschäftsstadt zur Entlastung der Innenstadt. Bis zu 200.000 Beschäftigten wurde hier ein Arbeitsplatz geboten. Nach Feierabend und an den Wochenenden ist der Stadtteil wie ausgestorben; fast könnte man meinen, das Wort „unwirtlich“ sei einzig und allein für die City Nord erfunden worden. Obschon Hamburg eindeutig schönere Ecken hat, gehe ich in dem Büroviertel nördlich des Stadtparks gern spazieren.

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Die obigen Fotos habe ich mit einem Telefon aufgenommen und bearbeitet. Ein Klick auf ein Foto öffnet die Galerie-Ansicht.

Hamburg vs. Berlin: Herbertstraße

Herbertstraße, Hamburg-St. Pauli

Herbertstraße, Hamburg-St. Pauli: Sündige Meile, käufliche Liebe. Durchgang nur für volljährige Herren. Vollbusige Damen sitzen hinter Glasscheiben und bieten für ein paar Scheine ihre Körper an. Vorwiegend Touristen amüsieren sich hier, die meisten kommen aber nur zum Glotzen.

Herbertstraße, Berlin-Schöneberg

Herbertstraße, Berlin-Schöneberg: Eine verkehrsberuhigte Wohnstraße im Südwesten der Hauptstadt, ganz in der Nähe des mittlerweile geschlossenen Pudelsalons. Weit und breit keine Sünde zu sehen – nur ein Hörgeräteakustiker.

Herbertstraße Hamburg vs. Berlin: 6 : 3,5.

Richtige Hamburg-Berlin-Vergleiche gibt es auf pop64.de.