Hochfelln, 8. August 2010.
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„Für mich heißt das Wort zum Sonntag Scheiße.“

München, ehemals Weltstadt mit Herz. Mal auf den Spuren König Ludwigs I., mal im Jüdischen Museum. Worte, die ich hier immer wieder sage, weil sie gut klingen, meine jeweilige Begleitung aber fast in den Wahnsinn treiben: mal Hacker-Pschorr, mal Oachkatzlschwoaf. Immer Sonnenschein, Surfer auf der Eisbachwelle und Bier im Englischen Garten etc.
Ich denke, dass alles immer so weitergehen müsse, aber das tut es naturgemäß nicht.
Alles Warten ist Warten auf den Tod.
(Franz Werfel)
Am Bahnsteig auf die Verabredung warten, die aber nicht kommt, und dabei Züge und Leuten hinterherblicken etc. Dann feststellen, dass man sich in der Zeit geirrt hat. (Möglicherweise auch im Ort, im Menschen und überhaupt in allem.) Ein leerer Akkumulator verhindert fernmündliche Kontaktaufnahme. Später stellt sich heraus, dass es ein Irrtum war, wie überhaupt alles ein Irrtum ist.
Zuhause angekommen der eigenen Vernichtung gedenken, die sich heute auf den Tag genau zum zweiten Mal jährt, und das Buch von Joseph Roth nach ein paar Zeilen aus der Hand legen, um sich halb angewidert, halb fasziniert dem Stumpfsinn des Privatfernsehens hinzugeben.